Dieser Datentyp hat die Aufgabe eine Verbindung herzustellen zwischen den "flüchtigen" Daten im Computer, die ja nur so lange existieren, wie der Computer und das Programm in Betrieb sind, und den dauerhaft gespeicherten Daten eines Datenträgers wie Platte, Diskette oder Band.
Gewöhnlich werden die Daten mit derselben Struktur in die Datei geschrieben, die sie auch original im Speicher haben. Daher wird beim Dateityp der Datentyp der zu übertragenden Daten angegeben.
Kundendatei Datei von Kunde
Unter dem Dateibezeichner Kundendatei wird also eine Datei verstanden,
über die man Daten der Struktur einer Kundenkarte (siehe Beispiel
Datensatz) auf einen Datenträger übertrragen kann.
Mit speziellen Schreib- und Leseanweisungen werden schließlich die Einzeldaten gemäß der angegebenen Datenstruktur übertragen auf das Speichermedium (Schreiben), bzw. von dort in eine Variable entsprechenden Typs in den Computer (Lesen).
Vor dem ersten Schreib- oder Lesezugriff muss eine Verbindung zwischen der
Dateivariable im Computer und der physikalischen Datei des Trägers hergestellt
werden. Dies geschieht durch das sogenannte Öffnen der Datei.
Hierbei wird auch der Name der Datendatei auf dem Datenträger mit der
Dateivariable im Speicher des Rechners verknüpft.
Technisch läuft der Vorgang so ab, dass die Schreib-/Leseanweisungen nur
im Speicher des Computers ablaufen und das Betriebssystem schließlich den
eigentlichen Datentransport zwischen Rechnerspeicher und Datenträgermedium
organisiert. Dies soll ein zu häufiges Zugreifen auf das Medium verhindern,
was den Rechner zusätzlich belastet. Meist werden die Daten erst übertragen,
wenn sich eine gewisse Menge angesammelt hat oder eine Stelle auf dem
Träger benötigt wird, die im Computer noch nicht gespeichert wurde.
Am Ende der Bearbeitung ist unbedingt ein Abschluss nötig. Dies geschieht durch
das Schließen der Datei. Hierbei werden noch nicht
übertragene Daten auf den Träger gespeichert und dort Aktualisierungen im
Inhaltsverzeichnis vorgenommen, wie z.B. Dateigröße etc. und schließlich
die Bearbeitung für andere Nutzer/Programme wieder freigegeben.
Ohne die Schließanweisung kommt es mit ziemlicher Sicherheit zum
Datenverlust!
Übersicht über den Ablauf |
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Die Daten können nicht nur nacheinander (sequenziell) gelesen und/oder
verändert werden. Es besteht die Möglichkeit innerhalb einer vorhandenen
Datei an den Beginn jeder Dateneinheit (bzgl. des Typs) zu "springen".
Hierzu wird ein Datensatzzeiger verwendet. Dieser wird
beim Öffnen an den Beginn des ersten Datums gesetzt. Mit jeder Lese- oder
Schreibanweisung wird der Zeiger automatisch um eins weiterversetzt. Mit
einer speziellen Sprunganweisung kann der Datensatzzeiger
versetzt werden, wobei die Grenzen der Datei nicht übersprungen werden
können. Die letztmögliche Position ist nach dem letzten
vorhandenen Datensatz. Diese Position ist z.B. nötig zum Anfügen neuer Daten
an bereits gespeicherte.
Normalerweise werden die Positionen von 0 (am Anfang des
ersten Datums) bis n (nach dem letzen
Datum) gezählt, wobei die Datei über n Datensätze verfügt.
Weitere Funktionen liefern die Position des Zeigers, die Anzahl der Datensätze und ob das Ende oder der Anfang der Datei erreicht ist.
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Autor: Jürgen Dehmer
Letzte Änderung: 18. November 2002