Kommunizieren im Netz

Thomas Mühlbayer,  Multimediaberatergrundkurs, Comburg, Mai '98


Inhalt:

Kommunizieren im Netz I (E-Mail)

1. Prinzip der elektronischen Post (e-mail) im Internet
2. Einstellungen für "Mailing" mit Netscape (4.03)
3. Bedienung des Mailprogramms Netscape Messenger

3.1 Das Hauptfenster von Netscape-Messenger
3.2 Mails empfangen und senden
3.3 Adressen verwalten
3.4 An Mails angefügte Dateien (Attachments)
3.5 Verwalten von Mails

Kommunizieren im Netz II (Mailing-Listen)

Kommunizieren im Netz III (Newsgroups)


 

Kommunizieren im Netz I (E-Mail)


1. Prinzip der elektronischen Post (e-mail) im Internet

Einer der wichtigsten Dienste im Internet ist die elektronische Post.

In der Regel erhält jeder Internetnutzer eine eigene Postadresse, die immer so aussieht:

Benutzerkennung@Rechnername

Für uns ist der Server, der die eingehende Post bei unserem "Provider", der Uni-Karlsruhe, zwischenspeichert, der Rechner

lehrer1.rz.uni-karlsruhe.de

(POP-Server,
POP = Post Office Protocol).

Eine E-Mail-Adresse sieht hier deshalb z.B. so aus:

za204@ lehrer1.rz.uni-karlsruhe.de

Außerdem gibt es bei jedem Provider einen zentralen Postverteilungsrecher (Mailserver, SMTP = Simple Mail Transfer Protocol), der die ausgehende Post "in die Welt" weiterverteilt. An der Uni-Karlsruhe heißt dieser Rechner

smtp.rz.uni-karlsruhe.de.

Der Rechner lehrer1 kann diesen Dienst aber auch übernehmen, so daß als Mailserver (wie für POP) auch

lehrer1.rz.uni-karlsruhe.de

eingetragen werden könnte.

Wenn Sie Ihre Post lesen wollen, brauchen Sie auf Ihrem lokalen Rechner ein E-Mail-Programm, das mit dem Mail-Rechner Ihres Providers Kontakt aufnehmen kann und dann die dort lagernde neue Post auf den lokalen Rechner "runterlädt". Wollen Sie elektronische Briefe versenden, schreiben Sie diese zunächst lokal mit Ihrem E-Mail-Programm. Dieses macht eine Zwischenspeicherung und schickt sie auf Wunsch an den Postverteilungsrechner an der Uni, der die weitere Verteilung in die (Internet-) Welt übernimmt.

Es gibt eine Fülle von E-Mail-Programmen, z.B. Netscape Messenger, Microsoft Outlook, Pegasus, Eudora. Wir verwenden im Folgenden Netscape Messenger.

Bevor man "mailen" kann, müssen bei jedem Mailprogramm ein paar Einstellungen gemacht werden.

 


 

2. Einstellungen für "Mailing" mit Netscape (4.03)

Starten Sie den kompletten Netscape Communicator (Desktop-Icon doppelklicken) oder nur Netscape Messenger (Start / Programme / Netscape ... / Netscape Messenger).


Wählen Sie dann den Menüpunkt Bearbeiten / Einstellungen. In dem Einstellungsfenster klicken Sie auf das Pluszeichen vor dem Punkt Mail und Foren und klicken dort auf den Punkt Identität.

Tragen Sie Ihre Daten entsprechend ein.

Jetzt müssen Sie noch die Namen (oder IP-Nummern) des POP-Servers (der die eingehende Post, also Ihr Postfach verwaltet) und des SMTP-Servers (der die ausgehende Post weiterschickt) eintragen.
Klicken Sie dazu auf den Punkt Mail-Server.

 

Als Letztes kann gleich noch der Server, der die News verwaltet eingetragen werden:
Wie dieser Rechner heißt, hängt vom Provider (z.B. Uni-Karlsruhe oder BelWue) ab.

 


 

3. Bedienung des Mailprogramms Netscape Messenger

 

Das Mailprogramm kann auf 3 verschiedene Arten gestartet werden.

  1. Direkt über den Windows-Menüpunkt: Start / Programme / Netscape ... / Netscape Messenger
  2. Aus dem Netscape-Browser-Fenster heraus mit Hilfe des Menüpunkts: Communicator / Messenger-Briefkasten oder durch
  3. Anklicken des Briefsymbol in der Symbolleiste unten rechts

3.1 Das Hauptfenster von Netscape-Messenger

Das Mailfenster sieht (verkleinert) wie nebenstehend aus und besteht nach der Menüzeile aus folgenden Teilen:
  • Symbolleiste
  • Auswahl des Mailordners *)
  • "Überschriften" der im ausgewählten Mailordner enthaltenen Mails
  • Inhalt der markierten Mail.
    (Der Inhalt wird in einem extra Fenster angezeigt, wenn man oben auf die ausgewählte Mail doppelklickt)

 

*) Kopien Ihrer Mails werden in verschiedenen Ordnern lokal gespeichert:

Inbox: Eingegangene Mails.
Sent: Kopien der versandten Mails.
Unsent Messages: Zwischengespeicherte Mails, die später abgeschickt werden sollen.
Draft: Zwischengespeicherte Mails, die aber noch nicht fertig geschrieben sind.
Trash: Gelöschte Mails. Erst, wenn Sie diesen Ordner leeren, sind die Mails endgültig gelöscht.


3.2 Mails empfangen und senden

Die meisten Funktionen lassen sich über Knöpfe der Symbolleiste aufrufen (Viele Mailprogramme verwenden englische Bezeichnungen, deshalb sind diese zusätzlich angegeben).

Check Mail. Neue Mails werden vom Server (lehrer1.rz.uni-karlsruhe.de) abgerufen. Nach dem Abrufen liegen die Mails auf dem lokalen Rechner im Ordner Inbox und können nach einfachem oder doppeltem Anklicken (s.o. 3.1) gelesen werden.
New Message. Editorfenster wird geöffnet, um eine neue Mail zu schreiben.

Das Editorfenster sieht so aus:



  • Symbolleiste *)
  • E-Mail-Adresse des Empfängers (To) und evtl. Empfänger einer Kopie (CC)
  • Betreff (Subject) der Mail
  • Formatierungsleiste.
    Mit Formatierungen in Mails sollte allerdings sparsam umgegangen werden, da sie nicht jeder Empfänger später darstellen kann.
  • Hier wird der Inhalt (Body) der Mail geschrieben
  *) Bedeutung der Knöpfe der Symbolleiste des Editor–Fensters:

Senden: Mail wird sofort abgeschickt. Kopie der Mail wird im Sent-Ordner aufbewahrt.
Wenn Sie zunächst mehrere Mails schreiben und diese dann später erst versenden wollen, können Sie statt des Senden-Knopfs den Menüpunkt Datei / Später senden wählen. Die neue Mail wird im Ordner Unsent Messages zwischengespeichert.
Der Menüpunkt Datei / Jetzt senden schickt dann alle zwischengespeicherten Mails ab.

Adressieren: Die E-Mail-Adresse des Empfängers oder eine ganze Liste von Adressen (Sammelmail) kann aus einem Adressbuch (s.u. 3.3) ausgewählt werden.

Anfügen: Irgendeine Datei (die sich auf Festplatte oder Diskette befindet) kann an die Mail angehängt werden (s.u. 3.4)

Speichern: Die Mail wird zur späteren Weiterbearbeitung im Ordner Draft gespeichert.

Reply. Die markierte Mail wird im Editorfenster geöffnet.

Als Empfänger sind je nach Auswahl automatisch der ursprüngliche Absender oder zusätzlich alle ursprünglichen Empfänger eingetragen.

Die Zeilen der ursprünglichen Mail sind markiert.

Auf die ursprüngliche Mail kann direkt geantwortet werden.

Forward . Ein neues Editorfenster wird geöffnet. Die vorher markierte Mail wird an die neue Mail angehängt.
Die markierte Mail kann in einen anderen Ordner verschoben werden

(Siehe unten: Verwalten der Mails)

Nächste

Drucken

Löschen

Diese 3 Knöpfe sprechen für sich. Zu Beachten ist:
Nächste rückt zur nächsten ungelesenen Mail vor. Löschen löscht nicht wirklich, sondern verschiebt zunächst in den Ordner Trash. Erst das Löschen in diesem Ordner beseitigt die Mail entgültig.

 

Für die normale gelegentliche E-Mail-Nutzung reicht das Vorige vollständig aus. Wenn man aber diesen Dienst öfter und intensiver nutzt, kann man sich die Detailarbeit und Übersicht etwas erleichtern, wenn man weitergehende Möglichkeiten des Mailprogramms nutzt.

 


 

Übungen zu den vorigen Kapiteln 3.1 und 3.2:

  1. Starten Sie Netscape-Messenger und passen Sie die Mail-Einstellungen auf Ihre Daten an.
  2. Rufen Sie neue Mails ab. Diese enthalten weitere Aufgaben.
    Lesen Sie die neuen Mails und bearbeiten Sie die Aufgaben 2.1 bis 2.4

 

3.3 Adressen verwalten

Häufig verwendete E-Mail-Adressen lassen sich in einem Adreßbuch ablegen.

Menüpunkt: Communicator / Adreßbuch :

 

 


3.4 An Mails angefügte Dateien (Attachments)

 

 


3.5 Verwalten von Mails

Versandte Mails werden im Sent-Ordner, empfangene Mails werden im Inbox-Ordner auf dem lokalen Rechner aufbewahrt. Enthalten diese Ordner sehr viele Mails, verliert man leicht die Übersicht.

Deshalb kann es sinnvoll sein, weitere Ordner zu erzeugen und die Mails je nach Thematik (oder anderen Ordnungskriterien) in diese Ordner zu verschieben.

 

 


 

Übungen zu den Kapiteln 3.3 bis 3.5

  1. Erstellen Sie ein Adreßbuch mit den Adressen Ihrer unmittelbaren Nachbarn.
    Erstellen Sie eine Versandliste, die diese Nachbarn enthält.
    Schicken Sie eine kurze Mail an diese Liste.
  2. Rufen Sie immer wieder neue Mails ab, um zu sehen, was Ihre Kollegen/innen geschickt haben.
  3. Starten Sie unter Start / Programme / Zubehör / Paint das in Windows enthaltene Malprogramm Paint, erstellen Sie damit eine einfache Zeichnung und schicken Sie diese als Attachment an Ihren Nachbarn.
  4. Erzeugen Sie einen neuen Ordner Comburg und verschieben Sie Mails dorthin.
  5. Erstellen Sie einen Mailfilter (z.B. Bedingung: Von enthält <Namen des Nachbarn>; Aktion: in Ordner Comburg verschieben)
    Lassen Sie sich von einem Ihrer Nachbarn eine Mail schicken, rufen Sie neue Mail ab und prüfen Sie die Funktion des Filters.

 


 

Kommunizieren im Netz II (Mailing-Listen)

Versandlisten auf dem lokalen Rechner dienen nur der Vereinfachung für den Benutzer.
Wenn eine Versandliste z.B. 100 Adressaten enthält, werden die Mails nach dem Abschicken auch tatsächlich 100 mal vom lokalen Rechner versandt. Das kann dauern und Online-Zeit kosten.

Deshalb bieten die Internet-Provider oft E-Mail-Listen an, die nicht lokal, sondern vom Provider zentral auf einem Server verwaltet werden. Der Benutzer schickt tatsächlich nur eine Mail vom lokalen Rechner an die Listenadresse. Der Listserver übernimmt dann die Verteilung, ohne daß es den Benutzer etwas kostet.

Solche Mailinglisten werden von einem "Eigentümer" verwaltet. Oft kann man sich selbst eintragen und erhält dann alle Mails, die an die Liste gesandt werden.

Beispiele:



Übung:

  1. Subscribieren Sie eine der St. Olafs-Listen.
  2. Rufen Sie morgen irgendwann Ihre Mails ab, um zu sehen, was die Liste geliefert hat.
  3. Bestellen Sie dann die Liste wieder ab (Unsubscribe).

 


 

Kommunizieren im Netz III (Newsgroups)

Eine Newsgroup ist eine Art öffentliche Mailingliste.
Eine Newsgroup funktioniert wie ein "schwarzes Brett". Jemand hängt einen Zettel daran. Wer will, liest ihn. Andere hängen Antwort oder Kommentare dazu. ....


Das Newsprogramm von Netscape kann auf 3 verschiedene Arten gestartet werden
.

  1. Direkt über den Windows-Menüpunkt: Start / Programme / Netscape ... / Netscape Collabra
  2. Aus dem Netscape-Browser-Fenster heraus mit Hilfe des Menüpunkts: Communicator / Collabra-Diskussionen oder durch
  3. Anklicken des Symbols in der Symbolleiste unten rechts
Es erscheint das Fenster Nachrichtenzentrale.

Dort ist der Newsserver schon markiert (Der Newsserver wurde am Anfang bei den Einstellungen eingetragen).

Drücken Sie (bei bestehender Internetverbindung) den Knopf Abonnieren. Eine Liste aller verfügbaren Newsgroups wird geladen.
Suchen Sie sich die Newsgroups aus, die Sie interessieren und setzen Sie bei diesen das Häkchen in der Spalte Abonnieren.

Drücken Sie dann Ok.

 

Die "abonnierten" Newsgroups, d.h. die Artikel und die Inhalte, werden geladen und können genauso wie die privaten E-Mails gelesen bzw. genauso beanwortet werden.

Jedesmal, wenn Sie Netscape Collabra gestartet haben, können Sie nun durch Anklicken des Abrufen-Knopfs Ihre abonnierten Newsgroups aktualisieren.

 


Übung:

Abonnieren Sie eine Newsgroup Ihrer Wahl und lesen Sie (evtl. antworten Sie auf) einige Artikel.

 


Thomas Mühlbayer,  Multimediaberatergrundkurs, Comburg, Mai '98