Rugby ist ein Sport, der seinen Ursprung in England hat. In
der Stadt Rugby nahm eines Tages im Jahre 1823 ein Junge namens Jonathan Web
Ellis den Ball beim Fußball spielen in die Hände und legte diesen hinter der
Torlinie ab. Damit war der Grundstock für eine der erfolgreichsten
Mannschaftssportarten auf der ganzen Welt gelegt. Rugby wird überall auf der
Welt von vielen Menschen gespielt. Es gibt keine Einschränkungen. In jüngerer
Zeit hat sich zusätzlich zum Herren- und Kinder-Rugby das Frauen- und das
Rollstuhlrugby etabliert. Wie man hieraus unschwer erkennen kann, ist Rugby ein
Sport für alle. Rugby ist ein Mannschaftssport mit unterschiedlichen
Anforderungen an die Spieler. Hier ergänzen sich die verschiedensten Charaktere
mit ihren verschiedenen körperlichen Voraussetzungen. Es gibt keine
Einschränkungen, egal ob dünn, dick, groß oder klein, alle haben ihre
Berechtigung auf dem Rugbyfeld.
Rugby
als Schulsportart
Trotz der ernormen Popularität, die Rugby in anderen
Ländern erreicht hat - in Großbritannien und Frankreich wird es an fast jeder
Schule im Schulsport und mit Schulmannschaften gespielt und gehört als fester
Bestandteil auf den Pausenhof - ist dieser Sport in weiten Teilen Deutschlands
kaum bekannt und wenn man doch davon gehört haben sollte, gilt er als vielfach
brutal und verletzungsträchtig. Statistiken beweisen zwar das Gegenteil,
trotzdem muss zu diesen Befürchtungen -auch vieler Lehrer- folgendes gesagt
werden: Rugby in der Schule wird zunächst ohne Kontakt gespielt, denn tacklings
(Tiefhalten) und Gedränge wie beim normalen Rugby wären auch für die
Sporthallen, in denen der Schulsportunterricht in der Regel stattfindet, denkbar
ungeeignet.
Beim Schulrugby handelt es sich statt dessen um ein schnell
erlernbares, dynamisches Spiel, das mit Händen und Füßen gespielt werden darf
und bei dem man außer einem eiförmigen Ball keine besondere Ausrüstung
benötigt.
Einbindung des Rugby in den Lehrplan
Beim Rugby wird neben der Motorik und Kondition vor allem die
soziale Interaktion der Schülerinnen und Schüler gefördert, denn beim Versuch
den Ball durch die gegnerische Abwehr hindurch hinter die Mallinie zu bringen
und dort abzulegen, kann immer nur die Mannschaft erfolgreich sein, die gut
zusammen spielt, die den Ball schnell, geschickt und mit Spielwitz hin- und
herpasst und der es so gelingt am Gegner vorbeizukommen.
Rugby kann mit Sicherheit dazu beitragen, ausgeglichenere und ruhigere
Schülerinnen und Schüler in den Klassenräumen vorzufinden, die sich im
Sportunterricht „ausgetobt“ und gleichzeitig gelernt haben, ihre
Mitschülerinnen und Mitschüler als Teamkameraden anzusehen.
Wie kommen Lehrerinnen und Lehrer an nähere Informationen
zum Schulrugby
Da Rugby in Deutschland noch den Status einer Amateursportart
besitzt, haben viele Sportlehrerinnen und -lehrer bisher wenig oder gar keinen
Kontakt mit dieser Sportart gehabt. Der Rugby-Verband Baden-Württemberg (RBW)
veranstaltet daher in Zusammenarbeit mit dem Oberschulamt Lehrerfortbildungen,
bei denen ein Einstieg in das Schulrugby mit konkreten Vorschlägen zur
Umsetzung im Unterricht vermittelt wird. Der RBW hilft außerdem, Vereine für
die Unterstützung von Schulen, die ins Schulrugby einsteigen wollen, zu
vermitteln.
Des Weiteren werden Schulturniere und Meisterschaften bis hin zur Deutschen
Schulmeisterschaft, welche im Jahr 2002 in Heidelberg stattfinden wird,
organisiert. Die Schüler haben dabei Gelegenheit, das Erlernte umzusetzen, was
sicherlich auch einen Beitrag zur Motivation im Unterricht leistet.
Weitere Informationen zu Fortbildungen sind über das
Oberschulamt erhältlich, nähere Informationen zu Rugby allgemein oder zu
Schulkooperationen oder -turnieren erhalten Sie bei den Schulsportbeauftragten
des RBW.
Adressen:
Christoph Kempf
Schlierbacher Str. 10
68259 Mannheim
Tel.: 0621/7182707
Kerstin Schwegler
Schulstr. 28
69214 Eppelheim