Salim Alafenisch  

Nach oben Dirk Nowakowski Salim Alafenisch Gabriele Beyerlein

Salim Alafenisch begegnet der 6a und 6d

Ein besonderes Erlebnis bereitete Salim Alafenisch am 22. Oktober der 6a und 6d: Er erzählte heitere Geschichten und Märchen aus seinen bekannten Büchern ebenso wie nachdenklich stimmende jüngere Geschichten wie z. B. über den Versuch der Wüstenbewohner, den in der Wüste lebenden Tieren Esel, Ziegenbock und Kamel die Einhaltung der Ländergrenzen in der Wüste beizubringen. In dieser Parabel thematisiert Alafenisch das Problem des willkürlichen Grenzverlaufs in Palästina, ohne ein einziges Mal den Ort der Handlung überhaupt zu nennen. Und das auf eine witzige, amüsante Weise mit dem ihm eigenen hintergründigen Humor.

Salim Alafenisch wurde 1948 als Sohn eines Wüstenschaichs in der Negev-Wüste geboren. Als Kind hütete er die Kamelherde seines Vaters, mit vierzehn Jahren lernte er Lesen und Schreiben. 1971 legte er in Nazareth das Abitur ab. Nach einem einjährigen Aufenthalt in London am Pronceton College studierte er Ethnologie, Soziologie und Psychologie in Heidelberg, wo er seit 1973 lebt. Er ist verheiratet und hat zwei Töchter. Seine Erzählungen richten sich an Erwachsene, Jugendliche und Kinder.

Am Ende gab es "Lesezeichen" der besonderen Art: Der Autor signierte "Lesezeichen" und ergänzte die Buchzeiger mit dem in Arabisch geschriebenen Vornamen von jedem Schüler. Auf die Rückseite sollten die Schülerinnen und Schüler den Aphorismus "Wer liest, lebt zweimal ohne zweimal zu sterben" schreiben. Stolz präsentierten alle ihre "Lesezeichen".

 

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