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| Intel 8086 (Mai 1978), Blick ins Innere: 29.000 Transistoren, 800.000 Instruktionen/s, NMOS/CMOS-Technologie. Der erste 16 Bit Prozessor von Intel, jedoch ein ähnlicher Prozessor wie der 8008 (8 Bit-Prozessor), denn während andere 16 Bit Prozessoren 16 MB adressierten, konnte der 8086 nur 1 MB adressieren. |
Intel 8088 (Februar 1979), Gehäuse: Diese Version des 8086 mit nur 8 anstatt 16 Bit Datenbus halbierte die Transferrate zum Speicher wodurch die Geschwindigkeit um 50 % sank. Sie war jedoch wegen der wesentlich preiswerteren Zusatzbausteine, die damals noch alle für 8 Bit Mikroprozessoren ausgelegt waren, sehr populär. Ein System konnte dadurch billiger gebaut werden, wenn auch unter gravierenden Geschwindigkeitsverlusten. |
Pentium (März 1993), Gehäuse geöffnet: Eine wesentliche Verbesserung war ein getrennter Cache für Daten und Code von je 8 KByte. Die Taktfrequenz stieg im Laufe der Jahre von 60 MHz auf 233 MHz. Der Datenbus beträgt 64 Bit. Mit 3,2 Millionen Transistoren war der Pentium etwa 50 % schneller als ein gleich getakteter 486. Er erreichte 100 MIPS (Millionen Instruktionen pro Sekunde). Der Chip verfügt über mehrere Recheneinheiten für Integer und Fließkommazahlen, auf welche die Befehle verteilt werden. So kann man die Geschwindigkeit erhöhen. Der Pentium hat zwei ALU's und eine FPU (Floating-Point-Unit) |
Um im Folgenden die grundsätzlichen Vorgänge in einem Prozessor zu studieren, bleiben wir auf der Stufe des 8086-Prozessors. Neben Registern für die Datenhaltung und Adressierung verfügt der Prozessor über ein Steuerwerk (CU = Control-Unit) und ein Rechenwerk (ALU =Arithmetic and Logic-Unit) für die Grundrechenarten und Logikprüfungen, sowie ein Flagregister in welchem wichtige Zustände festgehalten werden.
Im nächsten Abschnitt beschäftigen wir uns mit der ALU, wobei wir uns auf die Addition und Subtraktion beschränken.
[Index] [Untersuchung einfacher Programmstrukturen] [Mikroprogramme]
Autor: Jürgen Dehmer
Letzte Änderung: 22.03.2004