Sport-Seiten des Oberschulamts Karlsruhe. Diese Seiten wurden am 17. November 2000 veröffentlicht.

vbtrans.gif (1179 Byte)Auszug aus dem Sport-Info 2/2000

 

Auswirkungen der neuen Schiedsrichterregeln auf Schulvolleyball

Zählweise

  • Bei Jugendlichen wird auf zwei Gewinnsätze im Rally-Point-System bis 25 Punkte (2 Punkte Vorsprung) gespielt. Muss ein 3. Satz die Entscheidung bringen, wird ebenfalls im Rally-Point-System gespielt, jedoch nur bis 15 Punkte (2 Punkte Vorsprung). In diesem Satz werden nach 8 Punkten die Seiten gewechselt.
  • Erwachsene spielen entsprechend auf drei Gewinnsätze.

Aufschlag

  • Es ist kein Fehler mehr, wenn ein Aufschlag das Netz –innerhalb der Antennen– überquert und dieses dabei berührt.

    Kommentar: Für die Schule eine sinnvolle Erleichterung, da diese Regel zu weniger Spielunterbrechungen führt.

Deckenberührung

  • Im Jugendbereich ist nach dem ersten Ballkontakt der jeweiligen annehmenden Mannschaft eine Deckenberührung erlaubt. Unter einer Deckenberührung ist das einmalige Berühren und direkte Zurückspringen des Balles von der Decke oder einer fest mit der Decke verbundenen Vorrichtung (Basketballkorb, Seile, usw.) zu verstehen. Bleibt der Ball an der Decke oder einer Vorrichtung hängen, so liegt ein Fehler vor.
  • Kann der Ball nach einer Deckenberührung von der eigenen Mannschaft nicht mehr regelgerecht berührt werden, so liegt ein Fehler vor.

Gehaltene/Geworfene Bälle

  • Bei der 1. Ballberührung wird nur vereinzelt gepfiffen. Nur klar „gehaltene und geworfene“ Bälle sind zu pfeifen (hier wird deutlich weicher entschieden als früher). Lieber einmal weniger das Spiel unterbrechen als einmal zu viel pfeifen!!
  • Bei der 2. Ballberührung wird genauso wie früher entschieden nur etwas großzügiger bei Kampfbällen und schwierig zu spielenden Bällen („klarer Ball“=„klare Entscheidung“; „Kampfball mit erheblichem Einsatz“=„weichere Entscheidung“).
  • Bei der 3. Ballberührung wird wie früher gepfiffen (von der Hand erteilte Lobs sind abzupfeifen, auch als Block kann man „halten“ und „werfen“).

Libero

  • Der Libero darf für jeden Hinterspieler eingetauscht werden (zählt nicht als Spielerwechsel). Austauschaktionen sind in ihrer Anzahl unbeschränkt, es muss aber mindestens ein Spielzug zwischen zwei Austauschaktionen liegen. 
  • Ein Libero kann nur durch denjenigen Spieler wieder ausgetauscht werden, für den er eingetauscht wurde.
  • Der Libero kann nur als Hinterspieler agieren, und es ist ihm nirgendwo erlaubt, einen Angriffsschlag oberhalb der Netzkante auszuführen. Außerdem darf er weder aufschlagen, blocken noch einen Blockversuch durchführen.
  • Ein Spieler darf nach einem Zuspiel des Liberos in der Vorderzone den Angriff nicht oberhalb der Netzkante ausführen. Erfolgt die gleiche Aktion des Liberos aus dem Hinterfeld, besteht für den Angreifer keine Einschränkung.
  • Die Spielerkleidung des Liberos muss sich farblich von den Trikots der anderen Mannschaftsmitglieder abheben.

Wolfgang Mai, Oberschulamtsbeauftragter VB
Wilhelmi-Gymnasium Sinsheim

 

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