SuSE - Linux 6.3
Analoge Einwahl mit MGETTY


Voraussetungen: Installation von mgetty aus der Serie n.
Zu konfigurieren ist die Datei: /etc/mgetty+sendfax/mgetty.config
Hier meine Einstellungen:
#/etc/mgetty+sendfax
# mgetty configuration file
# this is a sample configuration file, see mgetty.info for details
# comment lines start with a "#", empty lines are ignored

# set the global debug level to "4" (default from policy.h)
debug 4

# set the local fax station id
fax-id 49 89 xxxxxxxx
# access the modem(s) with 38400 bps
speed 38400
#  use these options to make the /dev/tty-device owned by "uucp.uucp"
#  and mode "rw-rw-r--" (0664). *LEADING ZERO NEEDED!*
port-owner uucp
port-group uucp
port-mode 0664

# Zoom V.FX 28.8, connected to ttyS1: don't do fax, less logging
# mein Modem ist an COM2 angeschlossen --> ttyS1
port ttyS1
#  debug 3
data-only y
init-chat "" \d\d\d+++\d\d\dATZ OK
# falls dieser INIT-String mit Ihrem Modem nicht funktioniert
# kann man auch folgendes probieren
#init-chat "" \d\d\d+++\d\d\dAT&FS2=255 OK ATN3S0=0S13.2=1 OK
# oder noch eine Möglichkeit:
# init-chat "" \d\d\d+++\d\d\dAT&D3 OK \d\dATZ OK
# bei meinem Modem (ELSA 57600) funktionierten alle drei INIT-Strings

# some other Rockwell modem, needs "switchbd 19200" to receive faxes
# properly (otherwise it will fail with "timeout").
#
#port ttyS1
#  speed 38400
#  switchbd 19200
 

Das mgetty muss nun noch gestartet werden. Hierzu fügt man in der Datei /etc/inittab
folgende Zeile hinzu:
# modem getty.
# mo:23:respawn:/usr/sbin/mgetty -s 38400 modem
# um eingehende Anrufe zuzulassen , nachfolgende Zeile entkomemntieren:
# Roland Bernert 30.12.1999
# starten durch telinit q
S1:23:respawn:/usr/sbin/mgetty /dev/ttyS1
# falls das nicht funktionieren sollte kann man folgende Zeile testen
#S1:23:respawn:/usr/sbin/mgetty -s 38400 modem
# oder auch eine etwas höhere Geschwindigkeit fahren
#S1:23:respawn:/usr/sbin/mgetty -s 57600 /dev/ttyS1
Dabei bedeutet: S1 die serielle Schnittstelle (hier Com2) für das Modem,23 sind die Runlevels, danach das Programm und als letztes nochmals der Name des Geräts (die Modemschnittstelle COM2), das von mgetty überwacht werden soll.

Nach dieser Änderung muss der init-Dämon neu gestartet werden. Dies geschieht mit

telinit q
ein tail -f /var/log/mgetty sollte in etwa folgendes ausgeben:
12/30 10:35:01 yS1  locking the line
12/30 10:35:01 yS1  lowering DTR to reset Modem
12/30 10:35:02 yS1  send: \d\d\d+++\d\d\dAT&FS2=255[0d]
12/30 10:35:05 yS1  waiting for ``OK'' ** found **
12/30 10:35:05 yS1  send: ATN3S0=0S13.2=1[0d]
12/30 10:35:05 yS1  waiting for ``OK'' ** found **
12/30 10:35:06 yS1  waiting...
12/30 11:35:06 yS1  checking if modem is still alive
12/30 11:35:06 yS1  mdm_send: 'AT' -> OK
12/30 11:35:06 yS1  waiting...
Danach kann man sich weltweit auf dem eigenen Rechner mit einem Terminalprogramm
(z.B. Hyperterminal bei Windows) einwählen :-))
Es sieht dann so aus, als säße man vor dem eigenen Linuxrechner.


Roland Bernert, Dezember 1999