MswLogo-Programme              Programmsammlung (Zip-File 7,5KB) ,   erklärt mit PPT-Präsentationen von Schülern (Zip-File ca. 1 MB)

Dabei ist zu erwähnen, dass erst zu Beginn des 2. Schulhalbjahres ein Schüler der 9. Klasse mit dem Wahlpflichtfach Natur und Technik in die AG eintrat und sein Interface noch zeitgerecht fertig stellen konnte. Natürlich machte ihm die Programmierung ohne Vorwissen und der Einführungsphase aus dem 1. Schulhalbjahr zu schaffen.

Im 2. Schulhalbjahr suchten die Teilnehmer mit ihrer Lehrperson nach Anwendungsmöglichkeiten für das Interface. Neben den Lauflichtprogrammen sollten auch andere Möglichkeiten ausgeschöpft werden. Das Interface in einen Binärzähler mittels eines MswLogo-Programmes zu verwandeln, lag aufgrund der fortlaufenden Codenummern bei den ersten 8 LEDs auf der Hand. Natürlich konnte man das Interface mittels weniger Programmzeilen binär zählen lassen, aber die Kommentierung der dekadischen Zahl und der zugehörigen Binärzahl gleichzeitig auf dem Bildschirm erforderte weitere Prozeduren, die den Euklidischen Algorithmus berücksichtigten. Der Autor wiederholte nochmals diesen Algorithmus aus dem früheren ITG- oder Mathematikunterricht. Die Programmierung war nicht einfach und erforderte auch eine Einführung in weitere Befehlswörter (liste, satz, oe, ol, me ...) seitens des Leiters. Hier war das Durchhaltevermögen der Teilnehmer gefordert. Doch das Endresultat belohnte sie. Sicherlich hätte man das binäre Zählen auf alle 12 LEDs erweitern können, aber weitere Fallunterscheidungen und Prozeduren wären notwendig gewesen!

Da schon eine gewisse Durststrecke zurückgelegt worden war, entschied sich der Autor mit der Gruppe für ein anderes Projekt: Sichtbares und hörbares Morsen mit dem Interface und dem PC-Lautsprecher. Auch hier überlegte man gemeinsam die Struktur des Programmes. (Texteingabe, Wortzählung, ausbuchstabieren der Wörter, Morsealphabet, Ansteuerung der LEDs für kurze, lange Signale und Wortende usw.). Gewisse Programmteile gab der Kursleiter den Schülern vor, sodass in Zweiergruppen eine aussichtsreiche Programmierung ermöglicht wurde. In dieser Phase pendelte der Autor von einer Gruppe zu nächsten, um sie zu beraten und zu unterstützen. Diese Programmierung erforderte einige Stunden, um das Projektziel zu erreichen. Zuordnungen der LEDs, Tonhöhen und Tonlängen waren schließlich mit diesem Morseprogramm variabel einstellbar.

Inspiriert von einem vorgestellten Ampelsteuerungsprogramm des Autors wollte ein Schüler ein eigenes Ampelprojekt zunächst nur auf dem Bildschirm ohne Interfaceansteuerung angehen. Er verfolgte dabei in einer Doppelstunde erfolgreich einen anderen Weg als das vorgestellte Programm des Autors.

Zuletzt wurde Musik mit MswLogo programmiert (vgl. Geburtstagskarten). Nach der einführenden Erklärung des Programms (jeder Tonname hat eine eigene Prozedur, die mit den Eingangsvariablen Oktave und Tonlänge ausgestattet ist) konnten die Schüler eigene Melodien oder von bekannten Liedern programmieren und über den PC-Lautsprecher abspielen lassen. Dieses Programm bereitete den Schülern sehr viel Spaß.

Rückblickend war die AG in den Augen des Autors erfolgreich, zumal alle Schüler bis zum Schluss regelmäßig nachmittags teilnahmen. Gerade die Abwechslung der handwerklichen Arbeit mit der geistigen Arbeit motivierten die Schüler für die AG-Inhalte. Für den Kursleiter war es aus seinen Erfahrungen vornherein klar, dass die Programmierarbeit bei längeren Programmen manchen Schüler eher mutlos macht. Deshalb entschied er sich für dieses duale Handlungsprinzip. Auch beim Besuch der Solarfabrik in Freiburg wurden fächerübergreifende Themen angesprochen (Geschichte der Solarfabrik, Produktionsprozesse bei der Herstellung von Solarmodulen, Energiesparmaßnahmen in der Solarfabrik selbst, Leistung und Wirkungsgrad von Solarmodulen ...) und im nachfolgenden Unterricht in den Fächern Physik und Natur und Technik nachbereitet (vgl. Anlagen). Ferner konnten die Schüler einen weiteren Betrieb kennen lernen und sich vor Ort nach Ausbildungsmöglichkeiten und Eingangsvoraussetzungen erkundigen.

             

Sicherlich stand auch eine Digitaluhr (LED-Uhr) im angemeldeten Themenkatalog des Autors, die mit dem hergestellten 12-LED-Interface minutengenau über die parallele Druckerschnittstelle des Rechners gesteuert werden sollte. Die dafür notwendige Zeit dafür war auch vom Leiter im Schuljahr 2006/2007 eingeplant und das Projekt im Rahmen einer FöbbS-AG beim Regierungspräsidium Freiburg angemeldet worden. Leider benötigte seine Schule alle seine Deputatsstunden für den Pflichtunterricht. Deshalb kann die AG frühestens im Schuljahr 2007/2008 fortgesetzt werden.

Literaturangaben:

Harvey, Brian: Computer Science Logo Style, Volume 1-3, Symbolic computing, Advanced Techniques, Beyond Programming

2nd ed. MIT-Press 1997 by the Massachusetts Institute of Technology

Henzler, Siegfried: Mensch Technik Umwelt für die Klassen 9 + 10

Handwerk und Technik Hamburg 1999

Laabs, H.J. u.a.: Messen, Steuern, Regeln mit dem PC

Handwerk und Technik Hamburg 1996

Rathgeb, Thomas: NCCAD6.PPT

Realschule Eppingen

Papert, Seymour: Gedankenblitze - Kinder, Computer und neues Lernen

rororo 8126 Reinbek bei Hamburg 1985

Onlinequellen - Webadressen

http://http.cs.berkeley.edu/~bh

http://www.lehrer.uni-karlsruhe.de/~za1880/itg/index.htm (Auswahl von durchgeführten FöbbS-Arbeitsgemeinschaften)

http://www.lehrer.uni-karlsruhe.de/~za1880/itg/MswLogo/MswLogo6.5WinXP   (hier kann man die deutsche MswLogo-Version 6.5 herunterladen)

http://www.lehrer.uni-karlsruhe.de/~za1880/itg/FMSLogo (Nachfolgesprache FMSLogo - drei deutsche Versionen zum Herunterladen, darunter

                                                                                          zwei MSR-Versionen, die über Parallelport u. neuerdings sogar über USB-Port steuern)

http://www.ph-ludwigsburg.de/logo.html

http://www.softronix.com/logo.html

http://www.ecawa.asn.au/home/jfuller/

   12-LED-Interface - Einleitung                              inhaltlicher Ablauf                                  Erfahrungen