Sport-Seiten des Oberschulamts Karlsruhe. Diese Seiten wurden am 04. Januar 2000 veröffentlicht.

Auszug aus dem Sport-Info 2/99


Umgestaltung des Pausenhofs in einen bewegungsfreundlichen Schulhof an der Hardtschule
Durmersheim


Bestes Wetter unterstützte das Vorhaben von Schülern, Lehrern und Eltern der Hardtschule Durmersheim (GHS), innerhalb einer Projektwoche den grau gepflasterten und betonierten Schulhof neu zu gestalten, ihn in einen freundlichen, möglichst „bewegungsfreundlichen“ Schulhof umzugestalten, in dem man sich gerne in Pausen, Freistunden, aber auch an Nachmittagen und in der Freizeit aufhält.

350 Schüler und ihre Lehrerinnen und Lehrer machten sich an die Arbeit, den bereits vorhandenen Schulgarten neu anzulegen, den Teich umzugestalten, die Gemeindehütte für Schulzwecke nutzbar zu machen und vor allem mit 430 Litern gestifteter Farbe der optischen Tristesse zu Leibe zu rücken. Mit Begeisterung strichen sie die vorhandenen Blumentröge, die zuvor mit Pflanzen begrünt worden waren, die eine örtliche Gärtnerei gespendet hatte. Viel Farbe war ebenfalls notwendig, Hüpf- und Bewegungsspiele aufzumalen, um die vormals graue Fläche besser für Bewegungsanlässe nutzen zu können.
Die Projektwoche gipfelte in einem Schulfest, bei dem der umgestaltete Schulhof der Öffentlichkeit vorgeführt und eingeweiht wurde. Inhalt und Ablauf von Projektwoche und Schulfest sowie Einzelheiten der Schulhofgestaltung (z.B. Anfertigen von Holzfiguren und Balancierschlangen) bildeten das Thema eines Pädagogischen Tages, der im Frühjahr stattgefunden hatte. 
Doch bis zu diesem Höhepunkt waren viele Vorarbeiten notwendig gewesen. Bereits im Schuljahr 96/97 hatte jede Klasse anlässlich des Projekts „Unsere Schule bewegt sich“ eine eigene Spielkiste mit preisgünstigen Materialien zur leichteren Gestaltung von Bewegungspausen und kleinen Pausen zusammengestellt. Im darauffolgenden Schuljahr wurde das Thema aktive Pause/Pausenhofgestaltung der GLK vorgestellt. Ein Arbeitskreis unter der Regie von Frau Konrektorin Ingrid Walter machte sich an die Planung des Projekts, informierte die Elternbeiratsvorsitzende, die SMV und wandte sich direkt an die Eltern mit einem Elternbrief, in dem zur aktiven Mitarbeit in der Planungskommission eingeladen wurde.
Die SMV sammelte in den nächsten Wochen die Wünsche der Schülerinnen und Schüler hinsichtlich der Umgestaltung von Foyer und Schulhof. Der Arbeitskreis entwarf einen Raum- und Lageplan, den er der Gemeinde vorlegte und auf dessen Grundlage die Gemeinde einen Kostenvoranschlag zur Finanzierung erstellte. Möglichkeiten materieller und manueller Unterstützung wurden in den Arbeitsgruppen von Schule, SMV, Schülern, Eltern diskutiert und 
eine Liste möglicher Eigenleistungen erstellt.
Diese Gesamtplanung (Raumplan, Zeitplan, Finanzierungsplan) wurde der Schulkonferenz und dem Kollegium vorgestellt und schließlich beim KM eingereicht in der Hoffnung auf finanzielle Förderung. Letztendlich betrug der offizielle Förderbetrag dann 4000,- DM, ein ortsansässiger Drogeriemarkt sammelte durch eine Spendenaktion 3000,- DM, der Streetballständer wurde von einer Bank finanziert, sämtliche Pflanzen von einer Gärtnerei gestellt, die Farbe gestiftet, und auch der Elternbeirat sammelte fleißig.

Durch einen Artikel im Ortsblatt aufmerksam gemacht, fuhr ein Bauunternehmen kostenlos Erde und Kies an, denn auch ein Spielhügel und ein sogenanntes offenes Klassenzimmer in Atriumform standen auf der Wunschliste.

Die Gemeinde unterstützte das gemeinsame, ehrenamtliche Vorhaben von Schülern, Lehrern und Eltern nach Kräften: Der Gemeindebagger half bei den Erdarbeiten, die Männer des Bauhofs rückten an, wenn es galt, schwere Arbeit zu verrichten wie z. B. die vorhandenen Tischtennisplatten an eine andere Stelle im Schulhof zu transportieren. Das Forstamt lieferte Baumstämme, die während der Projektwoche bearbeitet wurden und schließlich als Holzfiguren ihren Platz fanden.

Die Einnahmen des Schulfestes bildeten einen weiteren Punkt im Finanzierungsplan, sollte doch durch Sach- und Geldspenden, ehrenamtliche Tätigkeiten, Eigenleistungen und Unterstützung der Gemeinde ein Gegenwert von 50 000,-DM geschaffen werden!

Für die Zukunft erhofft sich Frau Konrektorin Walter durch die Gründung eines Fördervereins weitere Gelder zusammenzutragen, damit z. B. die fünften Klassen, die für die Pflege des Schulgartens verantwortlich sind, Geld für neue Pflanzen haben oder für das gewünschte Kletternetz bereitgestellt werden kann.

Birgit Breitinger StR´in, Thomas-Mann-Gymnasium Stutensee
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