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Peter-Petersen Gymnasium
Klasse 11.3
Juni 1997/ Barockprojekt 2000
Referat: Lars Leiner
Jochen Boxheimer



Johannes Kepler

Biographie/Weltharmonik

Johannes Kepler wurde am 27.12.1571 in Weil der Stadt in Baden-Württemberg geboren.

Seit seiner Geburt hat Kepler ein starkes Augenleiden. Mit 8 Jahren besucht Kepler die Lateinschule in Leonberg, hier bleibt er bis 1583 und geht dann auf die Klosterschule in Adelsberg von 1584-1586.

Mit 15 Jahren kommt er auf die Stiftsschule in Maulbronn und absolviert dort sein Bakkalaureatsexamen im Jahre 1588. Dank dieses Examen fängt er im Jahre 1589 am Tübinger Stift an zu studieren. Hier entdeckte sein Lehrer Mästlin seine mathematische Begabung und unterrichtete ihn privat in der kopernicanischen Planetenlehre. Nach seinem Studium erhielt Kepler seine erste Stelle als Mathematiklehrer und Landschaftsmathematiker 1594 in Graz.

1597 erschien sein erstes Werk mit dem lateinischen Namen Mysterium cosmographicum in dem er die Trinität, einer Kugel zuordnete.Um 1600 wird er, durch Gegenreform der Katholiken, nach Ungarn vertrieben. Kurze Zeit später versucht Kepler, nach Graz zurückzukehren ,wobei er seine ganze Habe verliert und nach Prag flüchtet. Durch Glück wird er hier der Assistent von Tycho Brahe, dem kaiserlichen Mathematiker. Nach einem Jahr jedoch stirbt Brahe und Kepler wird 1601 sein Nachfolger, ernannt von Rudolph II. 1612 nimmt er zusätzlich eine Stelle an der Landschaftsschule in Linz an, da der Kaiser seinen Auftrag, den Himmel in Form der „Rudolphinischen Tafeln" neu zuvermessen, dem er Kepler gab nicht regelmäßig bezahlte.

Zwischen 1617-1620 verschlechterte sich seine Lage in Linz immer mehr, da die protestantische Macht vor Ort gebrochen wurde. Dazu starb noch in dem selben Jahr seine Mutter, nachdem er sie gegen den Hexenvorwurf freisprach. 1626 wurde seine Bibliothek in Linz beschlagnahmt und die fertigen Teile der rudolphinischen Tafeln von Katholiken vernichtet. Kepler musste darauf- hin fliehen, nach 2 Jahren langer Flucht und unstetem Umherwandern gelangte er an Albrecht von Wallenstein und wurde 1628 dessen Hofastronom. Nachdem er von Wallenstein ebenfalls nicht regelmäßig bezahlt wurde, ging er 1630 nach Regensburg, um bei Kaiser Ferdinand II sein Gehalt zurück zu fordern. Dazu kam es tragischer Weise nicht, da er in Regensburg vor Erschöpfung zusammenbrach und als armer und betrogener Mann am 15.11.1630 in Regensburg starb.

Seine wichtigsten Arbeiten

1615 lieferte Kepler einen „ Bericht vom Geburtsjahr Christi" ab, indem er einen Zusammenhang zwischen dem Stern von Bethlehem und einer „ Großen Konjunktion" der Planeten Jupiter und Saturn herstellte, die damals von babylonischen Astrologen beobachtet worden war. Durch Rechnungen zeigt Kepler, dass Jesu 5 Jahre und nicht 1 Jahr vor unserer heutigen Zeitrechnung geboren wurde.

In seinen „neuen Inhaltsberechnungen der Weinfässer" beschreibt Kepler eine Ellipse als „ablenger Circkel", ein Trapez als „Spießeckich", den Tangenz als „Anstreicher" und eine Pyramide als „zugespitzte Seule".

Seine erste große Arbeit erschien 1609 „Astronomia nava" in der Kepler seine neue Astronomie als Physik des Himmels versteht, und versucht zu erklären, dass die Bewegung der Planeten durch Kräfte erfolgt.

1619 erschien seine „Harmonice Mundi" auf die wir nun besonders eingehen wollen.