Variation XXIII
Untersuchungen von Rainer Leipp
Die Variation besteht aus 2*8 Takten, also entsprechend dem Thema nur halbiert. Sie steht im Tempo Allegro assai = sehr schnell, was sich auch durch die drängende 16-telbewegung aus-drückt. Sie steht im 4/4 Takt anstatt ¾ Takt.
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Ein Ruheakkord im forte mit drängender, sprudelnder 16-telbewegung in Gegenbewegung beider Hände. Die 16-telbewegung besteht aus einer Motivkette, deren Grundmotiv aus dem Kopfmotiv des Themas abgeleitet ist.
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Var.XXIII
| Takt | 1-4 | 5-7 | 8 | 9 | 10 | 11 | 12 | 13-16 |
| Thema | T | D7 | D7,(D7) | S(D7) | S,DD7 | D,DD7 | D,(D7) | Tp,Kadenz zur D |
| Takt | 1-2 | 3-4 | 5 | 6 | 7-8 | |||
| Var.XXIII | T | D | (D7)->S | (D)Tp | Kadenz zur D |
| Takt | 17-20 | 21-23 | 24 | 25 | 26 | 27 | 28 | 29-32 |
| Thema | D7 | T, (D7)zur S | T,(D7) | S(D7) | S,DD7 | D,DD7 | D,D7 | T,Kadenz zur T |
| Takt | 1-2 | 3-4 | 5 | 6-8 | ||||
| Var.XXIII | (Dv)->S | (D7)->S | Tp | Kadenz zur D |
Vergleich zwischen Variation und Thema:
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Die Takte 1 u. 2 bestehen aus dem T-Dreiklang und der Umspielung mit 16-telbewegung, dies wird in Takt 3 u. 4 transponiert wiederholt. Dabei wird der Dreiklang durch forte betont und die Umspielung durch piano zurückgedrängt. Die re. Hd. spielt die Motivkette, die li. Hd. immer ge-genläufig dazu. Ab Takt 5 ZZ(=Zählzeit) 3 spielt li. und re. Hd. versetzt und anstatt zweistimmig nun auch drei- später vierstimmig (akkordisch). An der Schnittstelle in Takt 5 ist ein Struktur-wechsel, verbunden mit einer Steigerung. Beim Höhepunkt in Takt 8 (ZZ 1) ist der Kadenzvor-gang noch nicht abgeschlossen. Eine Rückentwicklung führt zur Dominante (Takt 8 ZZ 3). Die nachfolgenden, verschobenen 3 16-teldreiklange in Takt 8 auf ZZ 2 und" besitzen in der er-sten Klammer rückleitende Funktion, also zum Anfang zurück, und besitzen in der zweiten Klammer hinleitende Funktion, d. h. hinleitend zu den nächsten 8 Takten. Ab Takt 9 wiederholt sich die strukturelle Gliederung des 1. Teils in groben Zügen, allerdings transponiert. Nach zwei Takten (Dv)->[S] folgen zwei Takte (D7)->[S], danach ereignet sich ein Strukturwechsel in Takt 13(=Takt 5), der durch einen Trugschluß(Takt 13 m. Auftakt) in der li. Hd. betont wird. Durch eine Steigerung, Beschleunigung und crescendo wird zum Ganzschluss(T) hingeleitet.
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Die Strukturwechsel an den Schnittstellen sind in dieser Variation ähnlich wie im Thema. Die Umspielung eines Tones tritt auch im Thema auf sowie auch das Sequenzmotiv
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Schusterfleck:
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des Themas in Takt 5 u. 6. Die Variation steht im 4/4 Takt anstatt im ¾ Takt und anstatt sf wird ein crescendo verwendet. Der Kontrast zwischen dem forte der Dreiklänge gegenüber der im piano stehenden 16-telbewegung ist eine weitere Erscheinung die auch ähnlich im Thema vorhanden ist.Bleibt nur die Frage, ob das 16-telmotiv vom
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Kopfmotiv des Themas stammt oder vom Schusterfleck?
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Die Variation ist mit den Variationen XII und XXV verwandt, da in beiden das gleiche Motiv auftritt.
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