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Vorbemerkung


Vereinfacht ausgedrückt kann man sagen: Die Informatik ist die Lehre von der Information.

Es stecken aber zahlreiche Gesichts- und Ansatzpunkte dahinter. Eine Information oder ein Datum ist etwas das uns eine Mitteilung macht. Diese können wir aufnehmen oder auch (als unwichtig) ignorieren. Oft sind die Datenmengen so immens, dass wir sie nur aufnehmen können, wenn sie entsprechend aufgearbeitet, z. B. reduziert sind. Daten sollen bei Bedarf abrufbar gespeichert sein und an beliebige Stellen transportiert werden können. Wir bedienen uns für diese Aufgaben oft der Hilfe von Maschinen und Computern. Diese müssen in der Lage sein, unsere Wünsche der Datenaufbereitung zu erfüllen. Das bedeutet aber, dass wir die Fähigkeit haben müssen, Ihnen unsere Wünsche (Anweisungen) auch mitzuteilen. Es muss eine Art Sprache zwischen Mensch und Maschine bestehen, die beide verstehen. Solche Anweisungen können nicht nur zur Verarbeitung von Daten dienen, sondern auch für zahlreiche Tätigkeiten auch im Sinne von Automaten und Robotern.

In diesen Bereichen Forschung zu betreiben und neue (bessere) Möglichkeiten zu finden ist die Aufgabe der Informatik.

Sie hat daher einerseits mit Theorien zu tun wie das Verwalten von Daten und Entwickeln von Datenstrukturen, der Entwicklung von Sprachen und Abläufen (Algorithmen) für den Betrieb von virtuellen, simulierten und realen Maschinen und sich überhaupt mit der Lösung und Lösbarkeit gestellter Probleme zu befassen. Dies geht hin bis zu abstrakten Theorien. Andererseits hat die Informatik auch mit der Entwicklung praktischer Geräte, Maschinen, Prozessoren usw. zu tun und Kommunikationsmöglichkeiten (Schnittstellen) zu entwickeln. Hier grenzt sie an den Bereich der Elektrotechnik, die letztendlich die gewünschten Schaltungsvarianten entwickeln und bereitstellen muss. Auch bestehen hier Verbindungen zum Maschinenbauer, der die Modelle von maschinellen Automaten und Robotern entwickelt, während der Informatiker die Steuerungsaufgaben (Programmierung) übernimmt.

Es gibt viele weitere Verknüpfungsstellen etwa zur Wirtschaft oder zur Kunst und Musik und viele bedienen sich mittlerweile der Errungenschaften der Informatik. Sie und ihre Produkte sind fast aus keinem Bereich unseres Lebens mehr wegzudenken.

Zu Beginn wollen wir uns vor allem mit der praktischeren Seite auseinandersetzen, also der Funktion von Automaten bis hin zu Computern. Wir lernen kennen, wie wir Abläufe darstellen und werden auch eine Programmiersprache also ein Kommunikationsmittel kennenlernen. Hierzu gehört auch das Erfassen und Darstellen von Daten und zugehöriger Datenstrukturen und programmtechnischer Ablaufstrukturen. Wir lernen die Nutzung von Objekten in der objektorientierten Programmierung kennen. Diese Technik ermöglicht heute z.B. das schnelle Anpassen und auch Erweitern von Programmen auf eigene Bedürfnisse.

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Autor: Jürgen Dehmer
Letzte Änderung: 12. September 1999