Sport-Seiten des Oberschulamts Karlsruhe. Diese Seiten wurden am 10.
August 1997 veröffentlicht.
Auszug aus dem Sport-Info 1/97
Taekwon-Do
Taekwon-Do ist eine alte koreanische Kunst der Selbstverteidigung.
Schon um 668 n. Chr. wurde die Urform des Taekwon-Do ausgeübt. Im Jahre 1955 wurde auf
Vorschlag von General Hong-Hi der Name Taekwon-Do als aussagekräftige Bezeichnung für
die koreanische Kunst der Selbstverteidigung gewählt.
Der Name Taekwon-Do setzt sich aus den Bezeichnungen für Fuß: Tae,
Faust: Kwon und Philosopie, Weg zur Inneren Reife: Do
zusammen.
Im Vergleich mit anderen Kampfkunstarten fällt Taekwon-Do vor allem
durch seine vielfältigen Fußtechniken auf.
Taekwon-Do bildet neben der Steigerung der körperlichen Leistungsfähigkeit auch Seele und Geist des Menschen. Schon in den Überlieferungen buddhistischer Mönche (um 600 n. Chr.) finden sich Erziehungsziele, die übernommen und angepaßt wurden.
Diese Ziele sind: Körperliche Fitness, Durchhaltevermögen,
Selbstkontrolle, Selbstvertrauen, Willenskraft, gegenseitiger Respekt und
Selbstverteidigung.
Taekwon-Do setzt sich aus grundlegenden Bewegungen, Übungsfiguren
(Formen), Sparring in verschiedenen Ausführungen und Selbstverteidigungstechniken
zusammen. Die einzelnen Teile sind so eng miteinander verbunden, daß es unmöglich ist,
dazwischen eine Grenze zu ziehen.
Taekwon-Do ist für jedes Alter und jede Konstitution geeignet.
Besondere Voraussetzungen, wie z. B. gute Dehnung und Kondition, sind nicht erforderlich.
Diese Eigenschaften stellen sich bei regelmäßigem Training von selbst ein. Es wird zwar
meist mit Partner trainiert, jedoch ohne Körperkontakt. Dadurch kann jeder seine Übungen
unabhängig vom Trainingsstand seines Partners ausführen, dieser dient lediglich zur
Abstandskontrolle und als Zielrichtung.
Bei Kindern mit Haltungsschäden oder Bewegungsschwierigkeiten tritt schnell eine Verbesserung ein. Sie erlernen spielerisch Fuß- und Handtechniken; Koordination, Konzentration und allgemeine Fitness werden gefördert.
Am Anfang werden zunächst Grundstellungen und -techniken mit Hand und Fuß geübt. Sobald eine gewisse Grundfertigkeit erreicht ist, werden diese Techniken kombiniert und mit Partner als abgesprochene Sparringübungen und Formenlaufen trainiert. Beim abgesprochenen Sparring werden vor allem Distanzgefühl, Zielgenauigkeit und sinnvolle Anwendung der gelernten Techniken verbessert. Die verschiedenen Formen des abgesprochenen Sparrings bereiten für den freien Kampf vor. Gekämpft wird in der Übungsstunde ohne Kontakt.
Fortgeschrittene können mit Schutzausrüstung (um Verletzungen zu vermeiden) den wettkampfmäßigen Freikampf trainieren.
Beim Formenlaufen gilt es, Bewegungsformen mit Hand- und Fußtechnikkombinationen in einer festgeschriebenen Reihenfolge möglichst fehlerfrei auszuführen. Die Techniken sollen so kraftvoll ausgeführt werden, als ob mit einem realistischen Gegner agiert wird. Bei diesem Training liegt der Schwerpunkt auf der Verbesserung von Kraft, Gleichgewicht und Konzentration.
Die Übungsfiguren beinhalten verschiedene Schwierigkeitsgrade. Dadurch werden Reaktionsmöglichkeiten auf unterschiedliche Situationen geübt und kontinuierlicher Leistungszuwachs ist gegeben.
In der Selbstverteidigung werden nach Abwehren mit typischen Teakwon-Do-Techniken (Fußkicks) auch einfachsteTechniken gelehrt. Klare und logische Bewegungsabläufe sorgen dafür, daß die Techniken auch dann noch beherrscht werden, wenn sie länger nicht ausgeübt wurden.
Die Verteidigung erfolgt stets unbewaffnet, auch gegen Angriff mit Stock, Messer oder ähnlichem.
Für Wettkampfinteressierte finden das ganze Jahr über Turniere, sowohl für Wettkampf als auch für Formen, statt.
Weitere Informationen erhalten Sie bei der
Taekwon-Do Union Baden-Württemberg
| Geschäftsstelle | Wolfgang Brückel Feldbergstr. 2 76327 Pfinztal Tel.: 07240/942256 |
Referentin für Lehrwesen |
Susanne Jäckel Essenweinstr. 53 76131 Karlsruhe Tel.: 0721/614908 |