| Belwue-Zugang über die UNI-Karlsruhe mit LINUX 6.3-7.x als Kommunikationsserver | ![]() |
Voraussetzungen:
Ich gehe davon aus, dass Ihr Netwerk mit
dem NT-Server funktioniert. Hier wird nur der Internet-
zugang über Belwue mit Hilfe eines
SuSE-Linux 6.3-7.x Kommuniktionsservers beschrieben.
Sie sollten bereits Kenntnisse über
Linux mitbringen.
Vorteil dieser Konfiguration:
| Einwahl-Telefonnummer in Karlsruhe | 0192399 |
| Eigene Nummer (MSN) | 945865 |
| IP der ISDN-Karte | 129.143.167.177 |
| Subnet | 255.255.255.128 |
| Aufpunktrouter in Karlsruhe | 129.143.167.254 |
| Nameserver | 129.143.2.4 und 129.143.2.1 |
| Schüler-Workstations | 192.168.2.2 bis 192.168.2.17 |
| Lehrer-Workstation | 192.168.2.1. |
| Win-NT-Fileserver | 192.168.2.200 |
| Linux 6.3-7.x Kommunikationsserver | 192.168.2.100 |
Installation von SuSE-Linux 6.3-7.x
Meine 4.3 GByte Festplatte hat drei Partitionen
(mit Dos fdisk eingerichtet und formatiert):
Man achte darauf, dass bei der Installation folgende Pakete ausgewählt werden:
Bei der Abfrage der Nameserver werden die
Nameserver-IP-Adressen von Belwue eingetragen.
(später - nach der Installation in
/etc/resolv.conf
kontrollieren)
Nachdem Linux 6.3-7.x läuft, beginnt die
etwas zeitraubende Konfiguration.
Eine Compilierung eines neuen Kernels
ist nicht notwendig. Der von mir bei der Installation
ausgewählte Pentium-Kernel ist für
unsere Zwecke gut vorbereitet.
# /etc/HOSTNAME
# mein Linuxserver
linux# /etc/hosts
# hosts This file describes a number of hostname-to-address
# mappings for the TCP/IP subsystem. It is mostly
# used at boot time, when no name servers are running.
# On small systems, this file can be used instead of a
# "named" name server. Just add the names, addresses
# and any aliases to this file...
#
127.0.0.1 localhost
192.168.2.1 PC01
192,168.2.2 PC02
192.168.2.3 PC03
.
.
192.168.2.101 linux.tmg.de linux
# /etc/resolv.conf
# hier als Beispiel die Namenserver der UNI-Karlsruhe
search rz.uni-karlsruhe.de uni-karlsruhe.de
nameserver 129.13.64.5
nameserver 129.13.96.2
nameserver 192.168.2.3# /etc/host.conf
order hosts bind
multi on
Nun sollte ein ping PC01 und ein ping PC02 ausgeführt werden
können !
Die entspr. Rechner sollten problemlos antworten.
Die Konfiguration ist im Wesentlichen im
Handbuch zu SuSE-Linux 6.3-7.x beschrieben. Diese
funktionierte bei mir nach mehreren vergeblichen
Versuchen unter 6.0, 6.1 und 6.2 nun bei
Version 6.3-7.x gleich auf Anhieb :-)
Nach der Installation gibt es unter /etc/rc.config.d/
eine ganze Reihe von Konfigurationsdateien.
Sollte etwas nicht funktionieren, kann
man dort nachsehen:
Im Wesentlichen sind es drei Dateien,
die den ISDN-Zugang regeln:
Konfiguration der Datei /etc/ppp/options.ippp0
Ausschnit:
# The IP addresses: <local>:<remote>Dabei ist 129.143.167.177 die IP meiner ISDN-Karte (von Belwue zugewiesen - siehe oben)
# just "0.0.0.0:" or nothing for dynamic IP
129.143.167.177:129.143.167.254
Konfiguration der Datei /etc/route.conf
Ausschnitt: (ganz unten)
# ISDN (i4l)Diese Einträge stammen von der Konfiguration der ISDN-Karte mittels YAST.
192.168.2.0 0.0.0.0 255.255.255.0 eth0
192.168.0.1 0.0.0.0 255.255.255.255 ippp0
default 192.168.0.1
Mit init 1
und anschließendem init 2
wird das Netwerk neu gestartet.
Ein darauffolgendes ping
129.143.167.245 sollte die ISDN-Karte
veranlassen, die
Belwue-Telefonnummer automatisch anzuwählen
und daraufhin die Pakete austauschen.
Mit tail -f /var/log/messages
kann man mögliche Fehlerquellen aufspüren bzw. den
Einwahlvorgang mitverfolgen.
Soweit sogut: Der Internetzugang funktioniert
im Prinzip :-)
Nun sollen die Schülerworkstations
auch noch einen Internet-Zugang über unseren
Linux-Rechner bekommen. Dazu konfiguriert
man den Proxy-Server SQUID.
Konfiguration
des Web-Servers Apache
(hier wieder nur die wesentlichen, von
mir geänderten Einträge in /etc/httpd/httpd.conf)
ServerAdmin root@localhostAlle anderen Einstellungen wurden belassen.
ServerName 192.168.2.100
DocumentRoot "/usr/local/httpd/htdocs"
# First, we configure the "default" to be a very restrictive set of
# permissions.
# ich möchte keine "very restrictive set of permissions." daher auskommentiert
#<Directory />
# Options ExecCGI FollowSymLinks
# AllowOverride None
#</Directory>UserDir .public_html
# enable perl for cgi-bin
# habe ich auskommentiert- Perl-CGIs liefen so besser ! :-))#<Location /cgi-bin>
#AllowOverride None
#Options +ExecCGI -Includes
#SetHandler cgi-script
#
#<IfDefine PERL>
#AddHandler perl-script .pl .cgi
#PerlHandler Apache::Registry
#PerlSendHeader On
#</IfDefine>
#</Location>LanguagePriority de fr en
AddHandler cgi-script .cgi .pl
Ich habe danach
noch die Datei /usr/sbin/suexec
umbenannt
in /usr/sbin/suexec_org.
Mit SUEXEC legt man Richtlinien fest,
wie Apache CGIs verwaltet und startet.
Bei mir war es so, dass ich keine benutzerdefinierten
CGIs bei laufendem suexec ausführen
konnte (vielleicht hat einer der Leser
eine Idee, wie man das mit suexec bewerkstelligt ?).
Also habe ich suexec durch Umbenennen
ausgeschaltet. Wenn Apache suexec nicht
findet,
stört dies den Web-Server nicht.
Nun startet man den Apache durch
/sbin/init.d/apache stopneu.
/sbin/init.d/apache start
Danach funktioniert das eigene Intranet
genauso wie das weltweite Internet.
Schüler können auf dem Linux-Server
Seiten ablegen, CGI-Scripts schreiben , sich mit
Telnet einloggen usw.
Damit der Apache bei jedem Bootvorgang
automatish gestartet wird, such man in /etc/rc.config
den Eintrag
#und gibt ein: START_HTTPD=yes (falls das nicht schon so voreingestellt ist)
# Should the Apache httpd be started at bootup? (yes/no)
#
START_HTTPD=yes
Virtuelle
Hosts
Man kann dem eigenen WWW-Server mehrere
virtuelle Namen geben.
Je nach Namen, erscheint im Browser eine
andere WWW-Seite.
Ich habe das so realisiert:
In der Section 3 der Konfigurationsdatei
/etc/httpd/httpd.conf
befinden
sich die
Eintragungen für die virtuellen Host-Namen.
Hier meine Einstellungen als Beispiel:
NameVirtualHost 192.168.2.100
#
# VirtualHost example:Gibt man nun im Browser http://www.roland.de ein, erscheint die WWW-Seite, die
# Almost any Apache directive may go into a VirtualHost container.
#
<VirtualHost 192.168.2.100>
ServerAdmin root@localhost
DocumentRoot /home/za186/.public_html/Linuxconf
ServerName www.roland.de
# ErrorLog logs/host.some_domain.com-error_log
# CustomLog logs/host.some_domain.com-access_log common
</VirtualHost><VirtualHost 192.168.2.100>
ServerAdmin root@localhost
DocumentRoot /usr/local/httpd/htdocs
ServerName www.tmg.de
# ErrorLog logs/host.some_domain.com-error_log
# CustomLog logs/host.some_domain.com-access_log common
</VirtualHost>
Gibt man aber http://www.tmg.de
ein, so erscheint die Seite aus
/usr/local/httpd/htdocs.
Für einen User sieht das also so aus , als würden die Daten
von verschiedenen
WWW-Servern kommen.
Was noch fehlt ist, den Linux-Server als
Fileserver nutzbar zu machen.
Hierzu gibt es das Paket SAMBA.
Linux beitet sehr vielfältige Möglichkeiten
der Konfiguration. Gerade zum Sicherheitsaspekt
gibt es bei SuSE-Linux 6.3-7,x sehr weitreichende
Möglichkeiten.
Informationen hierzu findet man z.B. in
den Scripten der Netwerkberater-Kursen zu Linux auf
dem Landesbildungsserver
Baden-Würtembergs.
Weitere Zugänge
Die gleiche Installation und Konfiguration
ermöglicht auch den Anschluß eines Schulnetzes
an einen anderen Anbieter. Ich hatte das
bei dem Lehrer-Zugang (za-Zugang/Regionaler
Arbeitskreis Internet am Oberschulamt
Karlsruhe einige Zeit so laufen.
Es müssen hierzu lediglich die Telefonnummer
bei der ISDN-Konfiguration und in der
Datei/etc/ppp/option.ippp0
die
Einträge für <local-IP>:<remote-IP>
auf 0.0.0.0:0.0.0.0 geändert
werden.
Zudem muss noch bei der ISDN-Konfiguration
der Beutzername (za-Nummer) und das Passwort
eingetragen werden.
Wenn man will, kann man auch einen kostenlosen
Provider (Arcor, Moblicom, Uunet, o,TEL.o usw.)
nutzen (Hinweis: Uunet
ist sehr schnell)
Dabei ist nur die Telefonnummer in der
Datei /etc/rc.config.d/i4l_option.rc.config
und der Benutzername sowie das Passwort
in der ISDN-Konfiguration (mit YAST) zu ändern
Wenn man keine Homepages ablegen möchte,
ist dies sicher eine gute Alternative; gerade dann,
wenn der Belwue-Knoten mal wieder ausgefallen
oder der Belwuezugang etwas zu langsam ist.
Auf eine EMail-Konfiguration wurde hier
bewußt verzichtet.
Inzwischen gibt es eine Menge Anbieter
(z.B. www.gmx.de,
www.yahoo.de
usw.), die kostenlose
Emailadressen vergeben. Schüler können
bei diesen Anbietern problemlos Emailadressen
bekommen. Da braucht man sich als Lehrer-
Netzwerkberater nicht zusätzliche Arbeit aufzu-
halsen. Lediglich lokale Email im schuleigenen
Intranet ist bei uns möglich. (die braucht man sowieso
für die Benutzung der Newsgroups)
Zum Schluss wünsche ich allen Lesern
eine erfolgreiche Einrichtung des Interntzugangs.
Alle seien freundlichst gegrüßt.
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