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Das Biotop Savanne, Die ökologische Gliederung der Savanne,
Ameisen und Flötenakazien, Nahrungsbeziehungen in der Savanne,
Zebrastreifen, Reduzenten in der Savanne,
Nacktmulle – staatenbildende Säugetiere,
Migration: Die Wanderungen der Gnus,
Elefanten, Savanne - Wiege der Menschheit,
Die Maasai - Bewohner der Savanne
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Das Biotop Savanne
Was ist ein Biotop?
Das
Wort Biotop kommt aus dem griechischen: bios(Leben); topos(Ort). Ein
Biotop ist ein Lebensraum einer Lebensgemeinschaft mit einheitlichen
Lebensbedingungen.
Diese werden durch eine charakteristische Pflanzen- und Tierwelt
und eine bestimmte Organismenzusammensetzung gekennzeichnet.
Was ist eine Savanne?
Drei Savannentypen
Was
ist eine Savanne?
Savannen
sind Ökosysteme mit zerstreutem,
tropischem Grasland, das sich beiderseits des Äquators an Regenwälder
anschließt.
Savannen
nehmen ca. 15% der Festlandsfläche der Erde ein.
Es gibt drei Savannentypen mit einer Vielfalt von Tieren.
In Savannen findet jährlich in der Regel ein zweimaliger Wechsel
von Regen- und Trockenzeiten statt
Drei
Savannentypen
Dornsavanne
Die
Dornensavanne befindet sich in Kenia im Norden und Osten mit Ausnahme des
Küstenstreifens. Im
wesentlichen besteht die Vegetation der Dornensavanne aus nur 1-3m hohen
Dornenbüschen und Bäumen, die nur minimales Laubwerk tragen.
Es fallen jährlich 200-700 mm Niederschläge. Die Dürre, die sich auf
zwei Trockenzeiten verteilt, dauert 7-10 Monate.
Trockensavanne
In
der Trockensavanne wächst wenig Gras und Kraut. Dafür gibt es riesige
Grasflächen(Grasland). Im Jahr fallen 500-1200 mm Niederschläge, jedoch
gibt es auch 5-7 Monate Trockenzeit. Häufig findet man in der
Trockensavanne den
Baobab, und dichte Akazienwälder.
Feuchtsavanne
Pflanzen
und Tiere sind in der Feuchtsavanne in den verschiedensten Biotopen zu
finden.
Bäume verschiedener Arten sind charakteristisch. Selbst wenn die
Trockenzeit 2-5 Monate anhält, wächst das Gras 2-3m hoch.
Dies ist durch die hohen Niederschläge, die im Jahr fallen, möglich.
Entstehung der Savanne
Savannen
entstehen meist zwischen Regenwäldern und Wüsten. Es müssen drei
Bedingungen gegeben sind, damit eine Savanne überhaupt entstehen kann:
die entsprechende Bodenbeschaffenheit, Niederschlagsmengen und natürlich
aufkommende Buschbrände.
Die
Niederschlagsmengen bestimmen wie üppig das Graswachstum ist, während
die Bodenzusammensetzung bestimmt, welche Pflanzen wachsen können. Büsche
und Bäume, die ihre Nahrung aus tieferen Bodenschichten beziehen,
bevorzugen sandige bzw. steinige Böden.
Tonhaltige Böden fördern die Gräsern, deren Wurzelgeflecht die oberen
Bodenschichten durchzieht.
Pflanzen, die Wasser in ihren Stämmen speichern können um so längere
Trockenzeiten überstehen zu können, wachsen vorwiegend in Gebieten mit
nur wenigen Niederschlägen. Sukkulenten, der Flaschenbaum sowie der
Affenbrotbaum (auch BAOBAB genannt), gehören zu diesen Pflanzen.
Die natürliche Auslese der Savannenvegetation wird von den Buschbränden
vollzogen. Das Gras verbrennt zwar, jedoch bleiben Samen und Wurzeln unter
der Erde unbeschädigt. Bäume schützen sich mit einer intakten Borke,
Nur erkrankte Bäume brennen ab. Buschbrände schaffen in den Savannen
platz für neue Pflanzen und düngen mit der Asche den Boden.
Auch der Mensch ist für die Entstehung von Savannen verantwortlich: durch
die Vernichtung von Wäldern infolge Branddrohung, wonach Savannen
auftraten, die auch landwirtschaftlich genutzt werden können.
Es
gibt drei Savannentypen: Dornensavanne, Trockensavanne und die
Feuchtsavanne.
Die Dornensavanne ist meist ein Übergangsraum zur Wüste, während die
Trockensavanne der Übergangsraum zwischen Dornen- und Feuchtsavanne ist
(z.B. die Kalahari, im südlichen Afrika).
Die
Feuchtsavanne ist der Übergangsraum zwischen Trockensavanne und
tropischen Regenwald, mit übermannshohem Grasbewuchs, größeren Sträuchern
und bereits schon kleineren Wäldern.
(Quelle:
H.u. W. Hagen, Reiseführer Natur Ostafrika, BLV, München, 1991
K.W. Berger , Reise- Handbuch Kenia, Iwanowski, Darmagen, 1995)
Baobab
Ein typischer Baum der
Trockensavanne ist der tonnenförmige, auch als „Affenbrotbaum“
bezeichnete, mit längeren Schotenfrüchten lockende Baobab. In
Kisuaheli heißt er „Mbuyuni“, was auch soviel wie „beim Baobab“
heißt.
An der ostafrikanischen Küste stehen einige der ältesten Baobab Bäume
des Kontinents mit einem Alter von fast 2000 Jahren.
Diese Bäume erreichen leicht einen Stammdurchmesser von 7-10m und
über 20m Höhe. Das Holz kann wie ein Schwamm Unmengen von Wasser
speichern. Die
fasrigen Rinden, werden von verschiedenen Volksgruppen oft in langen
Streifen herausgeschnitten und zur traditionellen Web- und Seilherstellung
verwendet.Der Baobab, der einen ausgeholten Stamm haben kann, wird nachts
oft von Fledermäusen bewohnt, die die Blüten der Bäume bestäuben.
Viele
Leute wundern sich über die seltsame Form des Baobabs, welche nach einer
Sage so zu erklären ist: Vor vielen Jahren, als Gott die Welt erschuf,
sah der Baobab genauso aus wie alle anderen Bäume.
Jedoch beschwerte er sich darüber und wollte Veränderungen haben,
die ihn von den anderen Bäumen unterscheiden.
Er wollte unbedingt der größte und schönste aller Bäume sein. Vor
lauter Zorn über das ständige Meckern des Baobabs riss Gott den Baobab
aus der Erde und steckte ihn wieder umgekehrt in die Erde zurück.
Seitdem ragen nicht seine Äste, sondern seine Wurzeln in den
Himmel.
Eine andere Geschichte sagt aus, dass jeder, der eine Blüte vom Baobab
isst, von einem Löwen gefressen wird.
(Quelle:
Trees of Kenya)
Jenny
Hess, Gina Sachse
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Die ökologische Gliederung der Savanne
Stockwerke der Savanne:
| Stockwerke |
Bezeichnung: |
Baumarten |
Tierarten |
| (Baumkrone)
Kronenschicht |
Stockwerke
der Bäume bis zu: 15m |
Baumsukkulenten |
Vögel
z. B. Ohrgeier, Giraffen , Elefanten usw. |
| Strauchschicht |
Nächst
tiefere Etage bis zu : 1m |
Straucharten
der Savanne |
Antilopen
und Gazellen |
| Krautschicht |
Am
Boden wachsende Pflanzen |
Grass
und Krautarten |
Insekten,
kleinere Säugetiere, Gazellen u. Zebras |
| Wurzelschicht |
Unterirdisches
Stockwerk |
wurzeln |
Unterirdische
Lebewesen, z. B. Nacktmulle, Termiten usw. |
Ökologische
Nische:
Eine
ökologische Nische liegt vor, wenn mehrere Tiere in einem Lebensraum
leben können und sich nicht in die Quere kommen, sondern mit einander
auskommen können.
Ökolog.
Nische = konkurrenzfreie Lebensart
In
der Savanne leben viele Tierarten, die mit einander auskommen müssen.
Deshalb dürfen sich diese Tiere nicht in die Quere kommen z. B. bei der
Nahrungssuche: Giraffe, Dik dik und
Zebras haben daher unterschiedliche Nahrungsansprüche. Giraffen fressen
Akazienblätter, Dik diks fressen Gras im dichten Busch und Zebras fressen
ebenfalls Gras, jedoch auf freien Flächen. Die Raubtiere geraten
ebenfalls nicht in Konkurrenz, da z. B. Löwen u. größere Tierarten
meist nachts oder morgens reißen (Zebras, Büffel, usw.). Der Gepard ist
ehr tagaktiv und jagt kleinere Tiere ( z. B. Gazellen)
Raubtiere
u. Assfresser konkurrieren ebenfalls nicht, obwohl dies zunächst so
aussieht. Aber die Raubtiere erlegen ihre Beute selber u. Fressen es nur
frisch gerissen. Assfresser sind Müllschlucker, denn sie fressen die
Reste der erlegten und übergebliebenen Beute.
Quellen: Natura 2
Klett
und J. Christner, Abiturwissen Ökologie, Klett, Stuttgart 1995
Ameisen und
Flötenakazien
Die Ameisen, die in den Akaziengallen leben,
werden von der Hülle geschützt vor Wind, Wetter u. werden zudem auch
noch mit Nahrung versorgt. Die Ameisen schützen die Pflanze vor Parasiten
und Insekten. Ameisen und die Flötenakazie leben also in einer Symbiose
.
Hahnenschwanzameisen kommen in verschiedenen Farbformen vor ( meist sind
sie rötlich- schwarz. Ameisen
sind sehr sensible Tiere, sie können weit entfernte Erschütterungen
(starke und leichte) spüren. Wenn sie diese bemerken kommen sie sofort
aus den Hüllen und verteidigen ihre Eier und ihren Wohnplatz (die Flötenakazien.

Bild: Bert Wiedemann
Die Ameisen schützen die Flötenakazie vor
Insekten und anderen Fressfeinden, z. B. Giraffen durch Bisse. Allerdings
lassen sie manche Schmetterlingsraupen die Akazienblätter fressen, da
diese Eiweiß produzieren und die Raupen sich von den Ameisen melken
lassen. Ohne die Raupen würden die Ameisen nicht überleben, da sie die
Proteinquelle sind.
Symbiose:
Lebensgemeinschaft unter gegenseitigem Nutzen
Quelle:
Swara, East
African Wild Life Society, Volume 23, Number 2
Verfasser: Johannes
Gehrken, Axel Winkler
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Nahrungsbeziehungen in der Savanne
Das Ökosystem
der Savanne besteht aus der Lebensgemeinschaft der Organismen (Biozönose)
und deren Lebensraum (Biotop).
Biozönose: Die Organismen in
der Savanne leben so zusammen dass die Huftiere die
Pflanzen und Gräser fressen, und diese von den Raubtieren gefressen
werden.
Beispiel für eine
Nahrungsbeziehung in der Savanne: Elenantilope und Löwe
Die Elenantilope( Konsument 1
Klasse) wohnt wie auch der Löwe( Konsument 2 Klasse) in der Grassavanne.
Die Elenantilope lebt dort, weil in der Grassavanne ihre Nahrung wächst,
das Gras( der Produzent), welches sehr nährstoffreich ist.
Der Löwe lebt dort weil es dort Nahrung für in gibt.( z.b. Elenantilope,
Zebras...)
Die Geier ( Assfresser) fressen die verendeten oder gerissenen Konsumenten
erster und zweiter klasse. Assfresser gehören zu den Reduzenten. Diese
beseitigen tote biologische Masse.
Gras, Elenantilope und Löwe bilden somit eine einfache Nahrungskette:
Gras (Produzent von biologischer
Masse) ®
Elenantilope (Konsument 1. Ordnung, Pflanzenfresser) ®
Löwe (Konsument 2. Ordnung, Fleischfresser)
Die Elenantilope ist wie alle anderen
Huftiere auch sehr schnell und kann so vor den Raubtieren
wegrennen und kann mit ihren langen Beinen mühelos über sehr lange
Distanzen wandern.
Dadurch dass der Löwe eine sehr gute Tarnfarbe (braun) hat, kann er sich
sehr gut im langen Savannengras verstecken und so an seine Opfer
heranschleichen und dann durch einen Überraschungssprint seine Opfer
erreichen ,dieses dann in den Hals beißt .Das Opfer wird erwürgt oder
ihm wird das Genick gebrochen.
Weitere Raubtiere
Der Leopard lebt ebenfalls in der
trockenen -Gras und Baumsavanne. Er ernährt sich
von Pavianen, Warzenschweinen und Nagetieren. Er
kann sehr schnell rennen und auf Bäume klettern, auf die er auch seine
Beute hinaufträgt und dort frisst.
Der Gepard lebt auch in der Grassavanne. Er kann sich wegen seiner kleinen
Körpergröße sehr gut im Gras verstecken
.Er ist ein („Sprint Jäger“) Hetz-Jäger , er sprintet aus
seinem Versteck heraus mit einer
Geschwindigkeit von über 100km/h. Dann jagt er sein Opfer bis er ihm ins
Genick beißen kann. Er bleibt dann plötzlich stehen und bricht seinem
Opfer das Genick durch die plötzliche Stoppkraft und seine extrem starke
Beißkraft.
Die Tüpfelhyäne lebt ebenfalls in der Grassavanne und jagt dieselben
Beutetiere wie der Löwe und andere. Die Tüpfelhyäne
wird oft fälschlicherweise als Assfresser bezeichnet, was nur zum teil
stimmt, denn sie ist auch ein guter Jäger.
Die Tüpfelhyänen Jagen so wie die Wildhunde gemeinsam in einem Rudel
wodurch sieh ihre Chancen zum erfolgreichen Jagen sehr viel erhöhen.
Die Tüpfelhyäne kann sich durch ihre braune Fell Farbe
sehr gut im Gras verstecken.
Nahrungsnetz (Netz der
Nahrungsbeziehungen) in der Savanne:
Natura 2
Klett
und J. Christner, Abiturwissen Ökologie, Klett, Stuttgart 1995 /
Jonathan Scott´s Safari Guide..., Kensta, Nairobi 1997 Christian
Denter und David Seifert |
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Zebrastreifen
Die Streifenzeichnung, die Zebras von
anderen Arten der Pferdefamilie unterscheidet, gilt als Tarnfärbung gegen
Tsetsefliegen: für die Komplexaugen dieser Insekten, welche die
Naganseuche (Schlafkrankheit) übertragen, löst das Streifenmuster
vermutlich die Körperumrisse der Zebras auf, da sie nur einen Teil des
Zebras sehen. Für Raubtiere ist die Streifenzeichnung, im Gegensatz zur
Tsetsefliege, sicher keine Tarnfärbung. Denn Löwen z.B. haben ähnliche
Augen wie Menschen und sehen Zebras wegen der auffälligen Streifen dann
umso besser.
Man weiß ja, dass keine zwei Menschen dieselben Fingerabdrücke haben.
Bei den Zebras trägt jedes ein anderes Streifenkleid. Manche haben auf
schwarzem Grund ganz feine, weiße Streifen. Außerdem gibt es bei den
Zebras unterschiedliche Zeitpunkte, wann die Streifen erkennbar sind. Der
Grund ist vermutlich die unterschiedliche Breite der Streifen. Zebras
werden in drei Arten und mehrere Unterarten eingeteilt, die sich in ihrem
Streifenmuster unterscheiden.

Die
kleinste Art ist das Bergzebra,
es hat einen kräftigen, muskulösen Körper. Es ist bis auf den Bauch und
die Innenseite der Schenkel silberweiß gefärbt und hat schwarze Streifen
und Flecken. Die Kopfzeichnung ist braun, die Schnauze kastanienbraun bis
hellbraun gefärbt. Leider leben heutzutage nur noch Restbestände.
Die häufigste Art, das Steppenzebra,
ist hellgelb und hat breite, schwarze Streifen, die sich mit helleren, so
genannten Schattenstreifen, abwechseln. Es besitzt die Streifen bereits 3
Wochen nach der Befruchtung. Bei einigen Individuen ziehen sich die
Streifen bis hinunter zu den Hufen, bei anderen sind die Fesseln weiß.
Eine schon ausgerottete Unterart
der Steppenzebras war dunkler als das Bergzebra und nur an Kopf, Hals und
Schultern gestreift.
Die größte Artist das Grevyzebra,
das schon 5 Wochen nach der Befruchtung deutlich schmale Streifen hat.
Obwohl diese Art früher sehr verbreitet war, kommt sie heute nur noch
sehr selten in Westafrika, aber häufig in Ostafrika vor. Grevy- und
Steppenzebras unterscheiden sich in der Breite der Streifen, denn das
Grevyzebra hat deutlich schmalere Streifen, als das Steppenzebra.
Quelle: Unterricht Biologie Nr. 235,
Friedrich-Verlag Juni 1998, Bild: http://www.worldwildlife.org/windows/images/zebras.jpg
von Stephanie Habazin und Antje Rüd
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Reduzenten in der Savanne
Termiten
sind wichtig für die Savanne, weil sie abgestorbene Pflanzen abbauen und
den Boden belüften. Überall in der Ebene und den Waldgebieten der
Savanne sieht man ihre Hügel steil in die Höhe ragen. Die aus Erde
gebauten Termitenhügel werden durch den Speichel der Tiere
zusammengehalten. Termiten
sind klein, farblos oder cremefarben und leben vor allem unter der Erde,
wo sie Gänge und Tunnels bauen, die sie zu ihrem bevorzugten Futter
bringen. Sie fressen vor allem nachts totes Laub, Holz, Pflanzen und
Graswurzeln.
Die
Termitengesellschaft besteht aus 3 Kasten.
Die Aufgabe der ersten Kaste besteht in der Aufzucht von König und Königin.
Das Königspaar lebt über Jahre hinweg im Zentrum des Termitenbaus. Es
erzeugt alle anderen Termitenkasten. Geschlechtsreife junge Termiten
verlassen den Bau in warmen Nächten, häufig nach dem Regen. Sie fliegen
zu Tausenden durch die Luft auf der Suche nach Geschlechtspartnern. Oft
versammeln sie sich auch in gigantischen Schwärmen um Lichtquellen herum.
Die Arbeiter bilden die zweite Termitenkaste. Die unfruchtbaren Arbeiter
haben normalerweise keine Augen und sind farblos. Sie sind für das
Futtersammeln verantwortlich und Baumeister. Die dritte Kaste sind die
Soldaten. Diese Termiten sind größer, haben schwere, gut geschützte Köpfe
und lange Zangen. Ihre Aufgabe besteht darin, den Bau vor eindringenden
Ameisen oder anderen Feinden zu schützen.
Termitenbauten
verfügen über lange vertikale Gänge, die bis weit in den Erdboden
hinein reichen und die Kolonie mit frischer Luft versorgen. Diese Gänge
bieten gleichzeitig vielen anderen Tieren wie Schlangen, Mungos und Mäusen
ein angenehmes Zuhause. Kluge Menschen stecken niemals ihre Hand in die Öffnungen
eines Termitenbaus...

Bildquelle: www.bdks-dv.de
Bei
einer Safari in der Serengeti kann man beobachten, wie Weißschwanzgnus,
Topi-Antilopen, aber auch Jäger wie Geparden oder Löwen die Bauten der
Termiten als nützliche Aussichtspunkte verwenden. In der Ebene erlaubt
selbst eine Erhöhung von einigen Zentimetern einen beeindruckenden Überblick,
der hilft entweder Nahrung oder Gefahr zu erspähen
Durch das Auftürmen von Erde tief aus dem Erdreich verändern Termiten
die Landschaft der Serengeti grundlegend. Die Erde tief im Erdreich ist
salz- und alkalihaltiger als das Erdreich der Oberfläche. So findet man
im Umkreis eines jeden Termitenhügels salzhaltige Erde. Auf diesem
mineralhaltigen Grund wachsen resistente Grassarten wie das Bermudagras (Cynodon
dactylon) und die Fingerhirse (Digitaria macroblephora), die in der
umliegenden Gegend nicht gedeihen. Dadurch, dass sie das Wachstum neuer
Pflanzen ermöglichen, erhöhen Termiten die Vielfalt der Lebensräume und
so wahrscheinlich auch der Tierarten.
Die größten Feinde der Termiten sind Ameisen und Erdwölfe. Ameisen wie
die Flüsterameisen sind auf den Angriff von Termiten und das Verzehren
derselben spezialisiert. Flüsterameisen leben in Kolonien von nur wenigen
Hundert Tieren und ziehen jeden Morgen aus, um Termiten zu suchen. Sobald
die Truppe einen Termitenbau findet, scheinen sie sich für einen Moment
zu beraten, teilen sich dann auf und umzingeln den Bau. Plötzlich greifen
sie an und schnappen sich so viele Arbeitertermiten wie möglich, bis die
Soldaten eingreifen. Wir können Flüsterameisenkolonnen beobachten, wie
sie Straßen überqueren oder die Ebene durchwandern, dabeihat jede
einzelne drei bis vier Termiten auf ihrem Kopf aufgetürmt. Seien Sie
vorsichtig: Flüsterameisen, die bei Bedrohung ein flüsterndes Geräusch
erzeugen, beißen sehr schmerzhaft zu.
Erdwölfe
sind eine Hyänenart, die im Süden und Osten Afrikas lebt. Sie gleichen
im Aussehen den Streifenhyänen, sind jedoch mit nur 50 cm kleiner als
diese. Anders als andere Hyänen sind sie auf Insekten, insbesondere
Termiten, spezialisiert. Jede Nacht wandern die Erdwölfe auf der Suche
nach aktivenTermitenbauten durch Ebenen und Waldgebiete. Wenn der Erdwolf
Termiten auf der Oberfläche findet, kann er bis zu einem kg an einem
Abend verzehren. Dieses Tier ist ein Einzelgänger, obgleich sich offenbar
Männchen und Weibchen auch Reviere teilen.
Die
Termiten verarbeiten die tote Biomasse in der Savanne,( z. B. abgestorbene
Bäume u. Pflanzen usw.
Durch diese Verarbeitung wird die Savanne sauber gehalten und dadurch
entsteht ein Stoffkreislaufkreislauf zwischen Leben und Tot, so wird das
Tote von anderen Tieren benutzt um zu leben. Wegen dieser Lebensweise
bezeichnet man Termiten als Reduzenten.
Quelle: Materialien Ökologie, Schrödel 1998 /
Unterricht Biologie Nr. 269, Friedrich-Verlag Nov. 2001 Amanuel
Grunder, Jesko von Dessauer, Viviana Seré |
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Nacktmulle
(naked mole rats) - staatenbildende Säugetiere
Nacktmulle sind 7 bis 8 cm lang , mit einem 1 cm langen
Schwanz .Sie wiegen zwischen 25 und 40 Gramm. Sie haben sehr wenig Haare .
Ihre Haut ist faltig , pink und gelb. Ihre Augen sind sehr klein und
werden wenig zum Sehen gebraucht .Sie haben kleine Ohren und einen guten
Geruchssinn. Sie haben auch große Vorderzähne. Sie haben eine Hautfalte
, die, die Nase vor Dreck und Staub schützt.
Nacktmulle laufen auf allen Vieren und können genauso
schnell vorwärts wie rückwärts
gehen. Sie piepsen wenn sie sich bedroht fühlen.

Quelle:www.boxmind.com
Nacktmulle werden in dürren Regionen gefunden , hauptsächlich
im Zentrum und Osten Äthiopiens zentralen
Somalia und Kenia . Sie leben in unterirdischen Kolonien mit ausgedehnten
und komplexen Tunnel-Systemen in
hartem Ton und Sand.
Nacktmulle sind
sehr aktiv am Morgen , um den
hohen Temperaturen am Nachmittag zu entgehen . Meistens graben sie nachdem
es geregnet hat , da dann die Erde feucht und weich ist .Sie leben in gut
organisierten Kolonien , die bis zu 100 Teilnehmer pro Gruppe enthalten können
, jedoch normal sind nur 20 bis 30 Tiere in einer Gruppe . Das dominante
Weibchen (die Königin), die ungefähr 20 Gramm mehr wiegt als die anderen
wiegt führt die Kolonie an. Die Arbeiter helfen einander beim Tunnel
graben, Essen zusammen
bringen und beim Einbringen von Nest-Materialien für die Königin und den
nicht Arbeitern zu bringen . Die Arbeiter benutzen ihre Zähne um
die Erde zu meißeln sie benutzen ihre Hinterbeine um die Erde nach hinten
durch den Tunnel zu schieben . Der größere , nicht arbeitende
Soldat verteidigt die Kolonie.
Die Königin regiert durch ihr Verhalten und wahrscheinlich durch Pheromone
(Sexuallockstoffe), die durch ihren Urin freigesetzt werden. Wenn sie
stirbt, kämpfen die anderen Weibchen manchmal bis zum Tod darum, Königin
zu werden.
Nacktmulle benutzen einen zentralen Toilettenraum. Da sie an diesem Platz
oft vorbeilaufen, hat jeder in der Gruppe den gleichen Geruch. Sie tun
dies, um die Angehörigen ihrer eigenen Kolonien zuerkennen. Wenn einer,
der nicht aus ihrer Kolonie stammt, in den Bau kommt, bekämpfen sie ihn.
Männchen und Weibchen sind schon ab einem Jahr geschlechtsreif. Weibchen
sind für 70 Tage trächtig. Die Königin ist jedoch die einzige, die gebärt,
da nur sie Geschlechtsverkehr mit einem bis drei Männchen hat. Sie gebärt
einmal im Jahr, falls die Jungen nicht überleben mehrmals. Die
Neugeborenen werden blind geboren und wiegen ungefähr 2g. Die Königin füttert
und versorgt die Neugeborenen während des ersten Monats, dann übernehmen
die Arbeiter das Babysitten und füttern die Jungen mit Vorverdautem bis
sie alt genug sind, um das normale Essen zu fressen. Nacktmulle fressen
Wurzeln und Pflanzenknollen.
Einer der größten Feinde der Nacktmulle sind Schlangen. Die größeren
Soldaten greifen Schlangen mit ihren scharfen Zähnen an.
Quellen: www.nakedmolerats-in-africa.com
/ Unterricht Biologie Nr. 269, Friedrich-Verlag Nov. 2001 / SWARA,
EAWLS-Magazine Vol. 22:2-3, April-September 1999
Amanuel Grunder und Jesko von Dessauer |
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Migration: Die Wanderungen der Gnus
Fast zwei Millionen Tiere auf der
unendlichen Wanderung immer dem Regen hinterher. Ein eindrücklicheres
Schauspiel gibt es sonst nirgendwo auf der Welt. Der Zug der Gnus prägt
das Ökosystem der Serengeti. Schon vor einer Million Jahren sind die Gnus
gewandert, dies zeigen Fossilienfunde. Ohne die Wanderung wäre ein Überleben
in der Serengeti für die Gnus nicht möglich, da die Wasserstellen
austrocknen und das Gras nicht für alle Tiere reichen würde. Der
Gnubestand hängt nicht nur von der Regenmenge, sondern auch von
Katastrophen wie Buschbränden und Krankheiten ab. Mit den Gnus ziehen
auch die Zebras.
Die
Reiseroute
Fast
das ganze Jahr hindurch wandern die Gnus und Zebras durch Tansania.
In der Regenzeit von Dezember bis Juni halten sich die Gnus in der
Ebene am Fuß des Ngorongoro Kraters auf, hier werden auch die Kälber
geboren.
Ende Juni wird das Gras langsam knapp und die Tiere müssen weiter nach
Westen in Richtung Victoria See ziehen, wo es unter dessen Einfluss mehr
Regen gibt.
Im Juli geht es dann in Richtung Kenia in die Maasai Mara, wo sogar in der
Trockenzeit Niederschläge fallen. Sobald die Sommerregenzeit einsetzt,
wandern die Gnus wieder zurück in die Serengeti.
Migrationforschungen
Ältere Forschung
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Neuere Forschung
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Grzimek:
Vater und Sohn, zwei sehr bekannte Zoologen, versuchten den Gnus und
Zebras auf ihrer langen Wanderung zu folgen, indem sie einigen
Tieren bunte Halsbänder umbanden.
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Zoologische Gesellschaft
Frankfurt: Durch
Befestigung von Minicomputern und Peilsendern an den Tieren kann man
diese über Satelliten auf ihrem
Zug beobachten. Seitdem dieses neue System existiert, kann
man ziemlich genau feststellen, welchen Weg die Herden nehmen.
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Serengeti Research Institute:
In den frühen siebziger Jahren versuchte diese Gesellschaft die
Gnuwanderung durch monatliche Suchflüge mit Kleinflugzeugen zu überwachen.
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Gefahren
Auf dem Weg durch die Savanne lauern
viele Gefahren. Für ungefähr 3000 Löwen, 7000 Hyänen, Schakale, Geier,
Krokodile und andere Raubtiere
steht hier ein riesiges Festmahl bereit. Nur wenige Gnus sterben eines natürlichen
Todes, viele werden sogar schon als Jungtiere gerissen. Obwohl

überqueren
werden. Da die Krokodile
hauptsächlich die
Gnus am Rand der Herde reißen, werden die jüngeren Tiere in die
Mitte genommen. Andere
Wildtiere verlassen sogar ihre Rudel, Raubvögel ihre Nistplätze, um der
Gnuherde zu folgen.
Man würde nun denken, dass vor allem
diese Tiere für die Dezimierung der Herden verantwortlich sind. Tatsächlich
aber fallen die meisten Gnus Viren und Krankheiten zum Opfer.
So ist z. B. in den frühen 80-er
Jahren die Rinderpest in der Nähe des Parks aufgetreten. Die Gnus blieben
zwar zum Glück weitgehend verschont, aber viele Büffel und Elen-
Antilopen starben. Um zu verhindern, dass dies nochmals passiert, wird
inzwischen regelmäßig in der Umgebung des Parks geimpft.
Die
Gnus
Die Gnus gehören zu den Antilopen und
bieten einen seltsamen Anblick. So haben sie beispielsweise einen
seltsamen langen, weißgrauen Bart am Hals und sowohl weibliche als auch männliche
Tiere tragen Hörner. Sie haben eine längliche Kopfform und ihre
Hinterbeine sind kürzer als die Vorderbeine. Ihr Schwanz sieht fast aus
wie ein Pferdeschweif.
In
der Serengeti gibt es noch ungefähr 1, 5 Millionen Gnus, aber ihr Bestand
ist von Jahr zu Jahr unterschiedlich groß.
Alle
Weibchen kalben innerhalb von drei Wochen, wobei jede nur ein Junges
bekommt. Dieses kann schon nach drei bis fünf Minuten stehen und laufen,
was sehr wichtig ist weil sonst kaum ein Jungtier angesichts der vielen
Gefahren überleben würde.
Wenn
die Gnus sich in der Regenzeit länger in einer Gegend aufhalten, haben
die Männchen ihre eigenen kleinen Reviere, die sie mit Urin und Kothaufen
markieren. Sie versuchen so viele Weibchen wie möglich in ihrem Revier zu
halten. Jungbullen unter vier Jahren haben kein eigenes Revier.
Quellenangaben:
1. Informationen:
Zoologische Gesellschaft Frankfurt, Mitteilungen 1/2000 /
Jonathan Scott’s Safari Guide…,Kensta,
Nairobi 1997
Bild1:
Privat
Bild2:
www.micro.utexas.edu/.../bio304/biomes/SAVANNA/gnu.gif
Bild3:
Privat
Erstellt
von: Lydia Putz & Lotta Drügemöller, Klasse 9, Deutsche Schule
Nairobi
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Elefanten
Wem
nützen Elefanten ?
In Zimbabwe gibt es
schätzungsweise 52.000 Elefanten. Ein einziges Tier benötigt bis zu
einer Tonne pflanzlicher Nahrung. Um dieses Futter zu bekommen, stößt es
Jahrhundert alte Bäume mit einem Stammdurchmesser von über 1m um. 88 %
des Waldlandes ist schwer geschädigt aufgrund des hohen
Elefantenbestandes. Es wird auch befürchtet, dass der alte Baobabbaum
langfristig ausstirbt. Selbst die Artenvielfalt von Vögeln, da ihnen die
Bäume, wo sie meist ihre Nester und Höhlen haben, fehlt aber auch andere
Tierarten verringern sich in Elefantengebieten. Die Elefanten beschädigen
die Äcker und Ernten der Menschen schwer. Da die Elefanten keine natürlichen
Feinde haben, nimmt die Größe ihrer Herde weiter zu. Wenn man dagegen
nichts unternimmt wird in sehr kurzer Zeit aus den Nationalparks,
Trockengebiete. Wenn das geschieht, wird auch die Elefantenpopulation
geringer. Dann wird uns nichts mehr bleiben, weder Bäume, Parks noch
Elefanten. Mit einer idealen Population von 30.000 Elefanten könnte
Zimbabwe gut leben.
Es
gibt viele Möglichkeiten das Elefantenproblem in den Griff zu bekommen. Campfire
ist die Abkürzung für „Communal Areas Management
Program for Indigenous Ressources.“ Dieses Programm
zeigt uns eine Möglichkeit, das große „Elefantenproblem“ zu lösen.
Die Grundidee ist einfach: das Recht, natürliche Ressourcen, in diesem
Fall Elefanten, wirtschaftlich zu nutzen, haben die Menschen, die mit
ihnen leben und umgehen müssen. Dadurch soll ein Anreiz geschaffen
werden, sich für den Erhalt der eigenen, natürlichen Ressource
einzusetzen. Dies hilft den Schaden der durch die Elefanten wirtschaftlich auszugleichen, z.B. einen Brunnen zu
bauen, etc. und sie nicht
durch Übernutzung zu gefährden. Campfire wurde 1989 gegründet..
Der Großteil der Einnahmen
stammt bislang aus dem teuren Jagdtourismus. Das schießen eines einzigen
Elefanten kostet rund 10.000 Euro. Allein die Abschussprämie für einen
einzigen Elefanten bringt oft mehr als 30 Lebendverkäufe von Wildtieren.
Durch den Verkauf von
Elefantenprodukten kann ein Haushalt in einem Jahr mehr erwirtschaften als
in der Landwirtschaft.
Das Ziel des Campfire-Projektes
ist es, das Prinzip der nachhaltigen Nutzung auch auf andere
Nutzungsformen zu übertragen. So werden bisher der Verkauf von Wildfrüchte,
Holz oder Sand und zunehmend auch der naturnahe Öko-Tourismus, noch zu
wenig als Einkommensquelle genutzt. Die einzige Gefahr mit dieser Art und
Weise, das Elefantenproblem in den Griff zu bekommen, ist dass man das
Elfenbein wieder auf den Markt bringt und so wiederum Wilderer anzieht.
Man schätzt, dass in den achtziger Jahren des 20. Jahrhunderts etwa
70.000 Elefanten in Ostafrika wegen ihrer Stoßzähne brutal
abgeschlachtet wurden. Deshalb könnte es sein, dass die Wilderer so
hinter dem Elfenbein her sein werden, dass die Elefanten bald wieder vom
Aussterben bedroht sind. Deshalb sind die Ostafrikanischen Staaten
dagegen, weil sie nur sehr wenige Elefanten haben.
(Quelle: 1. Microsoft Encarta; 2. Campfire - Elefantenmanagement in
Afrika; Ernst Klettverlag GmbH, Stuttgart 1998; Young Nation, Nature
trails, September 6, 1998)
Bildquelle:Geolino,Ausgabe NR:8 1996
von Stephanie Habazin und Antje Rüd
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Savanne - Wiege der Menschheit
Intensive
Ausgrabungen während der beiden vorangegangenen Jahrzente in Ostafrika
hatten ein reiches Fossilmaterial zutage gefordert. Bedeutende Relikte
waren dort schon früher gefunden worden. Bereits 1935 hatte eine
Expedition unter Leitung des kenianischen Paläontologen und Prähistorikers
Louis S. B. Leakey in der Olduvai Schlucht am Rande der Serengeti-Steppe
in Tansania Skelettreste eines mutmaßlichen Homo erectus entdeckt. Ein
deutsches Grabungsteam unter Ludwig Kohl-Larsen barg 1939 im tansanischen
Gebiet Laetoli, nahe beim Grausisee in der südlichen Serengeti, Überreste
eines Typus, den man zunächst Praeanthropus africanus und später
Australopithecus nannte.
1955 stieß noch eine Expedtition Leakeys in Oldovai Sedimenten auf einen
einzelnen Zahn wiederum von einem Australopithecinen. Leakeys Frau, Mary,
hat in der Olduvai-Schlucht einen Australopithecinen-Schädel mit vollständiger
Oberkieferbezahnung gefunden. Man vermutet, dass er 1.75 Millionen Jahre
alt ist.
Die
Linie der Homiden-Familie reicht in Äthiopien, Kenya und Tansania rund 7
oder 8 Millionen Jahre zurück. Paläontologen meinen, dass die typische
ostafrikanische Fauna, der man auch die Australopithecinen zurechnet, vor
vielleicht 10 bis 8 Millionen Jahre erschien.
Im Jahre 1972 legte ein Wissenschaftler dar, wie das Grabensystem die
beiden Linien Menschen und Menschenaffen getrennt haben könnte. Menschen
und Schimpansen sind nahe verwandt, also muss ihr letzter gemeinsamer
Vorfahre vor nicht sehr langer Zeit existiert haben. Die Trennung erfolgte
unter anderem dadurch, dass die in der Störungszone entstandenen Flüsse
und Seen eine zusätzliche Barriere bildeten, weil beide Primatengruppen
von ihr Anatomie her schlechte
Schwimmer sind. Vor etwa drei Millionen Jahren erschienen dann in
Ostafrika die Hominen (Frühmenschen), neben denen noch etwa 2 Millionen
Jahre lang, die letzten Australopithecinen lebten. Von dieser neuen
Unterfamilie kennen wir einzig die Gattung Homo, die von Ostafrika aus die
Welt eroberte und deren allein überlebende Spezies der anatomisch moderne
Mensch ist (Homo Sapiens). Das Becken des Flusses Omo im südwestlichen Äthiopien
(also an der Ostseite des Grabensystems), der in den kenianischen
Turkana-See fließt, ist ein sehr ergiebiger Fundort für Belege zur
Entstehung des Menschen in Ostafrika. Die Antropologen gehen davon aus,
dass sich ohne die Grabenbildung und darauf folgende Enstehung der Savanne
keine Menschen entwickelt hätten. In der Savanne waren die gemeinsamen
Vorfahren von Menschen und Menschenaffen gezwungen aufrecht zu gehen.
Durch den aufrechten Gang entstand der Mensch.
Erklärungen:

Homo
erectus: Erster nachweislich
aufrecht gehender Frühmensch
Australopithecus:
Gattung von Frühmenschen, älter als Homo
Homiden-Familie:
Alle Frühmenschen die zur Gattung Homa gehören
Fauna:
Tierwelt
Quelle
des Textes: Sprektum der
Wissenschaft: Die Evolution des Menschen
Quelle
des Bildes: www.educate.si.edu/resources/lessons/
Debora
Habazin, Sonja Schröder
Die Massai - Bewohner der Savanne
Der
bekannteste Stamm Kenyas sind die Maasai, die heute im Südwesten des
Landes leben. Ein Teil dieses kriegerischen Hirtenvolkes lehnt noch immer
alle Neuerungen der modernen Zeit ab und ist stolz auf seine
althergebrachten Traditionen. Die Sprache, das Maa, ist stark vom
Kuschitischen beeinflusst.
Als
Enkai (Gott) Himmel und Erde trennte, ließ er den Maasai als Erbschaft
die Kuh. Mit ihrer Kühen sind die Maasai ihr Leben lang aufs engste
verbunden. Die Kuh liefert ihnen Tag für Tag Milch und Blut. Dies
zusammengemischt nennt man "Saroi". Es ist seit Jahrhunderten
das typische Gertränk der Maasai. Normalerweise besitzt ein
Maasai-Familie um die 70-300 Rinder. Die Reichen können an die 1000
haben. Auch in sozialer Hinsicht ist die Bedeutung des Viehs hoch: der
Brautpreis, aber auch Straf- und Bußzahlungen werden mit Vieh bezahlt.
Die Wanderbewegungen der Maasai richten sich nach den Bedürfnissen der
Herden. Wenn die Herden weiterziehen, verlassen sie ihre alte Ansiedlung
und bauen eine neue, eine sogenannte "Boma". Die Hütten in der
Boma werden aus Kuhdung, Gras und Schlamm gebaut und sind meistens rund.
Die
Maasai-Männer kleiden sich in ein rotes Baumwolltuch, die sogenannte
Shuka, welche sie um die Hüften oder um die Schultern tragen. Die Maasai
tragen ihren ganzen Schmuck immer bei sich.

Foto: Bert Wiedemann
Nach
der Beschneidung, einer grausamen Tradition, gehört der junge Maasai zu
der Altersstufe der 14-18-Jährigen, den "Moran" (Krieger). Für
den Moran gelten viele Tabus, bis er dann nach 12-14 Jahren genug Vieh für
den Brautpreis zusammen hat.
Das
Ansehen eines Mannes steigt mit der Anzahl seiner Frauen, jedoch muss er
jede einzelne mit einer eigenen Herde versorgen. Jede Frau baut sich in
der Boma ihr eigenes Haus. Nach der Heirat mit einem oftmals sehr viel älteren
Ehemann ist es durchaus üblich, einen Liebhaber zu haben. Den Mädchen
steht es bis zu ihrer Beschneidung frei - bei einigen Maasai auch bis zur
Hochzeit - sich drei Liebhaber unter den Moran zu wählen. Bei Frauen
deuten bestimmte Ohrringe und Halsketten auf ihren Status hin.
Quelle:
www.hanka.de/ostafrika/kenya_maasai.html
www.tanzania-gov.de/ith/
Debora
Habazin, Sonja Schröder |
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