Er muß im Haus des Ritus erscheinen, angetan mit einem
Schaffell, dort seinen Anspruch belegen und ein Trankopfer
darbringen. Er muß beschwören, daß er die
Wohlfahrt seines Volkes sichern
will, daß er ehrbar und gerecht regieren wird und daß
er
seinen Nachbarn in Frieden begegnet.
Er wird gesegnet mit Zaubersprüchen und empfängt die
königliche Kleidung: die Kopfbedeckung, den dreiteiligen
Königsboubou und die bestickten Schuhe. Er erhält einen
neuen Namen und wird im Triumphzug unter lautem Jubel herumgetragen.
Anschließend besucht er die Gräber der
Ahnen in Tangaré, Garango und Zanga. Dann folgt ein
Aufenthalt bei den Schmieden in Guierma, wo er in deren magische
Geheimnisse eingeweiht wird. Schließlich muß er noch einige
Zeit bei den Peulh leben.
Zum Abschluß dieses Aufenthaltes rasiert ihm der Chef der Peulh
die Haare vom Kopf.
Am Ende des Ritus muß er ein großes Fest in seinem Hof
ausrichten. Danach erhält er zum Zeichen seiner Macht den Stab
eines Chefs (Szepter). Dieser Stab wird eigens für den neuen Naaba
angefertigt. Seine Symbolik drückt das Regierungsprogramm aus.
Diigri war der erste, der diesen Ritus durchlief. Ihm folgten viele
andere: Pougouba, Boussoukoudoma, Tigre I, Mougouba.....
erzählt von Alphonse Bambara übersetzt von Helmut Pohl