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Peter-Petersen Gymnasium
Klasse 11.3
Juni 1997/ Barockprojekt 2000
Referat: Steffen Bley, Marc Breitenreicher





Buchkunst im Barock

Index:

Referat:

Drucktechniken

In der Mitte des 15. Jahrhunderts wurden erste Bücher mit Holz- oder Metallplatten gedruckt. Diese Bücher nannte man Blockbücher. Sie waren meist nur zwanzig bis dreisig Seiten stark. Es war immer nur eine Seite benutzbar, da das Einpressen der Platten auf Rückseite einen Eindruck hinterließ. Deshalb war diese Methode für den Druck von großen Büchern zu umständlich. Aus diesem Grund benutzte man später bewegliche Lettern aus gebranntem Ton, noch später dann aus Kupfer oder Blei. 1455 entdeckte Johann Gutenberg eine Möglichkeit die Buchstaben einzeln zu gießen. Ca. 50 Jahre später gab es schon 20 Städte mit Druckereien, die meisten von ihnen in Süddeutschland.
In den ältesten gedruckten Büchern, auch Inkunabeln ( lat. Cunabula = Wiege ) genannt, wurde die Handschrift auf Lettern nachgeahmt. Wo dies nicht möglich war, z.B. bei Initialien, wurden die sogenannten Illuminatoren mit ihrem Farbenkasten einbestellt, die diese dann ausmalten.

Buchgestaltung

Später entfernte man sich von den Handschriftenvorbildern und begann Bilder in den Text zu drucken, anstatt sie nach dem Druck einzuzeichnen. Diese Holzschnitte dienten anfangs nur für den Maler, der sie anschließend anmalte. Die Bilder in den Büchern dienten weniger der Dekoration, als daß sie für den naiven Leser anschaulich machen sollten. Um 1480 wurden erste Mehrfarbendrucke mit Bildern in 4 Farben gefertigt.

Bucheinbände

Die Bucheinbände, meist aus Leder, wurden in den Druckereien, unter Umständen von gelernten Bindern, gefertigt. Hier gab es zwei Methoden: Die erste wurde per Plattendruck auf das Buch gebracht. Diese Methode war schnell und billig. Die zweite Möglichkeit war teurer und zeitaufwendiger, da sie mit kleinen Stempeln auf den Einband gebracht wurde.
Aus dem Orient kam dann später eine Methode zur Vergoldung der Einbände. Schließlich ersetzte der Rollendruck den Plattendruck, was Zeitersparnis und Erleichterung der Arbeit brachte. Auf den Einbänden wurde oftmals der Name der Werkstatt aufgedruckt.

Buchgestalt

Das Papier der Bücher des 16. Jahrhunderts ist schlechter geworden und die Schrift hat weniger Abkürzungszeichen als im 15. Jahrhundert. Die dargestellten Personen auf den Holzschnitten sind körperlicher geworden und die Perspektive wird jetzt richtig angewandt.
Schraffuren ersetzen jetzt die Farbe, da das Buch des 16. Jahrhunderts durch die Farbe oft verdorben wird. Anstelle der Einbanddeckel aus Holz tritt nun Pappe, auf welcher sich allerdings keine Schließen oder Beschläge mehr anbringen lassen. Das Titelblatt, oft durch Bordüren in Holzschnitt geschmückt, gehört nun zum Bestand des Buches. Seit der zweiten Hälfte des 16. Jahrhunderts druckt man einige Zeilen des Titels gern in roter Farbe.

Adressen aus dem Netz:

Die Editio Theodoro-Palatina - der Name erinnert an die Mannheimer Akademie der Wissenschaften, die 1763 von Kurfürst Karl Theodor von der Pfalz gegründet wurde - stellt bedeutende Werke aus dern ersten drei Jahrhunderten des Buchdrucks in elektronischer Faksimilewiedergabe zur Verfügung.

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