TO
Hirse stampfen
Hirse mahlen
Seit etwa 2000 v. Chr. wird in Westafrika Hirse
angebaut. Solange gibt es auch den To.
Nach den mythischen Überlieferungen hat der Schöpfergott selbst,
den Frauen (und nur den Frauen) die Verarbeitung von Hirse (zu To und Dolo)
beigebracht. Durch diese Kunst erst, wurden die Menschen zu "richtigen" Menschen,
d.h. sie verloren Schwanz und Fell.
Die Frauen zerstampfen die Hirse in einem Mörser und kochen das entstandene
Mehl in Wasser. Es entsteht ein leicht grau gefärbter Kloß, der
nahezu geschmacklos ist. Dazu gibt es Soßen, die aus den Blättern
verschiedener Pflanzen oder auch aus Erdnüssen gekocht werden.
Das Stampfen der Hirse ist eine schwere körperliche Arbeit und kostet
die Frauen wenigstens 2 Stunden am Tag. Meistens wird die Arbeit in Gemeinschaft
verrichtet so bietet sich die Gelegenheit für ein Schwätzchen oder
auch ein gemeinsames Lied.
In Garango-Stadt gibt es zwei Hirsemühlen. Wer sich's leisten kann bringt
den Tagesbedarf an Hirse dort hin und läßt ihn, für ein geringes
Entgeld, mahlen.
Angetrieben werden die Mühlen von alten Schiffsdieseln. Diese stehen
ohne besonderes Fundament auf dem Boden der Mühle, ihre Vibrationen und
Stöße zerstören, binnen 1 oder 2 Jahren, die Mauern des Lehmbaus.
Für den europäischen Geschmack empfehlen wir ein Rezept mit Mais- statt Hirsemehl.
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