IP-Aliasing: SuSE-Linux 6.x
von Roland Bernert

Mit Hilfe des IP-Aliasing kann einer Netzwerkkarte mehrere IP-Adressen zugewiesen werden. Das kann man u.a. dazu benutzen - falls man einen eigenen WEB-Server (APACHE) installiert hat (siehe: Virtual Hosts) - unter verschiedenen Namen (IP-Adressen) auch verschiedene Seiten anzeigen zu lassen. Der Benutzer merkt davon nichts und meint, dass die Seiten von verschiedenen Servern stammen.

So geht's:
von Hand: (man gibt ein)

ifconfig eth0:0 192.168.2.101 broadcast 192.11168.2.255 netmask 255.255.255.0 up
(alles in einer Zeile)
Danach kann man sofort einen ping 192.168.2.101 absetzen.
Die Konfiguration geht jedoch beim nächsten Bootvorgang verloren !
 

Mit SuSE-YAST:
 

  • Yast starten

  • --> Administration des Systems
    --> Netzwerk Konfiguration
    --> Auswahl der Netzwerks
    --> zusätzliches Netzwerk einrichten (falls keines mehr frei ist)
  • [F5] Device

  • --> Anderes Device eingeben
    --> Aliasname eth0:0 (eth0:1 usw) eingeben
  • [F6] IP-Adresse

  • -->Neue IP-Adresse eingeben, eventuell Netzwerkmaske korrigieren
    --> Gateway nicht ändern
  • [F4] Aktivieren der neuen Netzwerkschnittstelle
  • [F10] Speichern der Einstellungen
  • Yast verlassen


Das Netzwerk muss nun noch neu gestartet werden:

/sbin/init.d/network stop
/sbin/init.d/network start
Damit das Interface unter einem anderen Hostnamen ansprechbar ist, kann der neue Name noch in /etc/hosts oder in die enstprechenden DNS-Server-Konfiguration eingetragen werden.

Weiteres siehe: Eigenen Nameserver einrichten, Virtuelle Hosts


Roland Bernert