NFS-Server einrichten: SuSE-Linux 6.x
von Roland Bernert

Installiert man auf dem Linus-Server den NFS-Server, so können andere Linus-Rechner (die Clients) auf freigegebe Verzeichnisse des Linus-Servers (mit NFS) transparent zugreifen. D.h., dass alle Benutzer auf den verschiedenen Linux-Rechnern auf Verzeichnissen des Servers (bzw. Laufwerken) so arbeiten können, als säßen sie direkt am Server. (entspricht in etwa dem "Netzwerklaufwerk verbinden" bei Windows - ist aber nicht zu verwechseln mit der Freigabe von Linux-Ressorcen für Windows-Rechner mittles SAMBA)

So geht's:

Mit SuSE-YAST:

  • Yast starten
    --> Installation festlegen/ändern
    --> aus der Serie n wird nfsserv installiert
    --> Administration des Systems
    --> Netzwerk konfigurieren
    --> Netzwerkdienste konfigurieren
    --> inetd starten (Antwort: JA)
    --> Portmapper starten (Antwort: JA)
    --> Rechner als NFS-Server (Antwort: JA)
  • Yast verlassen
  • mit joe /etc/exports die gewünschten Verzeichnisse freigeben
    hierzu gibt man einfach ein, z.B. 
    /tmp
    /var
    /home
    (usw)
  • mit joe /etc/rc.config die allgemeine Konfigurationsdatei editieren
    -->
    START_PORTMAP="yes"
    --> NFS-SERVER = "yes"
    --> danach SuSEconfig aufrufen
  • mit reboot den Rechner neu booten
    • Nach dem Booten kann man am Server oder an einem Client mit
      mount Rechnername:/tmp /mnt oder
      mount -t nfs Rechnername:/var /mnt 
      das exportierte Dateisystem des Servers mounten.
  • mit showmount -e können die exportierten Verzeichnisse angezeigt werden

Roland Bernert