Entwickeln von Lern-und Strategiespielen mit der Programmiersprache FMSLogo

AG-Leiter: Stephan Vogel (M.A.)

An der Realschule des Autors hat die Arbeitsgemeinschaft zur Förderung besonders befähigter Schüler schon eine lange Tradition . Sie ist im Schulprofil, das seinen Schwerpunkt in der Berufsorientierung und -vorbereitung gerade im sozialen und wirtschaftlichen Bereich sieht, verankert. Die Schüler des 9. Schuljahres haben die Möglichkeit innerhalb zweier Themenwochen mehrere Betriebe aufzusuchen, um Erfahrungen und Kontakte für ihren späteren Berufsweg zu sammeln und eventuell durch Praktika in der schulfreien Zeit später zu ergänzen. Außerdem werden Schüler, die keine zweite Praktikumstelle in dieser Zeit gefunden haben, mit den Eignungstestverfahren vertraut gemacht. Ferner werden Kontakte mit eingeladenen betrieblichen Ausbildungsleitern oder ehemaligen ausgebildeten Schülern ermöglicht. Es hat sich nämlich gezeigt, dass eine frühe und gut geplante sowie stetige Kontaktaufnahme mit den örtlichen Betrieben nur zum Wohle der Schüler bei der anschließenden Lehrstellensuche sein kann.

Gerade die nachstehenden Inhalte dieser FöbbS-AG, die nach einer Einführungsphase projektartig behandelt und ausgeführt worden sind, sollten im naturwissenschaftlichen Bereich leistungsfähige Schüler fördern. Ferner werden oftmals die Schüler dieser Schule mit Produktionsprozessen heimischer Betriebe (Firma Schneider electronics in Lahr und Firma ebm-Papst in Herbolzheim für Schrittmotorenproduktion, Firma Herrenknecht Vortriebstechnik in Allmannsweier/Lahr, Solarfabrik in Freiburg, Firma Simona in Ringsheim für automatisierte Produktherstellung aus Kunststoffen usw.) bei ihrem Praktikum oder späteren Berufsausbildung konfrontiert.

Die AG setzte sich im ersten Halbjahr aus drei bis vier Schülern zusammen (Gibril, Schüler der 10. Klasse mit Wahlpflichtfach Technik sowie Miriam, Schülerin der 8. Klasse mit Wahlpflichtfach Mensch und Umwelt sowie Johannes, Schüler der Klasse 9 mit Wahlpflichtfach Technik, welcher im 1. Halbjahr bald aufgab). Im 2. Halbjahr kam Katharina, eine weitere Schülerin der 8. Klasse mit Wahlpflichtfach Mensch und Umwelt hinzu, die durch ihre sehr schnelle Auffassungsgabe und Kombinationsfähigkeit sich gleich in die Programmiersprache einfand und die AG auch durch ihre frische Art wesentlich bereicherte. Alle drei Teilnehmer nahmen regelmäßig an der AG bis zum Schuljahresende teil.

Abb. 1: Die FöbbS-Gruppe - v.l.: Miriam, Katharina und Gibril

Leider beschnitt u.a. der nachmittägliche Sportunterricht der Jungs der 8. Klassenstufe diese FöbbS-AG am Dienstag. Ferner sind die Nachmittage am Montag mit Technikunterricht der Klassenstufe 10, am Mittwoch mit NWA-Pflichtunterricht und am Donnerstag mit Konferenzen belegt gewesen. Auch ein angebotener Freitagnachmittagstermin erhöhte die Teilnehmerzahl der AG nicht. Aufgrund der notorischen Raumnot, die durch die Wandlung der Realschule von ihrer Zweizügigkeit zur Dreizügigkeit in den letzten acht Jahren verursacht worden ist, muss der Pflicht- und Fachunterricht der mittleren und oberen Klassenstufen auf viele Nachmittage verlegt werden, so dass der AG-Bereich dadurch erheblich eingeengt wird.

Nach einer gemeinsamen Einführungsphase in die prozedurale Interpretersprache FMSLogo mithilfe der Igelgrafik sollten die graphischen Grundbefehle sowie ihre Syntax veranschaulicht und erlernt werden, um später projektartig Grafiken in Teilgruppen zu kreieren. Der Autor agierte danach eher als Berater und Impulsgeber, indem er moderierend bzw. unterstützend von einem Projekt zum anderen wechselte.