Kostenloser T-Online-Zugang für Schulen unter Linux
von Roland Bernert

Bezieht sich auf SuSE-Linux 6.3
Hat man bereits einen funktionierenden Internetzugang (z.B. Belwue) auf dem Linux-Kommunikationsserver eingerichtet, so sind lediglich drei Dateien umzuschreiben.
Danach kann man den kostenlosen T-Online-Zugang für das gesamte Schulnetz nutzen :-))

Von T-Online erhält man u.a. folgende Daten:

Die Zugangsdaten wurden von mir natürlich geändert.

Der Benutzername setzt sich zusammen aus:
Anschlusskennung + T-Online-Nr + Mitbenutzernummer

Als Mitbenutzernummer wähle ich: 0001
Damit lautet der Benutzername: 0001234567897070605040300001
Das Passwort steht auf der Karte: - hier als Beispiel: 09876543

Diese beiden Werte sowie die Telefonnummer müssen nur noch in die entsprechenden Linux-Dateien eingetragen werde.

#/etc/ppp/pap-secrets
# Secrets for authentication using PAP
# client server secret   IP addresses

# OUTBOUND CONNECTIONS
# Here you should add your PPP Login and PPP password to connect to your
# provider via pap. The * means that the entry(login and passoword may be
# used for ANY host you connect to.
# Thus you do not have to worry about the foreign machine name. Just
# replace password with your password.
#hostname * password

# PREDIFINED CONNECTIONS
# These are user and password entries for publically accessible call-by-call
# Internet providers in Germany. If they confict with your config, remove them.
# (Benutzername * Passwort mit TAB getrennt)
"0001234567897070605040300001" * "09876543"



# /etc/ppp/options.ippp0
# /etc/ppp/options.ippp?
#
# for isdn4linux/syncPPP and dynamic IP-numbers
#
#
# Klaus Franken, kfr@suse.de
# Version: 27.08.97 (5.1)

# This file is copy by YaST from /etc/ppp/ioptions.YaST 
#   to options.<device>

# The device(s)
# for more than one device try:
# /dev/ippp0 /dev/ippp1 ...
/dev/ippp0

# The IP addresses: <local>:<remote>
# just "0.0.0.0:" or nothing for dynamic IP

# my user name (hier tragen Sie den Benutzernamen ein)
user "0001234567897070605040300001"

# my system name (only for CHAP!)
# name my_system_name

# accept IP addresses from peer
# use with dynamic IP
ipcp-accept-local
ipcp-accept-remote
noipdefault

# try to get IP address from interface
# option specific to ipppd (as opposed to pppd)
# use only with static IP
#useifip

# disable all header-compression
-vj
-vjccomp
-ac
-pc
-bsdcomp

# sometimes you need this:
#noccp

# max receive unit
mru 1524
# max transmit unit
mtu 1500

# If this machine is a server, force authentication by uncommenting one
# of the following. However, if this machine is a client, doing this will
# prevent a succesful connection! (message "peer refused to authenticate").
# So, only uncomment on a server.
# "+pap" / "+chap" NUR AKTIVIEREN, WENN DIES EIN SERVER IST!!!
#+pap
#+chap

# if you have problems with handshaking (no response for first
# lcp-package) try to decrease the retry-cycle. Default is 3 sec,
# try for example 2 sec:
# lcp-restart 2



# /etc/rc.config.d/i4l_options.rc.config
# idletime before hangup (in seconds)
#
I4L_IDLETIME_0=60
I4L_IDLETIME_1="60"
I4L_IDLETIME_2=60
I4L_IDLETIME_3=60

#
# Set the number of dial atempts for each number
#   set to "" for unlimited
#
I4L_DIALMAX_0=5
I4L_DIALMAX_1="5"
I4L_DIALMAX_2=5
I4L_DIALMAX_3=5

#
# my phone number (MSN/EAZ)
# (natürlich von mir geändert)
I4L_LOCALMSN_0=""
I4L_LOCALMSN_1="7654321"
I4L_LOCALMSN_2=""
I4L_LOCALMSN_3=""

#
# remote station phone number dialout
#   example: "09113206726 09113206728"
# (hier die T-Online-Nummer; ist für alle gleich)
I4L_REMOTE_OUT_0=""
I4L_REMOTE_OUT_1="0191011"
I4L_REMOTE_OUT_2=""
I4L_REMOTE_OUT_3=""

#
# remote station phone number dialin
#   example: "09113206726 09113206728"
#
I4L_REMOTE_IN_0=""
I4L_REMOTE_IN_1=""
I4L_REMOTE_IN_2=""
I4L_REMOTE_IN_3=""

#
# encapsulation
#   possible values: "rawip" (default), "ip", "cisco-h", "ethernet",
#     "syncppp", "uihdlc"
#   see: /usr/src/linux/Documentation/isdn
#        and /usr/doc/packages/i4ldoc
#
I4L_ENCAP_0="rawip"
I4L_ENCAP_1="syncppp"
I4L_ENCAP_2="syncppp"
I4L_ENCAP_3="rawip"

#
# secure
#   "on"  = only defined numbers are allowed to call in
#   "off" = all numbers are allowed to call in
#
I4L_SECURE_0="on"
I4L_SECURE_1="off"
I4L_SECURE_2="on"
I4L_SECURE_3="on"

Nach dem Umstecken des ISDN-Kabels in die neu gelegte T-Online-Dose funktionierte der kostenlose Internetzugang im ganzen Schulnetz einwandfrei. (Ich habe sogar die Nameserver auf die Einstellung: Belwue gelassen - kann natürlich auch noch geändert werden --> /etc/resolv.conf)

Falls der Zugang nicht auf Anhieb klappen sollte, kann man auf einer zweiten Konsole mit

tail -f /var/log/messages
mitlesen was genau passiert


Kanalbündelung:
Bei Kanalbündelung werden zwei ISDN-Känale gemeinsam benutzt.
Man erhält somit eine höhere ISDN-Geschwindigkeit.

Vorgehen:
Für den ertsen Kanal existiert bereits ein IPPP-Device. Bei mir ippp0.
Für die Kanelbündelung benötigen wir ein zweites Device. Bei mir ippp1
Dazu setzt man in /etc/rc.config.d/i4l_sp_options.rc.config die Variable
I4L_SLAVE_1="ippp1"

Weiterhin fügt man in /etc/ppp/options.ippp0 einen Eintrag hinzu:
Statt /dev/ippp0 schreibt man

/dev/ippp0 /dev/ippp1
+mp

Nach dem Neustart (init 1 und anschließend init 2) kann der zweite Kanal gestartet werden durch
isdnctrl dial ippp1

Mit dem Programm imon kann man sehen, ob eine Verbindung über beide Kanäle aufgebaut wurde.

Um den zweiten Kanal bei jeder Einwahl automatisch zuzuschalten, kann man die Zeile 

sdnctrl dial ippp1 in das Script /etc/ppp/ip-up
eintragen. Zumindest hat das bei mir so funktioniert.

SuSE schlägt folgenden Weg vor:
Man sucht in /sbin/init.d/i4l die Zeile:

$SBIN/isdnctrl chargehup $I4L_SLAVE $I4L_CHARGEHUP
und fügt danach die Zeile
$SBIN/isdnctrl dialmode $I4L_SLAVE auto
Danach wird ab dem nächsten Start des ISDN-Systems automatisch gewählt, wenn Sie den zweiten Kanal mit isdnctrl addlink ippp0 dazuschalten.

Ich habe diesen Befehl in das Script /etc/ppp/ip-up eingetragen.
Auch dies hat einwandfrei funktioniert.


Weitere Informationen:

Roland Bernert, Juli 2000 zurück zur Hauptseite