1. Gründe und Voraussetzungen für das Klonen


1.1 Warum werden Rechner geklont?

Windows 95 - Rechner lassen sich nur in geringem Maße gegen Manipulationen schützen. Vor allem Computer in Unterrichtsräumen von Schulen mit häufig wechselnden Benutzern sind stark gefährdet.
Absichtliches oder versehentliches Löschen einer "lebensnotwendigen" Datei kann sehr schnell zum Stillstand des Rechners führen.
Ein anderes Problem ist die kontinuierliche Abnahme der Festplattenkapazität. Jedes legal oder heimlich installierte und wieder deinstallierte Programm hinterläßt Datenmüll, der nur sehr schwer lokalisiert und entfernt werden kann.
Störungssuche und -beseitigung sind sehr zeitintensiv und überfordern die Möglichkeiten des Systemadministrators auf Dauer. Oft hilft bei hartnäckigen Problemen nur eine komplette Neuinstallation des Systems, was Stunden (pro Rechner!) dauern kann.

Eine enorme zeitliche Entlastung bringt hier die Möglichkeit des "Klonens" von Rechnern.
Das heißt:

  1. ein Rechner wird komplett neu eingerichtet
  2. die Festplattenpartition dieses Rechners wird auf einem Netzlaufwerk als Datei gesichert
  3. diese Festplattenpartiton wird auf alle anderen Rechner (Byteweise) überspielt
  4. die individuellen Einstellungen jedes Rechners werden wieder hergestellt

Im Störungsfall kann ein einzelner Rechner durch Überspielen der Partitionsdatei relativ schnell wiederhergestellt werden. Der Vorgang selbst läuft automatisch, so daß nur Zeit für dessen Start und die Wiederherstellung der Einstellungen des Rechners benötigt wird. Das kann im Schulbetrieb in zwei 5-Minuten-Pausen erledigt werden.


1.2 Installation neuer Software auf geklonten Rechern

Damit das System auch zukünftig stabil läuft, sollte bei der Installation neuer Software immer so vorgegangen werden:

  1. Installation auf einem Rechner und Testen der Software
  2. Neubespielen eines Rechners mit der letzten Partitionssicherung
    (Es empfiehlt sich von jeder Partionssicherung eine Kopie z.B. auf CD-Rom zu haben, um im Falle einer Instabilität zum letzten stabilen Zustand rückkehren zu können!)
  3. Installation der Software auf diesem Rechner
  4. Sichern der Partition dieses Rechners
  5. Klonen der anderen Rechner

1.3 Hardwarevoraussetzungen

Klonen ist nur möglich, wenn die Hardware der Rechner identisch ist. Insbesondere Hauptplatine (Prozessor, Chipsatz), Grafikkarte, Netzkarte, Soundkarte müssen gleich sein oder wenigstens gleiche Treiber, Interrupts und Ein-Ausgabe-Basisadressen verwenden. Die Festplatten müssen gleiche Partitionsdaten und -größen haben.
In einem "zusammengewürfelten" Netz mit vielen verschiedenen Rechnern ist Klonen nicht möglich. Deshalb sollte man bei der Ausstattung eines Computerraums darauf achten und darauf bestehen, daß der Händler wirklich exakt gleiche Hardware liefert.

Windows 95 hat die (hier unangenehme) Eigenschaft, daß es bei allen Links (Menüeinträgen und Desktopsymbolen) den Rechnernamen nicht sichtbar mitspeichert. Wenn man den Rechner A sichert, und dann das Festplattenabbild auf Rechner B kopiert, will Windows die Programme später immer von Rechner A starten, auch wenn man an Rechner B sitzt.
Um das zu vermeiden, muß man vor dem Einschalten der Benutzerprofile einen Eintrag in der Registrierung machen.
Dazu können Sie folgendermaßen vorgehen:

Erzeugen Sie eine Textdatei z.B. mit dem Namen: Patch.reg
mit folgendem Inhalt:

REGEDIT4

[HKEY_CURRENT_USER\Software\Microsoft\Windows\CurrentVersion\Policies\Explorer]
"LinkResolveIgnoreLinkInfo"=dword:00000001



Speichern Sie diese Datei.
Unter Windows95 (Explorer) genuegt nun ein Doppelklick auf die Datei Patch.reg, um die Aenderungen in die Registrierung zu uebernehmen.