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.................... für das INTERNET

1. Zugang zum Internet unter DOS

1.1 Das Terminalprogramm Kermit
1.2 Wie logge ich mich ein? Wo bin ich dann?
1.3 Einige wichtige UNIX-Kommandos
1.4 Wissenswertes über das Ausloggen

Zugang zum Internet bedeutet für uns, daß wir zunächst mal eine Verbindung mit der Uni Karlsruhe herstellen. Genauer: Es muß eine Verbindung zum für uns (Lehrer und Schulen) im Rechenzentrum aufgestellten Rechner mit dem Namen lehrer1 (vollständig: lehrer1.rz.uni-karlsruhe.de) aufgebaut werden. Erst dann kann von diesem Rechner aus ins Internet gestartet werden.

Dafür braucht man ein Modem mit Übertragungsrate 14400 baud oder besser 28800 baud und ein Terminalprogramm, was meistens mit dem Modem mitgeliefert wird.
Wenn die Verbindung mit dem Server lehrer1 steht, muß man sich aber darüber im klaren sein, daß man dann in der Regel nicht mehr den eigenen Computer "bedient", sondern daß fast jeder Tastendruck über die Telefonleitung an den Rechner lehrer1 geht und daß fast jede Bildschirmausgabe auch von dort kommt.
Das kann zu Problemen führen, weil der "lehrer1" ein Unix-Rechner ist und nicht unbedingt die Sondertastenbelegung eines DOS-Rechners versteht und nicht in jedem Fall den lokalen Bildschirm richtig steuert.

Bei den meisten Terminalprogrammen gibt es aber Einstellmöglichkeiten, damit alles richtig übersetzt wird. Am einfachsten ist es, man verwendet als Terminalprogramm das Programm KERMIT, das von der Uni schon mit allen Voreinstellungen versehen worden ist.
Dieses Programm kann man von ftp://ftp.rz.uni-karlsruhe.de/pub/local/kermit/ laden.
Mit Netscape kann die Installationsanleitung kerm3p14.txt direkt gelesen werden und durch Anklicken die gepackte Datei kerm3p14.exe auf den lokalen Rechner geladen werden.

Nach neueren Informationen (Stand 18.5.1996) ist ein ISDN-Zugang für die lehrer1-User nicht mölich. Dazu wären Investitionen nötig, die die Uni-Karlsruhe nicht aufbringen kann. Die einzige Möglichkeit wäre eine von den Schulen finanzierte Mehrfach-ISDN-Einschubkarte für unseren Server und die Finanzierung der Telekom-Gebühren.


1.1 Das Terminalprogramm Kermit

Der folgende Text ist eine für die Bedürfnisse der lehrer1-User verkürzte und modifizierte Version der KERMIT-Kurzanleitung bzw. der Beschreibung der Wähleingänge des Rechenzentrums.

In Windows 95 ist das Programm Hyperterminal integriert, welches den Kermit voll ersetzen kann. Wie Sie Hyperterminal installieren und einstellen müssen, lesen Sie in der Win95-Anleitung von Klaus Fanz.

Allgemeines:

KERMIT wird an der Universitaet Karlsruhe eingesetzt fuer den Dialog und Filetransfer zwischen externen Rechnern (PCs) und Rechnern des RZ (IBM3090, HP9000 und andere). Die PCs können u.a. mit Modems mit dem RZ Verbindung aufnehmen.

KERMIT für den PC erhalten Sie vom RZ kostenlos (public domain software) (siehe oben).

Legen Sie das gepackte File kerm3p14.exe in die gewünschte Kermit-Directory Ihres PCs und führen sie es aus. Dadurch werden alle benötigten Dateien extrahiert. Anschließend können Sie kerm3p14.exe löschen.

Danach müssen Sie in der Datei $INIT im Verzeichnis CUSTOM den COM-Port und die Baud-Rate einstellen.
Zum Beispiel:

     set port 2                ; <== Serielle Leitung an COM2
     set speed 14400           ; <== Uebertragungsgeschwind. PC <==> Modem


Arbeiten mit KERMIT:

Nach Aufruf von KERMIT und einem weiteren Tastendruck meldet sich das Programm mit
MS-Kermit>
gebe Sie zuerst C (wie Connect) ein. Es erscheint ein blauer Bildschirm.

Geben Sie nun das Wählkommando ein.
Unter KERMIT funktioniert dies bei uns mit Alt F6 für das Ortsnetz Karlsruhe bzw. Alt F7 für Anrufe von außerhalb.

Wenn eines der Modems auf der Uni-Seite sich dann mit demjenigen auf Ihrer Seite verständigt, wird (hoffentlich) eine Erfolgsmeldung wie z.B. "CONNECT 14400 REL" ausgegeben. Nach erfolgreichem Verbindungsaufbau meldet sich bei den Telefoneingängen das Terminalserver-Menue:

     === Rechenzentrum der Universitaet Karlsruhe ===
     === Netzwerkdienste fuer den Modemzugang U14 ===

      i) IBM 3090 Dialog
      k) IBM 3090 Filetransfer (7171/Kermit)
      v) Vektorrechner SNI S600/20 (UXP/M)
      s) Studenten Workstation des RZ (rzstud1)
      w) WWW Informationssystem des RZ
      b) Uni-Bibliothek
      a) Akademische Software Kooperation (ASK)
      t) Telnet/rlogin zu anderen Rechnern
      o) Optionen
      h) Hilfe
      q) Quit

     >>>
Hier t eingeben für Telnet.
Dann:
Hostname: lehrer1
Falls Sie sich über den Modemzugang einer anderen Uni oder Fachhochschule einloggen, müssen Sie bei Hostname den vollständigen Namen unseres UNIX-Servers eingeben: lehrer1.rz.uni-karlsruhe.de


1.2 Wie logge ich mich ein? Wo bin ich dann?

Wenn - wie vorher beschrieben - die Verbindung mit der Uni steht, machen Sie die Eingaben laut folgendem Dialog:
lehrer1 login: za...
za...'s Password: *****
Statt der Pünktchen natürlich die richtige za-Nummer eingeben und statt der Sterne das richtige Password.
Der Rechner lehrer1 meldet sich dann z.B. mit:
lehrer1 za204 ~ >

Dies ist der Systemprompt des UNIX-Rechners lehrer1. Man muß sich nun darüber im Klaren sein, daß man nicht mehr vor seinem eigenen Rechner sitzt, sondern vor dem Rechner lehrer1.
Nur Tastatur- und Monitorkabel sind halt ziemlich lang (Modem-Telefonleitung-Modem).
Das bedeutet, daß man jetzt UNIX-Befehle statt DOS-Befehle eintippen muß.

Übrigens hat jeder USER auf lehrer1 einen bestimmten Pfad auf der Festplatte dieses Rechners, innerhalb dessen er sich bewegen kann. D.h. man kann wie in DOS Dateien kopieren, löschen, umbenennen, Unterverzeichnisse erzeugen, löschen, umbenennen, usw.
Der aktuelle Pfad wird vollständig angezeigt, wenn man pwd eintippt.
Beispiel:

lehrer1 za204 ~> pwd
/hfs/1/user/za204

Die wesentlichsten Unterschiede zu DOS sind:

Noch ein paar Worte über die Dateiattribute von UNIX. Wenn man sich einen Verzeichnisinhalt auflisten läßt, werden vor jeder Datei und vor jedem Verzeichnis zehn Attribut-Zeichen dargestellt.
Maximal könnte das so aussehen: drwxrwxrwx
Das 1. Zeichen gibt an, ob es sich um ein directory handelt (oder nicht), dann folgen 3 Attribut-Zeichen (read-write-executable) für den Benutzer selbst, dann 3 Zeichen für die Gruppe und dann 3 Zugriffsrechte für alle.
Ist ein Attribut nicht gesetzt, wird ein Strich dargestellt. z.B.: -rw-r--r--
Das Beispiel bedeutet also: Es handelt sich um eine Datei (kein Verzeichnis), der User selbst hat Lese/Schreibzugriff. Die Gruppe und alle anderen dürfen die Datei nur lesen.


1.3 Einige wichtige UNIX-Kommandos

Die Befehle werden - soweit möglich - mit dem entsprechenden DOS-Befehl angegeben.

DOS-BefehlUNIX-BefehlBeschreibung
-exitBeendet die Sitzung, in der Regel auch logoff
-passwdÄndern des persönlichen Paßworts
-pwdAnzeige des aktuellen Verzeichnisbaumes
-finger (oder who)Anzeige der gerade eingeloggten Benutzer
md mkdir <Subdir>Unterverzeichnis erstellen
cdcd <Subdir>Ins Unterverzeichnis wechseln
rd rmdir <Subdir>Unterverzeichnis löschen
dirls Directory anzeigen
ls -l (oder ll)ausführlicher
ls -a (oder ll -a)auch versteckte Dateien
copycopy <Quelle> <Ziel>Kopiert Dateien
rename move <Quelle> <Ziel>Umbenennen, wenn Quelle und Ziel im selben Verzeichnis;
ansonsten verschieben (auch ganzer Dateibäume)
deldel <Datei> (oder rm <Datei>)Löschen
typecat <Datei>Bildschirmausgabe der Datei
more <Datei>seitenweise
page <Datei>auch mit zurückblättern
(am Ende der Seite -1 eingeben)
attribchmodDateiattribute verändern (s.u.)

Ergänzungen

  • Abbruch von Befehlen
    Länger dauernde Befehle und Programme können mit CTRL-C abgebrochen werden.

  • Platzhalterzeichen *
    Das Platzhalterzeichen in Dateinamen ist wie in DOS der Stern.

  • Versteckte Dateien
    Dateien und Verzeichnisse mit Namen, die mit einem Punkt beginnen, sind versteckte Dateien und werden nur angezeigt, wenn man statt ll den Befehl ll -a eingibt (Beispiel: .plan oder .public_html)

  • $HOME - Verzeichnis
    Mit   cd $HOME    gelangen Sie von jedem Verzeichnis aus direkt in Ihr Stammverzeichnis, in das Sie auch beim Einloggen zunächst kommen.

  • Umleiten von Ausgaben:
    Jede Bildschirmausgabe kann auch in eine Datei umgeleitet werden.
    Beispiel:     ll > Inhalts.verzeichnis     speichert das aktuelle Inhaltsverzeichnis in die Datei Inhalts.verzeichnis .

  • Piping:
    Wie in DOS können Befehle aneinandergehängt werden, wobei die Ausgabe des ersten Befehls als Eingabe des zweiten dient. Das Trennzeichen ist - wie in DOS - der senkrechte Strich.
    Beispiel:     ll | more     Seitenweise Bildschirmausgabe des Inhaltsverzeichnisses (falls es länger als eine Seite ist).

  • zum Befehl chmod:
    chmod a+r Beispiel.datei     gibt allen Leserecht für die Datei Beispiel.datei
    chmod u-w Beispiel.datei     verbietet dem User die Datei zu beschreiben.
    chmod g+x Beispiel.datei     gibt der Gruppe das Recht, die Datei auszuführen.
    chmod o-rw Beispiel.datei     verbietet allen außer dem User und der Gruppe, die Datei zu lesen oder zu schreiben.

    Die Syntax ist also:     chmod wer op recht Datei

      wer bedeutet, welche der drei Gruppen von der Änderung betroffen ist
      u Eigentümer der Datei
      g Gruppe, der der Benutzer zugeordnet ist
      o alle Benutzer, außer dem Eigentümer und der Gruppe
      a alle Benutzer des Systems

      op gibt die auszuführende Operation an
      - Wegnehmen eines Rechtes
      + Hinzufügen eines Rechtes
      = Ersetzen aller bisherigen Rechte durch die explizit angegebenen

      recht gibt die Art des betroffenen Rechtes an
      r Recht zum Lesen der Datei
      w Recht zum Schreiben der Datei
      x Recht zum Ausführen der Datei bzw. Öffnen eines Verzeichnisses

  • 1.4 Wissenswertes über das Ausloggen

    Die Verbindung zu lehrer1 wird mit     exit     beendet.
    Zugleich wird man richtig ausgeloggt.
    Statt exit einzugeben, kann man auch einfach CTRL-D drücken.

    Da UNIX ein Multitask-Betriebssystem ist, kann es durch irgendeinen Bedienungsfehler passieren, daß eine Sitzung bestehen bleibt, auch wenn die Telefon-Modem-Verbindung nicht mehr besteht.
    Feststellen kann man das, wenn man (nach erneutem Einloggen) den Befehl     finger     eingibt. lehrer1 meldet dann z.B.:

    Login       Name              TTY Idle    When    Site Info
    za204    Thomas Muehlbayer     p0       Fri 10:12
    za204    Thomas Muehlbayer     p1       Mon  9:50
    zaxxx    Hugo   Hansdampf      p2       Tue 12:13
    za204    Thomas Muehlbayer     p3       Tue 13:51
    lehrer1 za204 ~ >
    

    Falls Ihr Name dann mehrfach mit älteren Einlog-Zeiten erscheint (wie im Bsp. oben ), haben Sie wahrscheinlich abgebrochene und nicht beendete Jobs auf lehrer1. In diesem Fall können Sie mit    kill -9 -1     alle Jobs (auch den aktuellen) beenden. D.h. Sie loggen sich hiermit auch aus.

    Vorsicht aber, wenn Sie unter Windows arbeiten und eine SLIP-Verbindung mit Trumpet-Winsock haben.
    Hier erzeugt jedes Programm, das diese Verbindung benutzt (Netscape, Ftp, Ewan, Eudora, etc.), eine eigenen Job, so daß es hier normal ist, wenn Sie mehrfach eingeloggt sind.


    Nach dem Ausloggen wird das Terminalprogramm beendet.
    Bei Benutzung von Kermit ALT-X drücken (blauer Bildschirm => schwarzer Bildschirm).
    Dann nochmals exit am DOS-Kermit-prompt:     MS-KERMIT> exit

    Wenn man sich vorher nicht ausgeloggt hat, bedeutet der Wechsel vom blauen zum schwarzen Kermit-Bildschirm und auch das völlige Beenden von Kermit nicht, daß man auch die Modem-Verbindung zum Uni-Rechner kappt.
    D.h. nach einem kurzzeitigem Umschalten zum lokalen DOS-Rechner kann man Kermit wieder starten, zum Connect-Bildschirm wechseln und am UNIX-prompt von lehrer1 weiterarbeiten.
    Wenn die Unterbrechung aber zu lange dauert, wird man automatisch ausgeloggt.



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    Thomas Mühlbayer Letzte Änderung: 18.5.1996