Sport-Seiten des Regierungspräsidiums Karlsruhe. Diese Seiten wurden am 11. August 2005 veröffentlicht.

Auszug aus dem Sport-Info 1/2005

RSD Dieter Fritz - Verabschiedung nach 18 Jahren als Sportreferent am Oberschulamt

Wie verabschiedet man einen Menschen, den man treffend mit dem angelsächsischen Begriff SPORTSMAN beschreibt? Wie wird man einem Mann gerecht, der seit 1988 am Oberschulamt Karlsruhe als Fachreferent für Sport tätig war, davor als Sport-, Geographie-und Mathematiklehrer unterrichtete? Wie dankt man einem stets ehrlichen und fairen Gesprächspartner, der manchem auch Freund war?

Am Freitag, dem 21. Januar 2005, wurde Regierungsschuldirektor Dieter Fritz in der Sportschule Schöneck im Kreis seiner Fachberater in den Ruhestand verabschiedet. Sport hat seit jeher die Dreieinigkeit von Körper, Seele und Geist im Blickfeld. So war es keine Frage die Verabschiedung mehrperspektivisch, d.h. alle Sinne anregend, mit einem Verabschiedungs-Triathlon zu gestalten. Eröffnet wurde dieser durch einen furiosen Auftritt lauter bestens gelaunter „Alt-Sport-Fachberater“, selbstverständlich fit, braun gebrannt und voll frischer Reiseerlebnisse. Nach dem geselligen Teil bei Kaffee und Kuchen, sozusagen der „emotionalen Aufwärmphase“, folgte die sportliche Etappe.

Manfred Reuter und Wolf-Dieter Nagel hatten in der Sporthalle einen „Zehnkampf“ organisiert. Mixed-Teams mit höchst unterschiedlichen Fertigkeiten und Fähigkeiten, Teams mit geballten sportlichen Energien, aber auch mit vielen Wehwehchen an bestimmten Zehnkampf-Stationen, wurden ausgelost. Jeder Mitkämpfer konnte, entsprechend seiner Vorerfahrungen oder gemäß seiner privaten Neigungen, beim Rope-Skipping und beim Badminton-Fangwettbewerb seine Herzfrequenz erhöhen. Gelegenheit den Puls wieder zum Sinken zu bringen, gab es beim Petanque-Spiel und die Nerven vor allem der Männer waren beim Torwandschießen zum Reißen angespannt. Zielgenauigkeit war gefragt beim Tenniszielspiel und natürlich beim Golfspiel! Koordination in Verbindung mit Kommunikation innerhalb des Teams bedurfte es bei der Kisten-Rallye. Ein Sieg war jedoch nicht ausschließlich über „Muskeln“ und Teamfähigkeit zu erreichen: die beiden Organisatoren hatten auch kognitive Anteile in den Zehnkampf integriert, nämlich ein anspruchsvolles Sportquiz, eine gelungene Theorie-Praxis-Verknüpfung! Es gewann dann auch die Mannschaft, die in allen Altersklassen geschlossen die allumfassendste Handlungskompetenz demonstrierte (zufällig war die Autorin dieses Berichts selbst Mitglied dieses siegenden Teams!).

Der dritte Teil des Verabschiedungs-Triathlons stand unter dem Motto Schillers „Satt essen kann sich jeglicher zu Hause; geselliges Vergnügen, munteres Gespräch muss einem Festmahl Würze geben.“ Im offiziellen Teil nahm Dieter Fritz seine letzte Amtshandlung vor und verabschiedete den Fachberaterkollegen Uwe Sieling, der bereits im August 2004 in Ruhestand ging. Gleich darauf wurde Dieter Fritz von Dr. Werner Schnatterbeck, dem Schulpräsidenten des Regierungspräsidiums Karlsruhe, selbst in den Ruhestand „verbal begleitet“. In einer launigen, amüsanten Rede stellte Dr. Schnatterbeck den Sport im Allgemeinen und das Schulfach Sport im Speziellen dar. Mit einer ehrlichen, uns nachdenklich stimmenden Rede von Uwe Sieling ging es in den inoffiziellen Teil des Abends über, perfekt eingeleitet durch den badischen „Rapper“ Manfred Zugck und souverän „gesteuert“ von Sibylle Richter. Heinz Janalik, Präsident des Badischen Sportbundes, nutzte die Pädagogischen Perspektiven, um das Werk wie auch den Führungsstil von Dieter Fritz auf den Punkt zu bringen. Er stellte dabei aber auch das Team (Dieter Fritz und seine Frau Gudrun) deutlich heraus.

Rudolf Geltz, Landesbeauftragter im Schwimmen als Vertreter der Jugend-trainiert-Beauftragten, Ulli Belle, (Badischer Handballverband) als Vertreter der Fachverbände und Hausherr Werner Kraft, der Leiter der Sportschule Schöneck, zeigten über ihre Beiträge auf, dass alle mit dem Fach Sport involvierten Personen, an oberster Stelle Dieter Fritz, am gleichen Strang zogen und sich stets als ein Team fühlten. Symbol des Abends waren die olympischen Ringe, die die markanten Eigenschaften von Dieter Fritz darstellten. Sie wurden ergänzt durch hehre Preisgesänge, exquisite Gedichte und freche Sketche, gewürzt mit einem spanischen Puppentheater und vollendet durch das Erscheinen von Göttern des Olymp. Die Götter brauchten Dieter Fritz nicht hold zu sein, denn er bestach in einem lateinischen Quiz nicht nur durch seine Lateinkenntnisse, sondern ergriff die Gunst der Stunde und erläuterte anhand der zu übersetzenden Sprichwörter spontan das, was ihm in seinem beruflichen und privaten Leben immer wichtig war: Ehrlichkeit, Vertrauen und Teamwork. Seine an uns gerichteten Worte berührten; sein Dank an uns ehrte uns und es geht in Ordnung, dass er „mit einem lachenden und einem weinenden Auge“ in den Ruhestand geht. Der Abend endete wie der Nachmittag begonnen hatte: in schwungvollen, interessanten und fröhlichen Gesprächen.

Als Erinnerung an diesen Tag nehmen wir Fachberater eine gelungene und würdige Verabschiedung mit und Dieter Fritz hoffentlich den von uns, seinem Fachberater–Team, erstellten „Blumenstrauß auf Leinwand“ wie auch unseren Dank für die kollegiale und harmonische Zeit, nicht zu vergessen unsere Wünsche, die aus ganzem Herzen kommen. Lieber Dieter, liebe Gudrun, wir wünschen Gesundheit und ein gutes Leben mit eurer Familie und euren Freunden !

Gaby Fischer-Blüm, Fachberaterin Sport am RPK



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