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Peter-Petersen Gymnasium

Juni 1997/ Barockprojekt 2000
Referat:
Dr. Hans Werner Günther




Die Trutz Nachtigal

Trutz Nachtigal oder Geistlichs-Poetisch Lust-Waldlein ist ein Zyklus geistlicher Lieder in barocker Sprache und Bildmetaphorik mit dem dieser Zeit eigentümlichen Gefühlsüberschwang und einer innigen Christusfrömmigkeit. Spees Odensammlung erschien in verschiedenen Versionen 1634 (Köln, Straßburg, Trier). Sie war für die Verwendung im kirchlichen Gesang konzipiert und dort auch erfolgreich, da Spee aus seelsorgerlichen Gründen die deutsche, und nicht wie damals im katholischen Gottesdienst üblich, die lateinische-Sprache verwendete.

Gottessuche und Schöpferlob, Jesusminne, Passionsschmerz und Auferstehungsfreude, Weltabsage und Jenseitssehnsucht sind die immer wieder variierten Zentralmotive. Beispiel aus „O Venus Kind" 5. Strophe:

O ewigkeit! o ewigkeit!
Wer dich zu sinn wolt fassen /
Würd bald von hertzen sein bereit
All vppigkeit zu lassen.
Die sünd vergeht: die straff besteht.
Wer wolt nun lust begeren?
Für kurtze frewd: ein langes leid
Jn ewigkeit muß wehren

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