Salim Alafenisch begegnet der 6a und 6d

Ein besonderes Erlebnis
bereitete Salim Alafenisch
am 22. Oktober der 6a und 6d: Er erzählte heitere Geschichten und Märchen aus
seinen bekannten Büchern ebenso wie nachdenklich stimmende jüngere Geschichten
wie z. B. über den Versuch der Wüstenbewohner, den in der Wüste lebenden Tieren
Esel, Ziegenbock und Kamel die Einhaltung der Ländergrenzen in der Wüste
beizubringen. In dieser Parabel thematisiert Alafenisch das Problem des
willkürlichen Grenzverlaufs in Palästina, ohne ein einziges Mal den Ort der
Handlung überhaupt zu nennen. Und das auf eine witzige, amüsante Weise mit dem
ihm eigenen hintergründigen Humor.
Salim Alafenisch wurde
1948 als Sohn eines Wüstenschaichs in der Negev-Wüste geboren. Als Kind hütete
er die Kamelherde seines Vaters, mit vierzehn Jahren lernte er Lesen und
Schreiben. 1971 legte er in Nazareth das Abitur ab.
Nach einem einjährigen Aufenthalt in London am Pronceton College studierte er
Ethnologie, Soziologie und Psychologie in Heidelberg, wo er seit 1973 lebt. Er
ist verheiratet und hat zwei Töchter. Seine Erzählungen richten sich an
Erwachsene, Jugendliche und Kinder.
Am Ende gab es "Lesezeichen" der besonderen Art: Der Autor
signierte "Lesezeichen" und ergänzte die Buchzeiger mit dem in Arabisch
geschriebenen Vornamen von jedem Schüler. Auf die Rückseite sollten die
Schülerinnen und Schüler den Aphorismus "Wer liest, lebt zweimal ohne zweimal zu
sterben" schreiben. Stolz präsentierten alle ihre "Lesezeichen".
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