Sport-Seiten des Oberschulamts Karlsruhe. Diese Seiten wurden am 24. April 1999 veröffentlicht.

Auszug aus dem Sport-Info 1/99

Badischer Handball-Verband:

Handballspielen auf dem Rasen

Notwendigkeit und Chance für den Sportunterricht

Das Handballspielen auf einem Rasenplatz ist natürlich keine neue Idee, sondern so ist das Handballspielen entstanden (Großfeldhandball). Im Folgenden wollen wir darlegen, warum Handball auf dem Rasenplatz eine sinnvolle Alternative ist, die ohne großen Aufwand realisiert werden kann.

Beim Unterricht nach dem "spielgemäßen Konzept" kommt das eigentliche Zielspiel zu kurz. Oft ist es auch im begrenzten Raumangebot (1/3 Halle) nur schwer realisierbar. So fehlt das größte Erfolgserlebnis beim Handball, der "erfolgreiche Torwurf".

Handballspielen auf dem Rasen hat Vorteile durch:

Hinzu kommt:

hbaufrasen.jpg (3640 Byte)Handballtransfer ins Freie leicht organisiert:

Für den Aufbau eines Handballfeldes auf dem Rasen werden benötigt:

 

Das Bauband wird geradlinig auf dem Boden mit den Nägeln befestigt, dies ist dann der "Wurfkreis". Aus je zwei Tellerpfosten wird ein Tor gebildet. Eine seitliche Begrenzung ist nicht notwendig, genügend Abstand zum Nachbarfeld dürfte kein Problem sein. Es darf auch außerhalb der Kreislinie gespielt werden.

Torgröße und Abstand der Kreislinie vom Tor (normalerweise 6 m) sind frei wählbar.

Wir orientieren uns am Raumangebot und am Leistungsvermögen der Schülerinnen und Schüler.

So kann es durchaus sein, dass bei zwei aufgebauten Feldern Torgröße und Kreisabstand verschieden sind.

Ein Problem des Handballspielens auf dem Rasen könnte sein, dass die Bälle beim Wurf sehr weit wegfliegen können. Eine Möglichkeit, dies zu verhindern, wäre, vorhandene Tore (z.B. Kleinfeldfußballtore) mit Netz hinters Tor zu stellen (andere Möglichkeiten siehe unten).

Gespielt werden sollte mit maximal 4 Feldspielern pro Mannschaft, dabei sollten die Gruppen leistungshomogen sein. So kommt es zu einem guten Mannschaftsspiel, bei dem von außen wenig eingegriffen werden muss. So kann sich die Lehrkraft intensiver um das Spielfeld kümmern, in dem die etwas Schwächeren spielen.

Das Problem des Ballholens nach dem Torwurf kann auch folgendermaßen gelöst werden:

Rechenbeispiel mit 24 Schülerinnen /Schülern:

4 Mannschaften mit je 6 Spielern, jede Mannschaft stellt zwei Torleute.
Spiel 4 gegen 4 mit zwei Torleuten (s.o.) auf zwei Feldern ohne Schiedsrichter. Die Lehrkraft fungiert nur vermittelnd.

 

Lutz Landgraf, Landestrainer Handball im BHV

Richard Oger, Schulsportreferent im Handballkreis Khe

 

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