Das Krankenhaus besteht aus 5 großen Bereichen: 1) Ambulanz und Garde
(mit 2 Betten für die Nachtaufnahme von Patienten) ; 2) stationärer
Bereich für die nicht ansteckend Kranken mit 30 Betten; 3) Isolierstation
mit 6 Zellen mit je einem Bett ; 4) Maternité (Entbindungs-, Wöchnerinnen
und Säuglingsabteilung, zzgl. einem Saal für gynäkologische
Patientinnen, insgesamt 18 Betten); 5) ein Kreis mit etwa sechs traditionellen
Häusern, in denen nichtinfektiöse Langzeitpatienten mit ihren Angehörigen
wohnen. Die nichtärztliche Versorgung wird von den Familienangehörigen
der Patienten geleistet.
Dafür gibt es einen Küchenbau, der von Laval errichtet und von
Ladenburg mit Energiesparherden ausgestattet wurde.
Es gibt ein Laboratorium und einen kleinen Operationsraum.
Die Gebäude (Baujahr 1948) sind in recht gutem Zustand; die
Böden sind gefliest, die Wände gestrichen. Im Jahr 2000 wurde das
Gelände gestaltet und u.a. Blumenbeete angelegt, es ergibt sich ein
recht anspechender Eindruck.
Die Umzäunung des Krankenhauses ist unvollständig, das Viehgatter
am Haupteingang häufig mit Erde zugesetzt- so streunt Kleinvieh
durch das Gelände des Krankenhauses.
Alle Betten im Krankenhaus sind mit Matratzen und Schonbezügen ausgestattet.
(Leider sind z.Z. (2002) die von Ladenburg gelieferten Krankenhausbetten
noch immer nicht aufgebaut.)
Was fehlt, sind sanitäre Anlagen: Die Duschen funktionieren nicht
immer und sind für Schwerkranke zu weit von den Schlafräumen entfernt.
In den Krankenräumen gibt es keine Waschbecken.
Insgesamt arbeiten im Krankenhaus 19 Personen:.1 Arzt, 1 "Major" ( Krankenpfleger
mit Zusatzausbildung, übrnimmt bei Abwesenheit des Arztes dessen Aufgaben);
4 Hebammen, 5 Krankenpfleger (darunter 1 Frau), 1 Laborant, 5 Hilfskräfte
,
1 "Lagerist",1 Chauffeur. Eine Fortbildungen für die Krankenpflegekräfte
kann z.Z. nicht finanziert werden.
Die Auslastung der Bettenkapazität lag 2000 bei etwa 50%, die durchschnittliche
Verweildauer der Patienten betrug 5-6 Tage.
Das Krankenhaus wurde von Ladenburg mit einer Stromversorgungsanlage ausgerüstet
die 24 V Gleichstrom und 220 V Wechselstrom produziert und damit Lampen,
Mikroskope und Sterilisatoren versorgt.
56 Ventilatoren( je 90W), die von dritter Seite eingebaut wurden, haben
sich als "arge Stromfresser" erwiesen
und wurden von uns stillgelegt.
Ein 24V Elektrokühlschrank, der von Ladenburg gespendet wurde zur
Aufnahme von Blutkonserven, Medikamenten für Impfaktionen und Gegengiften
für Schlangenbisse, ist defekt.
Die Stromversorgung besteht aus einem Solarteil: 16 Panels ( 2x8 je 12
V), 10 Batterien (300kWh) zur
Speicherung und einem Wechselrichter; sowie einem Dieselaggregat
(5kW, 220V) dessen Strom direkt verwendet werden aber auch die Batterien
laden kann.
Während das Dieselaggregat nahezu problemlos läuft aber während
des Betriebs hohe Kosten verursacht,
ist die Solaranlge häufig "en panne". Schuld daran sind meistens die
Batterien (Wartungsmängel und extreme Tiefentladung). Um hier Abhilfe
zu schaffen wurden die Leuchstofflampen im Sommer 1998 durch 11W Energiesparlampen
ersetzt
(leider sind diese in Burkina nicht erhältlich).
Seit Anfang des Jahres 2000 ist das Centre an das öffentliche Stromnetz
angeschlossen.