Ihre Mail

Peter-Petersen Gymnasium
Klasse 11.3
Juni 1997/ Barockprojekt 2000
Referat: Heiko Danisch



Der dreissigjährige Krieg (1618-1648)

Die wahren „Gewinner" des Krieges

Handelsleute und rücksichtslose Geschäftemacher waren es auch, die die Armeen im 30jährigen Krieg finanzierten. Adelige die von den Steuern ihrer Bauern lebten konnten sich solche Heere einfach nicht leisten. Außerdem galt es für einen Adeligen unschicklich sich im Handel zu betätigen.So waren sie auf Leute wie Wallenstein und Jean de Witt angewiesen und genau das war ihr Verhängnis. Diese Leute nutzten dies nämlich schamlos aus. Sölder die auf ihren Sold und damit auf ihren Geldgeber angewiesen waren brauchten dem adeligen Auftraggeber nicht ein Funken Loyalität zu spenden, sie erlagen allein der Gunst des Finanzies. Das Aufstellen und Unterhalten einer Armee brachte dem Geschäftsmann neben Anerkennung und Gewinn auch erhebliche Macht, die die jedes Adligen bei weitem überstieg. Die Armee wurde zum florierenden Wirtschaftsunternehmen und Druckmittel.
Jedoch war die Größe der Armee nicht nur ein Vorteil für die Aufsteller, sondern auch für all jene die die Güter produzierten die benötigt wurden. Eisen, Stoffe, Schwarzpulver, Holz, Pferde und Nahrung waren wichtig. Genauso wie Handwerker die aus diesen Materialien Dinge wie Waffen, Kleidungen herstellten, deren Verschleiß massig war.
Diese Ding wurden nun auch vermehrt in den jetzt aufkommenden Manufakturbetrieben produziert. Man benötigte viele billige Arbeitskräfte, um die Ware in den geforderten Mengen liefern und fertigen zu können.

Ein Stück vom Kuchen

Die Heere wurden immer von einem Tross von Menschen begleitet, der versuchte aus der Situation irgendeinen Profit zu schlagen. Dieser Zug war meist mehrmals so groß wie die Armee selbst. Oft wurden die Soldaten auch von ihren Familien begleitet. Der Trupp war vielschichtig: Gaukler, Köche, Wäscherinnen, Schneider, Waffenschmiede, Büchsenmacher, Alchemisten, Prostituierte, Geistliche, Spieler, Händler, Ärtzte und Betrüger schlossen sich an. Ihre Beweggründe waren unterschiedlich, doch viele sahen keine Perspektiven mehr, in ihrer alten, geplünderten Stadt zu bleiben und vor Hunger zu sterben.
Mit fortschreitender Kriegesdauer wurde auch die Abhängigkeit vom selbigen immer größer. Ein Wirtschaftszweig war entstanden, von dem des Wohl einer ganzen Masse hing. Doch der konnte nur so lange aufrechterhalten werden wie Geld vorhanden war, doch genau das wurde nach jahrzentelangem Krieg immer knapper. Das Land warf nichts mehr ab, es war unrentabel geworden. Die Plünderungen brachten kaum noch Beute und Ziele waren auch keine mehr vorhanden. Warum also noch Blutvergießen?
Wallenstein war auch hier wieder hellsichtig und verhandelte mit Feinden über ein Ende des Krieges, was ihm später ungelastet wurde, den war der Söldner keiner Moral und keinem Herrn verpflichtet, so war es der Finanzier anscheinend doch.

Aufbruch in ein neues Zeitalter

Nach dem Krieg war die wirtschaftliche und gesellschaftliche Ordung in Deutschland zerstört. 30 Jahre Krieg haben das Land verwüstet. Aus den einzelnen Staaten in Deutschland entwickelten sich eigenständige Zwergstaaten auf deutschem Boden, die durch Handel, und Verbündete aus dem Ausland bald wieder an Reichtum gewannen. Nach den Entbehrungen des Krieges schwappte jetzt die barocke Welle von Frankreich und Italien nach Deutschand über. Ein neues Lebensgefühl entstand.