Projekt Sirene und Morsen

Auch die Programmierung einer Sirene mithilfe des PC-Lautsprechers bereitete den Schülern viel Spaß und motivierten sie, weitere Prozeduren zu entwickeln. Deshalb hat das Sirenenprogramm immer wieder in den nachfolgenden Programmen Eingang gefunden.

Anschließend wurde die FMSLogo-Syntax der Interface-Ansteuerung den Schülern bekannt gemacht. (ausgang <Adresse> <Codenummer>) Ein kleines Testprogramm (einfaches Lauflicht von 1. LED bis zur 12. LED mit Endlosschleife) für die Überprüfung des Interface wurde gemeinsam entwickelt. Gemeinsam wurde danach ein zweites Programm erstellt, welches das Lauflicht in umgekehrter Weise blinken ließ. Ein Schüler kreierte ein Programm für das paarweise Leuchten aller 12 LEDs, nachdem der Autor ihm das paarweise Leuchten der ersten 8 LEDs erklärt hatte. Da die Codenummern der letzten 4 LEDs numerisch nicht mehr der Zweierpotenz folgen, bedeutete dies für den Schüler mit der Methode "Trial and Error" die entsprechenden Codenummern von 16 Möglichkeiten herauszufinden, um das Lauflichtprogramm (paarweises Leuchten) fortzuschreiben.

Da schon eine gewisse Durststrecke zurückgelegt worden war, entschied sich der Autor mit der Gruppe für ein anderes Projekt: Sichtbares und hörbares Morsen mit dem Interface und dem PC-Lautsprecher. Auch hier überlegte man gemeinsam die Struktur des Programmes. (Texteingabe, Wortzählung, ausbuchstabieren der Wörter, Morsealphabet, Ansteuerung der LEDs für kurze, lange Signale und Wortende/Lücke usw.). Gewisse Programmteile gab der Kursleiter den Schülern vor, sodass in Zweiergruppen eine aussichtsreiche Programmierung ermöglicht wurde. In dieser Phase pendelte der Autor von einem Schüler zum nächsten, um individuell zu beraten und zu unterstützen. Diese Programmierung erforderte einige Stunden, um das Projektziel zu erreichen. Zuordnungen der LEDs, Tonhöhen und Tonlängen waren schließlich mit diesem Morseprogramm variabel einstellbar. Dabei zeigte sich Gibril sehr geduldig und war von dem Programm angetan: Er wandelte das vorliegende Morseprogramm so ab, um eine vorhandene 8-Segmentanzeige ansteuern zu können: lange Signale wurden mit einem "L" und kurze Tonsignale mit einer "0" angezeigt. Ferner wird die Wortlücke mit dem mittleren, querstehenden Segment der 8 sowie die Fertigstellung eines gemorsten Buchstabens mit dem rechten, senkrecht stehenden Segment markiert. Schließlich weist ein fünfmaliges Blinken auf das Ende des Morsevorganges hin.

                                                                                                                                                      [Image]

Gibril konzentriert bei der Programmierarbeit         Morsen: 8 Segmentanzeige (ca. 164 MB)

Natürlich wäre auch eine Ansteuerung über das bekannte Velleman-USB-Experimentierinterface K8055 mit der Programmiersprache FMSLogo (MSR-USB-Version) möglich gewesen, die der AG-Leiter mit einem zusätzlichen Befehlssatz (20 Befehle!) ausgestattet hat (vgl. 70 MB-Clip: Morsen mit dem USB-Interface K8055). Aufbauend auf die vorhergehenden Kenntnisse sind die bereits bekannten Steuerbefehle über die parallele Schnittstelle vom Autor gewählt worden.