Als man am Ziel der Reise angelangt war, erblickte man zur Rechten einen hohen und steilen Berg, auf dem die Bäume ...vollständig abgehauen waren und den man wie eine Gartenanlage mit Arabesken  aus vielfarbigen Erdarten und mit einer Anzahl bemalter Statuen ...verziert hatte. Auf dem Gipfel des Berges ...war ein großes Tor aus Laubwerk, aus welchem das von etwa 80 Jägern in grünen silbergestickten Uniformen bewachte Wild hervorbrechen sollte. ....

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um zu erfahren, was der päpstliche Gesandte Garampi über eine am 13. August 1764 am Neckar gehaltene Jagd noch schreibt . Anlass war der Besuch des Kurfürst-Erzbischofs von Mainz.

Nach der Jagd:

In das Zelt zurückgekehrt, fanden wir eine große Tafel gedeckt, an der wir, im ganzen 40 Personen...mit dem Kurfürsten speisten. Auf der kurfürstlichen Jacht speisten an zwei Tischen jeweils 20 Personen von Adel.
Gegen vier Uhr erfolgte die Rückfahrt zu Wasser nach Heidelberg, stets begleitet von Musik. Von vorausfahrenden Barken und an den Ufern wurden Feuerwerke losgelassen.
Man erzählt, der Kurfürst habe für den Pomp dieses Tages 20 000 Gulden verausgabt. Während drei Wochen waren etwa 300 Landleute mit der ermüdenden Arbeit beschäftigt, die große Zahl von Hirschen ... in den für die Jagd bestimmten Zwinger zusammenzutreiben. Alle erlegten Hirsche wurden sofort verteilt, die einen an die Jäger selbst, die anderen an Klöster und verschiedene Personen zu Geschenk.

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