Station 1 Aufgaben

Aufgaben zu „Propheten“ 


Amos, mit dem wir uns beschäftigen, ist ein Prophet in Israel, aber er ist nicht der einzige Prophet. 
In dem Text „Propheten “ wird vor allem gesagt, was für die meisten Propheten in  der Geschichte Israels typisch ist. 

Lies den Artikel (auf der Rückseite dieses Aufgabenblattes) durch und beantworte dann folgende Fragen: 
Schreibe die Antworten so in deinen Hefter, dass jemand sie auch versteht, der das Blatt mit den Fragen nicht vor sich hat. 
Vergiss nicht, eine Überschrift dazu zu schreiben! 

1. War Prophet –sein ein Beruf oder hatten die Propheten andere Berufe? 
2. Was alles ist Aufgabe der Propheten? 
3. Woher wissen Propheten, was sie zu tun haben? 
4. An wen wenden sich Propheten? 
5. Manchmal scheint es, als ginge es den Propheten darum, vor allem Unheil anzukündigen. Warum tun sie das? 
6. Sind solche Leute wie die Propheten nötig? 
7. Kennst du jemanden, den du heute als Propheten bezeichnen würdest? Du solltest dir auch überlegen, warum du mit „ja“ oder „nein“ antwortest. 
 

Pflichtaufgaben: Aufgaben 1-7 

 

Text: Propheten 

 

 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 

 

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Station 1 Text

Propheten 


Seit es in Israel Könige gab, also etwa ab 1000 v. Chr. traten auch immer wieder Menschen (meistens Männer) auf, die man als Propheten bezeichnet. 
Prophet wurde man dadurch, dass man von Gott zum Propheten berufen wurde. Meist war dies für die Berufenen ein besonderes Erlebnis, in dem sie Gott hörten, der ihnen einen Auftrag gab. Manche Propheten sahen auch ein Ereignis, von dem sie wußten, dass es eine Botschaft war, die Gott ihnen schickte. Die, die Propheten wurden, waren im Allgemeinen  ganz normale Menschen der damaligen Zeit wie z.Bsp. Großgrundbesitzer, Bauern oder Priester. Es gab aber auch Gruppen von Propheten, die sich zusammen schlossen und wahrscheinlich jüngere Menschen als Propheten ausbildeten – sie also darin schulten, auf Nachrichten Gottes zu achten. Solche Propheten übten ihre Tätigkeit fast wie einen Beruf aus und verdienten damit wahrscheinlich auch Geld. (Besonders gern wurden wahrscheinlich Propheten bezahlt, die das sagten, was die Ratsuchenden hören wollten!) 
Gott berief vor allem dann Menschen zu Propheten, wenn der König, der für die richtige Ausübung der Religion und die Einhaltung der Gesetze in Israel und Juda verantwortlich war, diese Verantwortung nicht wahrnahm, oder wenn große Teile des Volkes nicht ihrem Glauben gemäß handelten. Dann mußten die Propheten dem König oder dem Volk öffentlich mitteilen, dass Gott dieses Verhalten nicht länger dulden werde, und  sie mußten auf das hinweisen, was falsch gemacht wurde. Die Propheten nannten also das Unrecht beim Namen und teilten mit, wie Gott auf das falsche Handeln reagieren werde, sie kündigten eine Strafe an. Sie zeigten auf, wohin das falsche Verhalten führen würde und was man statt dessen tun sollte. 
In bedrohlichen und entmutigenden Situationen hatten die Propheten manchmal auch den Auftrag, das Volk zu trösten und ihm zu sagen, dass Gott sein Volk nicht untergehen lasse. 
Dem König und der Oberschicht des Volkes Missstände vorzuwerfen, durch die die schwächeren Gruppen des Volkes benachteiligt wurden, war keine ganz einfache Sache: Die Propheten standen schnell in der Gefahr, von den Mächtigen als Unruhestifter und Volksverhetzer beseitigt zu werden, auch wenn sie Recht hatten. Aber auch dem ganzen Volk die Wahrheit zu sagen, war nicht leicht: Warum sollte ein Einzelner Recht haben? In beiden Fällen aber war die Frage: Wie sollte ein Prophet, denen, die ihm nicht glaubten, nachweisen, dass er zu Recht im Namen Gottes sprach? 
Was die Propheten sagten, wurde von den Zuhörern weitergesagt und von denen, die dem Propheten glaubten, gesammelt in Erinnerung behalten. Erst einige Zeit nach der öffentlichen Rede der Propheten schrieb jemand ihre Aussagen auf und erzählte vielleicht noch dazu, in welcher Situation diese Sätze gesagt wurden. So konnte man auch verfolgen, ob sie mit ihren Aussagen Recht behalten würden. So entstanden die Bücher von Propheten wie Jesaja, Jeremia, Amos, Hosea, Hesekiel usw. Spätere Generationen haben dann zu den ursprünglichen Aussagen der Propheten Aussagen anderer Propheten und eigene Erfahrungen hinzugefügt. 
 

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