Einwahl in einen WIN-NT RAS-Server mit LINUX (SuSE 6.3)
von Roland Bernert


Voraussetzungen auf dem WIN-NT-Server:
Einstellungen:
 
In der Systemsteuerung klickt man auf das Netzwerksymbol.
Sollte der RAS-Dienst noch nicht installiert sein, muss man diesen Dienst erst mal hinzufügen.

Danach klickt man auf den RAS-Dienst -Eintrag.

Man wählt das Gerät (ISDN-Karte oder Modem) aus, über das der Zugang hergestellt werden soll und klickt auf das Gerät.
Hier aktiviert man "Nur eingebende Anrufe" oder "Ein-und ausgehende Anrufe".
Danach wählt man im RAS-Setup den Eintrag Netzwerk und wählt das TCP/IP-Protokoll aus.

Weiter gehts mit Konfigurieren.

In dem Fenster der IP-Konfiguration gibt man den Bereich des Adresspools an.
(falls man keinen DHCP-Server betreibt)

Meine Rechner sollen im Bereich zwischen 192.168.2.1 und 192.186.2.200 liegen.

Nachdem man alle Fenster geschlossen hat, ist erstmal ein Neustart fällig.

Der Rechner wird neu gebootet. In der Systemsteuerung wählt man danach Dienste.
Der RAS-Server wird ausgewählt und gestartet.
Nun muss man noch angeben, welche Benutzer den RAS-Server anrufen dürfen.

Hierzu geht man in die RAS-Verwaltung.

Dort wählt man unter Benutzer
die Benutzer aus, die den RAS-Server anrufen dürfen.

Hier wird gerade dem Benutzer Gast Zugriffsberechtigung erteilt.

Damit ist die RAS-Server-Konfiguration fertig.

Voraussetzungen unter LINUX:
Für die Einwahl eines Linux-Clients in den Win-NT-RAS-Server habe ich folgende Scripts geschrieben:
 

/etc/ppp/options
modem
lock
crtscts
-chap
user Gast
/etc/ppp/pap-secrets
# Secrets for authentication using PAP
# client server secret   IP addresses
"Gast" * "gast"
/etc/ppp/chap-secrets
# Secrets for authentication using CHAP
# client server secret   IP addresses
"Gast" * "gast"
/etc/ppp/ppp-on
#! /bin/sh
TELEPHONE=1
LOCAL_IP=0.0.0.0
REMOTE_IP=0.0.0.0
DEVICE=/dev/modem
SPEED=57600
export TELEPHONE
DIALER_SCRIPT=/etc/ppp/ppp-on-dialer
exec /usr/sbin/pppd $DEVICE $SPEED \
 $LOCAL_IP:$REMOTE_IP \
 connect $DIALER_SCRIPT
/etc/ppp/ppp-on-dialer
#! /bin/sh
exec /usr/sbin/chat -v -t 60 \
 ABORT 'NO CARRIER' \
 ABORT 'BUSY' \
 ABORT 'NO DIALTONE' \
 '' ATX3 \
 OK ATDT$TELEPHONE \
  CONNECT ''
/etc/ppp/ppp-off
#! /bin/sh
if [ "$1" = "" ]; then
 DEVICE=ppp0
 else
 DEVIVE=$1
fi
if [ -r /var/run/$DEVICE.pid ]; then
 kill -INT `cat /var/run/$DEVICE.pid`
 if [ ! "$?" = "0" ]; then
  rm -f /var/run/$DEVICE.pid
  echo "ERROR: Remote state pid file"
  exit 1
 fi
 echo "PPP link to $DEVICE terminated"
 exit 0
 fi
 echo "Error: PPP link is not active on $DEVIVE"
 exit 1
Eventuell muss man noch die IP-Routen entsprechend konfigurieren.
Bei mir war nach dem Booten von Linux eine Default - und eine Loopback - Route gesetzt.
Diese beiden Routen musste ich mit
route del default
route del loopback
löschen. (manchmal ging es aber auch mit gesetzten Routen ?? )

Danach kann man sich mit /etc/ppp/ppp-on in den WIN-NT-Rechner einwählen.
Ein erster Test ist ein Ping vom WIN-NT-Rechner zum Linux-Rechner.

ping 192.168.2.2
oder ein Ping vom Linux-Rechner zum NT-Rechner
ping 192.168.2.1
Genauso funktioniert auch ein Telnet vom WIN-NT-Rechner zum Linux-Client.
telnet 192.168.2.2
- oder ein FTP (bei mir: WS_FTP) zum Linux-Client.

Damit der WIN-NT-Rechner die Namensauflösung erledigt, trägt man den Rechnernamen mitsamt zugehöriger IP-Adress in die Datei LMHOST des Windows-Verzeichnisses ein.

Läuft auf dem Linux-Client ein Apache-WWW-Server kann man auch mit WIN-Netscape Seiten des Linux-Rechners anzeigen.

http://192.168.2.2
Die Verbindung wird auf Linux-Seite mit /etc/ppp/ppp-off wieder getrennt.

Download der Linux-Dateien:



Roland Bernert, Januar 2000