Sport-Seiten des Oberschulamts Karlsruhe. Diese Seiten wurden am 17. November 2000 veröffentlicht.

Auszug aus dem Sport-Info 2/2000

 

EIN FÄCHERÜBERGREIFENDES PROJEKT:       KUNST UND SPORT (KLASSE 9)

Unterwasserrugby und Kunst?

Was hat Unterwasserrugby mit Kunst zu tun? Eigentlich gar nichts. Dass es doch Verbindungen geben kann, bewiesen dieser Tage Lehrerinnen und Schüler des Goethe Gymnasiums in Gaggenau und die Abteilung Unterwasserrugby des Tauchsportverein Malsch. Sportlehrerin Sabine Haug, Kunstkollegin Christine Weigmann-Heck und der Abteilungsleiter Unterwasserrugby des Tauchsportverein Malsch, Reinhard Schottmüller, entwickelten diese Idee im Rahmen der diesjährigen Projekttage der Schule. Sicher nicht ganz alltäglich dieses Unterfangen, aber: „Die Verbindung von Sport und Künstlerischem“ war nach Aussage einer Schülerin ein wesentlicher Anreiz, sich dieses Projekt auszusuchen. Andere waren neugierig, wollten einfach mal sehen, was das Besondere am Unterwasserrugby ist. Eins vorweg: das Projekt wurde ein voller Erfolg.

 

 

Die meisten der 15 teilnehmenden Neuntklässler hatten keine oder nur geringe Schnorchelerfahrungen, als sie frühmorgens im Schwimmbad standen. Zunächst waren deshalb einfache Schnorchelübungen angesagt: Schwimmen mit Flossen, Abtauchübungen sowie Geschicklichkeitsspiele unter Wasser bereiteten den Sportlern, aber auch den mitgekommenen Neugierigen großes Vergnügen. Die Betreuer verstanden es hervorragend, die Schülerinnen und Schüler ganz allmählich an das 3,80 m tiefe Sprungbecken zu gewöhnen. In der Aufwärmpause noch etwas Theorie, einige wichtige Unterwasserrugby-Regeln, dann konnte das Spiel auch schon beginnen.

 

Gab es anfangs noch den einen oder anderen Zauderer, so siegte doch bald der Spieltrieb. Zuviel Spaß machte es, nach dem Ball zu jagen, den Gegenspieler ins Leere schwimmen zu lassen, den Ball in dem auf dem Beckenboden stehenden Korb zu versenken. „Man muss ziemlich schnell runter, sonst reicht die Luft nicht bis zum Torerfolg“ erklärt die 14-jährige Bernadette Riedinger einem der beiden Vertreter der Lokalpresse, die über das außer gewöhnliche Projekt berichteten. Am Ende des Vormittags waren alle Teilnehmer ziemlich geschafft: Das Rugbyspiel unter Wasser ist ganz schön kräftezehrend. Deshalb traf man sich am nächsten Tag nochmals im Bad. Mit einem richtigen Spiel gegen die Meistermannschaft der Malscher Jugend fand dort das Projekt seinen sportlichen Abschluss. Den besonderen Akzent erhielt das Projekt durch die Umsetzung des Erlebten.

 

Unterwasseraufnahmen, die während des ersten Tages mit 2 Kameras geschossen wurden, waren Basis für den zweiten Projektteil, die anschauliche Darstellung sowie die künstlerische Umsetzung: Die Bilder wurden vergrößert und zu einer Dokumentation zusammengestellt: „Für die Recherche zum Thema Unterwasserrugby wollen wir auch das Internet nutzen“ war von den schulischen Projektbetreuern zu hören. Eine weitere Schülergruppe veranschaulicht anhand der Unterwasseraufnahmen Spiel- und Trainingssituationen auf Leinwand und Plakaten. Unzählige Kopien und Folien wurden erstellt, die Projektion der Spielszenen auf die Leinwand erforderte den gleichzeitigen Einsatz von bis zu 8 Overheadprojektoren. In Spritztechnik und klassischer Malkunst sind dabei die angewandten Umsetzungsalternativen auf Papier und Leinwand.


Die Ergebnisse können sich sehen lassen: Die Besucher der Projekttage-Ausstellung waren insbesondere von der rund 4x1,50 Meter großen Leinwand begeistert, die ein vierköpfiges Mädchenteam gemalt hatte. Sport und Kunst können also doch miteinander! Jedenfalls war die Begeisterung der Schüler und Betreuerinnen sehr groß und man denkt bereits über eine Neuauflage dieses Projektes nach.

 

 

Reinhard Schottmüller, Tauchsportverein Malsch
Tel. 07246/8100

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