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Naturwissenschaften im Barock In der Zeit des Barocks wurden in vielen Gebieten der
Naturwissenschaften Forschungen betrieben, wie z.B. in
der Medizin,
der Chemie
und der Physik.
Die Chemie
löste zur damaligen Zeit die Alchemie,
die lange davor existiert hatte, ab. Es wurde neues
Denken gefordert, das Newton
und andere
talentierte Wissenschaftler mit
beeindruckenden Ergebnissen belegten und bewiesen. Das Referat: Die Alchimie, die auch unter dem Namen Alchemie oder Alchymie bekannt ist, ist die Beschäftigung mit den bis damals bekannten chemischen Stoffen. Ihre Geschichte durchzieht die Trennung zwischen einer vorwiegend naturwissenschaftlich-praktischen und einer mystisch-spekulativen Ausrichtung. Eine Frühform entstand im 2. bzw. 3. Jahrhundert im alexandrinischen Ägypten und reichte bis ins 17. Jahrhundert, wo sie dann von der heute bekannten Chemie abgelöst wurde. Sie ist eine Kunstlehre hohen Alters, die einen unbekannten Ursprung besitzt. Ihre Grundlage stammt speziell von der Elementenlehre und der Mischungstheorie des Aristoteles in einer neuen Interpretation ab, die die Lehre von den vier irdischen Elementen (Wasser, Erde, Luft und Feuer) als eine Zustandsform der eigenschaftslosen Grundmaterie enthält. Man wollte aus verschiedenen Elementen einen bestimmten wertvollen Stoff durch chemische Prozesse gewinnen. Die damaligen Alchimisten wollten z.B. aus Kupfer und Zinn durch Verschmelzen vor allem die Eigenschaften des Zinns in Sachen Farbe auf das Kupfer übertragen und es damit zu Bronze umwandeln. Sie verarbeiteten auch andere unedle Stoffe in einer Verbindung zu edlen Endprodukten, wie Gold und Silber, wenn die Ausgangsprodukte zuvor in die Grundmaterie überführt werden können. Die Anfänge der Chemie liegen in der Alchimie, doch
hatten schon die alten Ägypter und Babylonier
chemisch-technisches Wissen zur Verarbeitung von
Naturstoffen. Den entscheidenden Aufschwung erlebte die
Chemie nach der Phase der Alchimisten. Unter den vielen
Entdeckungen des 18. Jahrhunderts waren die
wahrscheinlich wichtigsten Entdeckungen die des
Sauerstoffes 1774 und die Synthese des Wassers von Henry
Cavendish (1731-1810) . Der französische Chemiker Antoine
Laurent Lavoisier (1743-1794) begründete die Chemie
als moderne Wissenschaft. Er stellte die Eigenschaften
der Verbrennung fest und löste die Phlogistontheorie ab,
die der deutsche Chemiker Georg Ernst Stahl (1660-1734)
aufstellte, und er führte bei den chemischen Versuchen
die systematische Verwendung der Waage ein. Auch
Deutschland hatte zu diesem Gebiet der Naturwissenschaft
Bedeutendes hervorgebracht. Dem fränkischen Arzt Johann
Rudolf Glauber gelang die Darstellung des
chemischen Gemischs Salmiak und des schwefelsauren
Natrons, dass gemäß seines Namens Glaubersalz genannt
wird und noch heute als Blutreinigungsmittel vrewendet
wird. Er näherte sich neben Otto von
Guericke dem Polaritätsphänomen. Die Medizin im Barock war eine der vernachlässigten
Naturwissenschaften. Es waren zwar viele Medikamente
vorhanden, doch jene waren meist nur eine Anzahl
harmloser Kräuter, die des öfteren allerdings nicht zur
Heilung dienten, sondern das Gegenteil der beabsichtigten
Wirkung erzielten. Newton, der als ein genialer Mathematiker, Physiker und Astronom für das damalige Zeitalter bis zur heutigen Gegenwart gilt, wurde durch seine vielfältigen Entdeckungen und Untersuchungen bekannt. Eine von seinen Bedeutenen, aber nicht Spektakulären ist, dass das Sonnenlicht aus sämtlichen Spektralfarben besteht. Durch alle Forschungen die er betrieb stellte er die Gravitationstheorie auf. Ihm wurde durch einen fallenden Apfel bewußt, dass die Anziehungskraft des Erdmittelpunkts auch die selbe Ursache der Mondbewegung und des Kreislaufs der Erde um die Sonne ist und dass sie sogar sämtliche mechanische Vorgänge im Weltall beeinflusst. Sein Gravitationsgesetz, das im ganzen Universum gilt, lautet:
Durch dieses Gesetz konnte man eine Reihe kosmischer Erscheinungen, die bisher rätselhaft waren, lösen. Dazu zählen die Störungen in elliptischen Planetenbahnen, die Ungleichheiten der Mondbewegungen und das Rätsel von Ebbe und Flut. Weitere Wissenschaftler dieser Zeit In dieser Zeit des Barocks lebten noch andere
talentierte Wissenschaftler außer Newton und Kepler, die die verschiedensten
Gebiete der Wissenschaft erforschten und neue
Erkenntnisse darlegten.
Otto von Guericke (1602-1686): Durch eine Luftpumpe und zwei bronzene Halbkugeln
demonstrierte er den atmosphärischen Druck. 1654 fügte
er die beiden Halbkugeln luftdicht aufeinander und pumpte
dann soviel Luft aus ihnen, wie er konnte und spannte
schließlich an beiden Seiten acht Pferde an. Die Pferde
zogen nach Leibeskräften, aber konnten die beiden
Halbkugeln nicht voneinander trennen, da der
atmosphärische Druck sie zusammenhielt. Erst als man das
Ventil öffnete, fielen ihre beiden Hälften auseinander.
Plaise Pascal (1623-1662): Der französische Mathematiker, Physiker und Mechaniker konstruierte mit 19 Jahren für seinen Vater, der Finanzbeamter war, eine Rechenmaschine. Die Werte wurden durch Wahlscheiben in die Maschine gegeben, jede Scheibe übertrug einen Bruchteil der Bewegung auf die nächste zur Linken und die rotierenden Spulen zeigten anschließend die einzelnen Resultate an. Christian Huygnes (1629-1695): Der holländische Astronom und Mathematiker veröffentlichte 1658 seine ersten Entwürfe über exakt funktionierende Pendeluhren. Da er aber mit seinen bisherigen entworfenen Uhren der Genauigkeit wegen unzufrieden war, experimentierte er weiter und fand heraus, dass man nahe dem Drehpunkt des Pendels sogenannte Backen" anbringen müsse, um eine noch höhere Genauigkeit damit zu erzielen. Marcello Malpighi (1628-1694): Der italienisch Arzt und Professor der Anatomie, der die Kapillarzirkulation des Blutes in der Lunge entdeckte, widmete sich auch der Pflanzenwelt. Er erkannte durch seine vielfältigen Untersuchungen, dass sich das Alter eines Baumes durch das Abzählen der Ringe bestimmen lässt. Außerdem entdeckte er die Kapillargefäße, die die Arterien mit den Venen verbinden und das nach ihm benannte Malfigische Netz, die generative Schleimschicht der Haut. Johannes Hevelius (1611-1687): Der reiche aus Danzig stammende Liebhaber-Astronom entwarf und errichtete auf dem Dach seines Hauses das durchdachteste Observatorium Europas. Mit zahlreichen Linsen ausgerüstete Teleskope wurden auf das Dach gebracht und an einem Turm installiert. Man konnte die Richtung durch daran befestigte Flaschenzüge und Schwenkarme bestimmen. Hevelius, der dadurch genaue Daten des Mondes erfasste, veröffentlichte 1647 ein ausgesprochen exakt formuliertes Buch darüber. Edmund Halley (1656-1742): Der englische Astronom und Meteorologe, ist vor allem durch seine genauen Berechnungen (Voraussagen) über den nach ihm benannten Kometen von 1682 bekannt. Er prophezeite seine Wiederkehr für das Jahr 1758, mit Erfolg versehen. Halley bestimmte unter anderem die Position von ca. 350 Sternen des Südhimmels und veröffentlichte die erste Karte der Magnetlinien. Seine persönlich wichtigste Arbeit war für ihn trotz seiner bisherigen Erfolge, seinen verehrten Meister Isaac Newton dazu zu überreden, sein Werk über Bewegungsgesetze und Schwerkraft zu veröffentlichen. Robert Boyle (the great experimenter") ,
einer der Mitbegründer der modernen Chemie, lehnte die
chemischen Methoden anderer Wissenschaftler ab. Seiner
Meinung zufolge haben sich die Chemiker bisher nur durch
enge Prinzipien leiten lassen. Sie haben in der Chemie
nur eine Aufgabe gesehen und zwar die Entwicklung und
Produktion von Medikamenten und anderer diverser
Heilmittel, wie auch die Umwandlung von Metallen. Er
wollte die Chemie nicht als Arzt oder Alchimist
betrachten, sondern aus einer speziellen Sichtweise,
nämlich aus der der Naturphilosophen. Für ihn ist
Chemie die Zusammensetzung und der Aufbau des
menschlichen Körpers. |
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