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Erstellen einfacher Programme

1. Datentypen (5)


Strukturierte Typen

1. Feld-Typ

Felder erfüllen zweierlei Aufgaben. Einerseits kann hiermit eine große Anzahl von Werten des gleichen Typs gespeichert werden. Was aber vielleicht noch interessanter erscheint, ist die Tatsache, dass auf einen Wert mit Hilfe einer Nummer zugegriffen werden kann. So kann z. B. der Wert Nummer 5 dirket angesprochen werden.

Man könnte eine Variable Wert z.B. durch Anhängen von Zahlen erweitern, etwa Wert1, Wert2, Wert3 usw. Will man aber z.B. auf den Wert Nummer 5 zugreifen, muss man als Bezeichner eben Wert5 angeben. Oft ist diese Nummer aber eine Zahl, welche ebenfalls in einer Variable abgelegt ist, und die erst zur Ausführungszeit bekannt ist.
In diesem Fall bliebe nur eine Mehrfachverzweigung anzuwenden, welche je nach Inhalt der Nummer die Variable mit dem entsprechenden Bezeichner nutzt. falls Nummer von
  1 : Anweisung mit Wert1
  2 : Anweisung mit Wert2
...
Man sollte daher die Nummer direkt nutzen können, ähnlich wie in der Mathematik Indizes. Genau das leistet ein Feld. Es besitzt einen Bezeichner als Namen und in eckige Klammern gesetzte Indizes.

Der Wert Nummer 5 kann somit in der Form Wert[5] angesprochen werden, falls der Feldbezeichner Wert lautet.
Ist die Nummer in einer Variablen Nummer abgelegt, kann mit Wert[Nummer] auf den gewünschten Wert des Feldes zugegriffen werden.


Man beachte, dass Felder sehr schnell den Speicher füllen, da mit einer Deklaration Speicher für sehr viele Werte festgelegt werden kann. Insbesondere bei mehrfach indizierten Feldern können Speichergrenzen schnell erreicht werden, da hier die Indexbereiche multipliziert werden.
Ein Feld, dessen erster Index einen Bereich für 20 Werte und dessen zweiter Index einen für 50 Werte umfasst, beansprucht bereits den Platz von 20 * 50 = 1000 Variablen des festgelegten Datentyps.

[Beispiel für die Nutzung eines Feldes]

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Autor: Jürgen Dehmer
Letzte Änderung: 30. April 2000