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Welche Tips wir euch geben können

Tip 7

Ein Doppelklick auf eine leere Fläche bringt euch immer wieder zur Auswahl zurück.

Klingt ja schrecklich: Methylsulphonylmethan oder kurz MSM, nein - das ist kein neues Netz von Microsoft. Es handelt sich vielmehr um eine in der Natur vorkommende Schwefelverbindung in Form eines weißen, stark hygroskopischen Salzes. Wofür oder wogegen das gut sein soll?

Umgekehrt gefragt, wozu führt Schwefelmangel? Als Antwort findet man:

  • kranke Hufe
  • schlechter Zustand von Haut und Haar
  • höhere Krankheitsanfälligkeit
  • verlangsamte Heilungsprozesse
  • Schleimhautprobleme in Lunge und Gelenkkapseln

Wenn MSM eine natürliche Verbindung ist, nehmen wir sie dann nicht mit irgendwelchem Futter sowieso auf? Frisches Gras enthält reichlich MSM, im Heu hat es sich allerdings verflüchtet. Außerdem soll im Alter unser Bedarf an MSM steigen. Und dann gibt es da noch so eine Sache, die uns nicht so ganz geheuer ist, so ein fast Akte-X-Thema. Nüchtern gesehen schlägt sich diese Sache in dem Satz "MSM scheint eine Alternative zu entzündungshemmenden Arzneimitteln zu sein, ohne deren Nebenwirkungen zu haben", der 1992 unter dem Beitrag "MSM - Natural-Healing" der englischen Zeitschrift "Horse Talk" zu lesen war. Die Hersteller von MSM werben auch fast immer mit Aussagen, daß in bestimmten Teilen dieser Erde MSM regelmäßig an Sportpferde verfüttert werde, um Leistungsfähigkeit und Ausdauer zu erhöhen und Ermüdungs- und Verschleißerscheinungen vorzubeugen. Auch vor Turnieren sei eine Verabreichung möglich, weil MSM auf keiner Dopingliste stünde.

Wer von uns sieben als Testperson für MSM in Betracht kam, liegt auf der Hand: Hvinur mit seinen Arthroseproblemen. Bereits nach drei Tagen war Hvinur nicht wiederzuerkennen: Alle durch Schmerz- und/oder Gelenkprobleme verursachten Unsauberheiten bis leichte Lahmheiten, insbesondere beim Anlaufen und in den Wendungen waren verschwunden, seine Gesichtszüge wirkten freundlicher und entspannter, er bockte herum, trabte mit uns aufwärts - das war ansonsten ein Ding der Unmöglichkeit - und versuchte, abwärts zu galoppieren. Das war nicht mehr Hvinur, das war ein neues Pferd. Wir und noch viel mehr unsere höheren Instanzen waren fassungslos. Hvinur bekam zehn Tage lang die volle Belastungsdosis und dann noch eine Weile die halbe Erhaltungsdosis von MSM, bis der Vorrat erschöpft war, dann nichts mehr. Es dauerte Monate, bis Hvinurs Ausgangszustand vor der Verabreichung von MSM wieder erreicht war. Warum er zwischendurch nicht wieder MSM erhalten hat? Ganz einfach: Der unseren höheren Instanzen bekannten einzigsten Bezugsquelle in Deutschland war der Verkauf verboten worden. Laut Händler mit dem Hinweis, es handele sich nicht um ein Ergänzungsfuttermittel sondern um ein Arzneimittel, das nur in Apotheken verkauft werden dürfe, aber als Arzneimittel hatte MSN keine Zulassung. Hvinur war auch so fit, daß unsere höheren Instanzen der Sache nicht weiter nachgingen, zumal unser Tierarzt der Meinung war, im Bedarfsfalle MSM auftreiben zu können. Außerdem sind unsere höheren Instanzen mißtrauische Wesen: Was ist in diesem weißen Salz bei dieser frappierenden Wirkung entgegen aller Aussagen "Zu 99,9% reines MSM" noch drin? Sie wollten Hvinur natürlich nichts mit schädigenden Nebenwirkungen verabreichen und wenn es nach reichlichem Abwägen von Vor- und Nachteilen denn dann doch sein mußte, dann wenigstens nur soviel MSM wie nötig, ansonsten sowenig wie möglich.

Wie der Zufall so spielt, stand just in dem Moment, wo Hvinur nach ca. eineinhalb Jahren in etwa wieder den Zustand erreicht hatte wie vor der Verabreichung von MSM, MSM wieder im Katalog eines anderen Händlers, dem der Verkauf allerdings auch nach kurzer Zeit untersagt wurde. Diesmal von einem irischen Hersteller. Flugs besorgt wiederholte sich das ganze Schauspiel. Hvinurs Bewegungsabläufe hatten sich genauso wie beim ersten Mal drastisch verbessert. Inzwischen wurden die MSM-Kuren alle paar Jahre wiederholt. Die Wirkung von MSM tritt zwar nicht mehr so spontan ein, weil offensichtlich kein Entzündungsvorgang mehr für Hvinur's Bewegungseinschränkung vorliegt, auf den MSM kurzfristig einwirken könnte, sondern eben ein mehr mechanischer Gelenksdefekt, auf den MSM durch die Aktivierung des Selbstheilungsprozesses des Körpers einwirkt. Schwefel ist ein Grundbaustein für Kollagen, dem Material in unseren Körpern, das uns Gestalt gibt und verhindert, daß wir einer amorphen Amöbe gleichen. Das dauert aber dann verständlicherweise seine Zeit.

Woher wir das MSM nehmen? Entweder insbesondere im anglosächsischen Raum (Großbritannien, Irland, USA) selber besorgen, wo es keine Handelsbeschränkungen gibt, im Gegenteil, in den USA wird es sogar schon dem Mineralwasser zugesetzt, oder den Tierarzt, der aber MSM nicht unbedingt kennen oder schätzen muß, ansprechen. Tierärzte kommen da eher ran. Allerdings hören wir aus der Ecke in der letzten Zeit auch von zunehmenden Beschaffungsschwierigkeiten. Und das, obwohl das Zeugs eisenbahnwagonweise in Deutschland hergestellt wird. Die weiblichen Leser dieser Seite müssen nur ihre Lippenstifte, Hautcremes etc. auseinandernehmen, dann wissen sie, wo die ganze Produktion bleibt. Eine Beschaffungsalternative in Deutschland ist ferner der Handel mit Chemikalien. Als Chemikalie ist MSM in Deutschland frei erhältlich. Kleinere Mengen sind allerdings nur im Laborbedarf zu bekommen, ansonsten werden meist nur Mengen von 20 oder 25 kg aufwärts angeboten. Wichtig ist dabei auf möglichst reines MSM zu achten: 99% aufwärts. Zunehmend gehen auch Futtermittelhersteller dazu über, MSM als Chemikalie statt als Futterergänzungsmittel, dann aber notgedrungen mit dem vollen statt dem ermäßigten Mehrwertsteuersatz, im Internet anzubieten. Seit einiger Zeit darf MSM übrigens wieder in Deutschland als Tierfutterergänzungsmittel vertrieben werden, wobei es allerdings bereits wieder Bemühungen geben soll dieses zu untersagen.

Bei aller Skepsis: Unsere Erfahrungen bei Hvinur waren sensationell gut: "Ich werd wahnsinnig!, Das kann nicht sein!, Das gibt es nicht!, Ich trau meinen Augen nicht mehr!" Soweit mein Boß - und wischte sich die Freudentränen aus den Augen. Rückfragen bei den beiden ursprünglichen Händlern hatten damals ergeben, daß ihnen zu ihrem eigenen Erstaunen MSM von den Kunden gerade aus den Händen gerissen worden war. Selbst Tierärzte sollen sich damit eingedeckt haben. Wozu? Als Equipalazone Ersatz! Wer mehr über MSM erfahren möchte: Es gibt inzwischen auch ein deutschsprachiges kleines Büchlein mit dem Titel "MSM - eine Supersubstanz der Natur", allerdings von Zweibeiner für Zweibeiner geschrieben. Pferde sind da nur am Rande an einer Stelle erwähnt.

Ohne eigene Erfahrungen, aber aufgrund von Rückmeldungen: MSM soll bei Hufrollenproblemen noch besser als bei Arthrose wirken, da allerdings bislang unerklärlich nur in 80 Prozent der Fälle bei gleichem klinischen Befund. Auch bei alten Hunden soll eine deutliche Verbesserung der Beweglichkeit nach Verabreichung von MSM festgestell worden sein.

Und last not least: Mein Boß hat das Zeugs inzwischen auch schon geschluckt, nachdem er sich das Schultereckgelenk nach einer unsanften Landung mit Pferd gesprengt hatte, statt sich der zweimaligen OP mit Eisenplatten, Schrauben und Drähten zu unterziehen, wie ihm dick angeraten worden war. Jedenfalls unternimmt er heutzutage wieder Dinge mit seinem Arm, die ihm ohne OP als nicht mehr möglich angekündigt worden waren. Ob das an dem MSM lag, ist natürlich bei einem Einzelfall nicht feststellbar. Aber zu einer Sprengung des anderen Schultereckgelenks, damit wir eine sichere Informationsbasis hätten, war bein Boß bislang einfach noch nicht zu überreden gewesen.

Allgemeine Ausführungen über Erscheinungsbild, Symptome, Diagnosemöglichkeiten und Therapieansätze der Arthrose findet ihr unter Gewußt wie! - Basiswissen für den Pferdehalter, Unterpunkt Krankheiten.

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