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Peter-Petersen Gymnasium
Juni 1997/ Barockprojekt 2000
Referat:
Dr. Hans Werner Günther



Das Ende des Hexenwahns und Friedrich Spee von Langenfeld (1591-1635)

Dieser Jesuit hat durch seine Cantio Criminalis seu de Processibus contra sagas liber ad Magistratus Germaniae (Rechtliches Bedenken wegen der Hexenprozesse für die Obrigkeiten Deutschlands- 1631 anonym erschienen aus Furcht vor der Inquisition) wesentlich mit dazu beigetragen, dass die Hexenprozesse langsam eingestellt wurden. Vor allem kritisiert er die allgemeine Überzeugung, dass die Folter ein geeignetes Mittel sei, die Wahrheit herauszufinden. Als Seelsorger der verurteilten „Hexen" vor ihrer Exekution/ Verbrennung hatte er tiefe Einblicke in die geschundene Kreatur bekommen und war überzeugt, dass die wenigsten dieser Frauen das waren, was man durch die Folter aus ihnen herausgepresst hatte. Nach der Entdeckung seiner Autorschaft der Cantio Criminalis sollte er aus dem Jesuitenorden entlassen werden. Die Trutz Nachtigal, eine Sammlung von barocken Liedern und Gedichten bezeugt die tiefe Christusfrömmigkeit dieses edlen Theologen, der trotz tiefer Einblicke in die Unzulänglichkeit seiner damaligen Kirche und ihrer Repräsentanten an der Wahrheit des christlichen Glaubens nicht irre wurde. In Trier erlag er am 07.08.1635 bei der Krankenpflege der Pest. Fünf Lieder aus der Trutz Nachtigal wurden von Arnim und Brentano in „Des Knaben Wunderhorn"(1806-1808) aufgenommen.

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