Geschichte von Ettenheimmünster

Der Ort Ettenheimmünster verdankt seinen Namen und seine Entstehung der ehemaligen Benediktinerabtei Ettenheimmünster.

Die frühesten noch sichtbaren Zeichen einer Besiedlung des Münstertals sind Überreste der beiden vermutlich keltischen Fliehburg Giesenburg und Heidenkeller auf der Südseite des Tals.

Um 640   Martyrium des Hl. Landelin, eines iroschottischen Missionars

Um 725   vereinigte Bischof Widegern die Einsiedler die sich um das Grab des Heiligen niedergelassen haben in einem kleinen Kloster, der "Cella Monachorum" im heutigen Münchweier.

Nach 734  Bischof  Etto erneuerte das Kloster, führte die Regeln des Hl. Benedikt ein und überließ ihm 762 in seinem Testament zahlreiche Güter zum Unterhalt von 30 Mönchen.

8. Jahrh.   Herzog Ruthard schenkt dem Kloster die Mark Ettenheim.

Um 800   Im Reichenauer Verbrüderungsbuch werden die Namen der Mönchen des Klosters  "Etinheim" aufgelistet (älteste Originalkunde).

1226     Papst Honorius III. bestätigt die Rechte und Besitztümer des Kloster "Ethinheim" und stellt es unter seinen Schutz.

1417    Kaiser Sigismund und seine Nachfolger bestätigen die Rechte des Klosters. Feuerbrünste, Plünderungen, Ausbeutungen durch weltliche und geistliche Machthaber und Kriegswirren machten die Geschichte des Klosters zu einem ständigen Existenzkampf.      

1687-89 und 1698/99   Abt Maurus Geiger (1686-1704) läßt durch Meister Regutz die neue Wallfahrtskirche errichten. 1764/65 erhält die Kirche ihr heutiges Aussehen durch den Einbau des Querschiffes. Der Kirchturm wird 1855-57 angebaut.

1719-34    Klosterneubau durch den vorarlbergischen Baumeister Peter Thumb, unter Abt Johann Baptist Eck (1710-1740)

1754         1. Auflage der Ettenheimmünsterischen Bibelübersetzung

Um 1770  Abt Augustin Dornblut (1740-1774) erbaute eine Orangerie für Konzerte.

1803        Das Kloster vom badischen Staat aufgehoben (Säkularisation). Nach über 1000 Jahren verschwand ein Mittelpunkt des religiösen Lebens.

19.Jahrh.   Das Klostergebäude und die Klosterkirche wurden zu weltlichen Dingen genutzt und schließlich abgebrochen.Aus der Klosterkirche wurden rechtzeitig wertvolle Ausstattungsgegenstände in die Pfarr-und Wallfahrtskirche versetzt. Darunter waren die Landelinsbüste, eine Silberschmiede von 1506 und die bekannte Silbermannorgel, sie wurde 1769 von Johann Andreas Silbermann geschaffen und gilt als besterhaltenes Werk diesseits des Rheins.

Um 1900    Das "Bad Ettenheimmünster" - heute Psychosoziale Klinik - floriert.

1923           Kurhaus wird errichtet, das heutige "Alten- und Pflegeheim St. Marien".

1.12.1971  Eingliederung in die Stadt Ettenheim.

                 

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