WIRTSCHAFTSINFORMATIONEN


Wirtschaftsministerium in Ouaga( Foto von dort)

Burkina Faso ist ein kaum industrialisiertes Agrarland, das mangels Rohstoffen und nennenswerter Exporte weitgehend von Auslandshilfe abhängig ist.Es zählt zu den ärmsten Ländern Afrikas und der Welt. Als Binnenland ist es auf die Häfen in Abidjan (Côte d'Ivoire) und Lome (Togo) angewiesen.
Hauptexportzweig ist der Baumwollsektor, und man schätzt, daß bereits ein Drittel der Bevölkerung darin direkt oder indirekt beschäftigt ist. Das führt zur Zurückdrängung traditioneller Anbauprodukte und entsprechenden Umstellungsproblemen.
Die burkinische Industrie ist eine Verarbeitungsindustrie (Baumwolle, Lebensmittel, Getränke, Tabak, Leder, Zusammenbau von Fahrrädern und Mofas).Sie produziert für einen kleinen, kaufkraftschwachen Markt (Preismarkt) Güter des täglichen Bedarfs in Billigausführung.

Landwirtschaftliche Produktion

Getreide                 2,7 Millionen Tonnen (99)   (98: 2,63 Mio. Tonnen)
davon: Mil (Hirse)            945.000 Tonnen           ( 974.000 Tonnen)
           Sorghum (Hirse)   1,17 Mio. Tonnen          (1,2 Mio. Tonnen)
           Mais                     468.900 Tonnen            ( 372.200 Tonnen)
           Reis                      94.200 Tonnen              ( 89.000 Tonnen )

die Getreideproduktion überstieg damit den nationalen Bedarf um rund 20% ( 99 war in 32 der 45 Provinzen ein sehr gutes Erntejahr).

Erdnüsse        282.700 Tonnen (99)  (98:  214.200 Tonnen)
Baumwolle     260.000 Tonnen (99)  (98:  285.000 Tonnen)
 

Makroökonomische Daten
 
Haushaltsjahr 1993 1994 1995 1996 1997 1998
BIP (nom., in Mrd. FCFA) 796.1  1029.4   1166.9 1270.1 1373.4 1533.7
BIP Wachstum (real, %)  -0.8 1.2 4.2  5.3   5.2 6.2
Inflationsrate (in %) -0.6  24.7  7.8 3.5 3.0 2.5
Außenwirtschaft ( in Mrd. FCFA)





Importe (fob)  153.0  193,2  241,3  259,3 273,26 302
Exporte (fob)  74.5  125,2  141,2  152,5  171,1 230
Handelsbilanz (Saldo)  -78.6  -68.0  -100.1  -106.9  -102.1
Leistungsbilanz (% vom BIP)  -9.9  -6.6  -8.6  -8.4  -7.4
Auslandsverschuldung  --  736,0  638,3  703,6  765.0 825.2
Auslandsverschuldung (% vom BIP)  --  71.5  54.7  55.4  55.7 53.8
Debt service ratio %  22.3  22.6  24.7  18.3  15.9
Quelle: Document of International Monetary Fund - Burkina Faso     -- nicht bekannt
geschätze Wachstumsrate der Exporte 1999-2003:   5,4% (Weltbank 99)

BIP-Enstehung 1998:  Landwirtschaft 32%, Industrie 27.8%, Dienstleistungen 40.3%

BIP pro Kopf 1998:     240 USD  (geschätzte Wachstumsrate 99-03:  2,9% , Weltbank 99)

Anteil der Staatsausgaben am BIP

Militär (1999): 1,6%, Erziehung (1995 - 1997): 3,6%, Gesundheit (1998): 1,2%,
Schuldendienst (1999) 2,4%
Quelle:  UNDP 2001

AUSSENHANDEL
Die traditionell stark negative Handelsbilanz hat von der Abwertung des Franc CFA profitiert. Die Exporte von Rindern, Häuten und Fellen oder Geflügel in die kaufkraftstärkeren Länder der Franc-Zone, insbesondere in die Côte d'Ivoire, aber auch von Baumwolle (Taiwan) oder Gemüse (nach Europa) sind 1994 stark angestiegen. Dem gegenüber haben die verdoppelten Importpreise den Konsum von Importwaren gebremst.

Wichtigste Exportprodukte in USD (98)    Wichtigste Importprodukte in USD (98)
Baumwolle 207 Mio.                                           Kapitalgüter:    196 Mio.
Fleisch: 46 Mio.                                                  Nahrungsmittel: 111 Mio.
                                                                           Kraftstoffe und Energie:  72 Mio.
Quelle: Weltbank 99

Export Preis Index (1995=100)             97: 102     98: 98
Import Preis Index (1995=100)             97: 110     98: 104

Handelbilanz Bundesrepublik /  Burkina Faso:
Einfuhr in BRD                 97:      6,1      98:    15,6
Ausfuhr nach Burkina:       97:     16,9    98:     20,1
 

Ausfuhrwaren
Baumwolle, Gold, Lebendvieh, Gemüse, Felle und Häute, Kariténüsse.

Einfuhrwaren
Erdölprodukte, Fahrzeuge, Maschinen, elektrische Apparate und Geräte, Getreide und Milchprodukte, chemische und pharmazeutische Erzeugnisse, Zement.

Wichtigste Exportmärkte
Polen, Frankreich, Thailand, Taiwan, Italien, Portugal, Japan, Dänemark und Côte d'Ivoire.

Wichtigste Lieferländer
Côte d'Ivoire, Frankreich, Italien, Japan, Nigeria, Togo, Deutschland und Niederlande.



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