Schlussbetrachtung

Es bleibt zu erwähnen, dass alle vorgestellten Programme von den Schülern und vom Autor selbst entwickelt worden sind. Ferner war das projektorientierte und fächerübergreifende Arbeiten stets Handlungsprinzip in dieser Arbeitsgemeinschaft, um möglichst eine ganzheitliche Förderung der Schüler zu gewährleisten (AG-Leiter unterrichtet selbst sechs Fächer). Auch hat der AG-Leiter das amerikanische FMSLogo 6.19 bei der Herübersetzung in das Deutsche so verändert, dass es auf der 2KMEXP7-Windows- sowie Vista-Ebene mit einer vereinfachten Syntax für Steuerungen lauffähig ist. Außerdem wurde vom Autor ein selbst entwickeltes deutsches Hilfesystem in das FMSLogo-System integriert (Menu Hilfen -> Index), sodass der programmierende Schüler die Syntax gleich nachschlagen kann. Neben den normalen FMSLogo-Befehlswörtern werden dort Beispiele für Schrittmotorensteuerungen aufgezeigt. Im Gegensatz zum kostspieligen CIUS2-System ist dieses FMSLogo-System (Freeware!) viel mächtiger, da es nicht nur für technische Angelegenheiten verwendet werden kann (vgl. Grafiken, fraktale Geometrie, Schneckenspiel, Wissensquiz usw.). Bausteinartig kann man hier Programmierprojekte erweitern und auch Fragen der künstlichen Intelligenz behandeln. Sicherlich muss in der Sekundarstufe I beachtet werden, dass die Prozedurenanzahl für ein Programmierprojekt nicht allzu groß wird. Eigentlich hat der Lispableger MswLogo bzw. FMSLogo an deutschen Schulen mehr Zuspruch und Eingang verdient, gerade weil diese Interpretersprache bei den heute schnelleren Rechnern durchaus komfortabel ausgelegt sowie unentgeltlich zu erhalten ist und einen fundierten Zugang zu komplexeren und objektorientierten Programmiersprachen wie Delphi, C++, Java, Visual Basic usw. bietet. Nach über 26 Jahren Unterrichtserfahrungen mit dieser Sprache und mehreren FöbbS-Arbeitsgemeinschaften hatte der Autor diese Sprache wiederum für das vorliegende Thema gewählt, obwohl andere Sprachen wie Delphi, C++, Java oder auch Visual Basic zur Verfügung standen, die teilweise auch in der Industrie verwendet werden. Es war eine rein pädagogische Entscheidung des AG-Leiters für seine Schüler in der Sekundarstufe I, zumal diese Umgebung primär für Schüler vom "LOGO-Urvater" Seymour Papert entwickelt worden ist und dahinter auch die Philosophie des genetischen und entdeckenden Lernens steht. Mehrmals hat der AG-Leiter für diese pädagogische Sprachphilosophie als Gastredner in verschiedenen Workshops der imedia2009, der imedia2010 und der imedia2011 im Theresianum zu Mainz mit den u.a. hier vorgestellten Projektbeispielen geworben.