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IL GESÙ: Der Prototyp der Jesuiten - Kirchen. Gemäß den Vorstellungen der Gegenreformation hat die Kirche ein einziges geräumiges Kirchenschiff, das die Teilnahme aller am Gottesdienst erlaubt.
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Die Arbeiten an der Innenausstattung des Gesù , die zum Zeitpunkt der Weihe (1584) noch kaum begonnen ahtten, kamen mit dem Tod des Förderers des Baues, des Kardinals Alessandro Farnese, im Jahre 1589, zum Erliegen. Erst fast ein Jahrhundert später, 1668 - 1683, wurden die Gewölbe mit den Fresken des Giovanna Battista Gaulli dekoriert. Den Hochaltar schuf 1834 - 1843 Antonio Sarti. Der Innenraum ordnet sich mit seinen breiten und verhältnismäßig kurzen Kreuarmen ganz der zentrierenden Kuppel unter. Die Anräume - Kapellen und Choretti - des ebenfalls nicht sehr tiefen Laghauses beeinträchtigen die Geschlossenheit und Einheitlichkeit des tonnengewölbten Saalraumes in keiner Weise, sie bescheiden sich damit, die Wandfelder zu gliedern. Diese Schöpfung des großen Einheitsraumes ist eine der wichtigsten und folgenreichsten Errungenschaften der römischen Frühbarockarchitektur und der jesuitischen Gegenreformation, sie übte daher auf die transalpine Sakralarchitektur großen Einfluß aus, wie zum Beispiel die Michaelskirche in München und die Jesuitenkirchen in Mannheim.