Schulpartnerschaft

 

Austausch 2003  | Partnerschaft Ile-de-Ré - Philippsburg Austausch 2001 | Austausch 1999  | Austausch 1998

 

Frankreich-Austausch 2005: Wurstsalat und Austern

Erwartungsfrohe Gesichter, verführerische Gerüche, die Tische biegen sich unter der Last deutscher Leckereien wie hausgemachten Spätzle, Maultaschen, Kartoffelsalat, Schwarzwälderkirschtorte.... Unsere französischen Nachbarn staunen, wie gut und vielfältig die deutsche Küche ist...
  A table – zu Tisch bitte. Unter diesem Motto stand der diesjährige Austausch zwischen dem Copernicus-Gymnasium und dem Collège les Salières auf der Ile de Ré. 26 Schülerinnen und Schüler auf französischer und deutscher Seite verbrachten jeweils acht Tage im Land des Nachbarn um deren Lebens– und vor allem deren Essgewohnheiten kennen zu lernen.
  So drehte sich auch das Programm rund ums Essen: Die französischen Gastschüler wurden in die Kunst des Bierbrauens eingewiesen, besuchten die Heimat der Schwarzwälderkirschtorte und bereiteten als krönenden Abschluss noch ein gemeinsames Abendessen mit typisch deutschen Gerichten zu, die sie in den Gastfamilien mit kochbegeisterten Müttern oder in der Schulküche mit (ebenfalls) kochbegeisterten Lehrern und Lehrerinnen zubereiteten. Neben den kulinarischen Bräuchen lernten unsere französischen Gäste auch Philippsburg und dessen nähere Umgebung wie Schwetzingen, Heidelberg oder Speyer kennen und hatten so Gelegenheit, die gemeinsame Geschichte unserer beider Länder neu zu entdecken.
  Der Gegenbesuch in Begleitung von Frau Mein und Herrn Wallenwein fand nur zwei Wochen später statt. Ein Abstecher nach Paris sorgte auf der Hinfahrt für die nötige Einstimmung. Auf der Ile de Ré selbst stand ebenfalls das Thema ‚Essen’ im Vordergrund, auch wenn des öfteren mehr der Kopf als der Magen gefordert wurde. So erhielten die Schüler eine Einführung über gesunde Ernährung von einer Diätassistentin, klebten Collagen über eigens zusammengestellte Menus, erhielten Einblick in die Arbeit an einer Hotelfachschule in La Rochelle mit anschließender Dégustation, besuchten ein Naturmuseum zur Salzgewinnung und einen Austernpark und erstellten nebenher noch ein deutsch-französisches Kochbuch.
  Viele Eindrücke werden uns noch lange begleiten – auf der Waage, beim Kochen, im Französischunterricht und natürlich in unseren alltäglichen Gedanken. Das Copernicus-Gymnasium freut sich schon auf den nächsten Austausch.

K. Helfenbein

Frankreich-Austausch 2003: Die Insel ruft

Schüler des Copernicus - Gymnasiums besuchen ihre Austauschpartner auf der Ile de Ré

Unser erstes Etappenziel liegt hinter uns: Paris in fünf Stunden - alles ehrlich erlaufen – da die Franzosen die Eigenheit besitzen, in regelmäßigen Abständen (und garantiert immer dann, wenn wir kommen) zu streiken! Die Schüler/innen der Klassenstufe 8 des Copernicus-Gymnasiums - einschließlich der begleitenden Lehrer, Herr Morweiser und Frau Helfenbein, - sitzen mit noch schmerzenden Füssen, aber erwartungsvoll gespannten Mienen im Bus und freuen sich darauf, ihre französischen Austauschpartner wiederzusehen...

Im Hafen von St-Martin

Im Hafen von St-Martin

Dabei ist der tränenreiche Abschied der französischen Schüler/innen am Bahnhof in Philippsburg noch keine vier Wochen her. Zehn Tage genossen unsere französischen Freunde die hiesige Gastfreundschaft, statteten dem geschichtsträchtigen Speyer einen Besuch ab, wandelten auf den Spuren Goethes im romantischen Heidelberg und vergnügten sich im Aquadrom in Hockenheim sowie im Holiday-Park in Hassloch - dem absoluten Favoriten unseres Programms -, bis sie schließlich angefüllt mit deutschem Sprachgut und den obligatorischen Brezeln von dannen zogen...
  Der Zielort rückt immer näher, die Spannung im Bus steigt. Erste Panikattacken wie "Isch heb mei ganzes Franzesisch vergesse" weichen beim ersten Wiedersehen jedoch schnell zuversichtlicheren Phrasen wie "Salut, ca va? On fait la bise?" Wir kommen an und nach und nach fällt der Alltag von uns ab. Die Insel hat ihren eigenen Rhythmus - man lässt sich die sanfte Meeresbrise um die Nase wehen, parliert und speist französisch, genießt die Gastfreundschaft der Inselbewohner sowie ihre kulturellen Eigenheiten - es wird mal wieder gestreikt!

Blick auf die Zitadelle von St-Martin

Blick auf die Zitadelle von St-Martin

Auch wenn die Sonne nicht lacht, trübt dies die Stimmung in keinster Weise: Um das Katamaranfahren und Surfen zu erproben, trotzen die Schüler/innen allen Gezeiten, klammern sich in Froschmanier an ihre Segel oder harren geduldig im Boot sitzend ihrer nächsten Wende, um später mit ein paar Sonnenstrahlen belohnt zu werden. Mit der Bootsfahrt auf die Ile d'Aix, ein der Ile de Ré vorgelagertes Eiland fern jeglicher Zivilisation, bieten die französischen Gastgeber ein weiteres Bonbon für ihre Gäste: Auf dem Eiland ist für die Schüler/innen eine Rallye organisiert, die aber noch genug Zeit für Picknick und Spaziergänge lässt. Besonders Wetterresistente werden sogar im "Badedress" gesichtet. Außerdem werden wir in die seit Jahrhunderten bestehende Tradition des Salzziehens eingeweiht und besuchen eine Austernzucht - die Heldentat des Tages besteht darin, dass zwei besonders Wagemutige vor den Augen aller eine Auster verspeisen (im rohen Zustand versteht sich) und so ihr Faible für diese Inselspezialität entdecken. Bleibt noch La Rochelle und der Besuch des wirklich beeindruckende Aquariums zu erwähnen, wo erstaunt festgestellt wurde, dass Haifische geringfügig gefährlicher aussehen als Piranhas...

Unter den Arkaden von La Rochelle

Unter den Arkaden von La Rochelle

Die zehn Tage sind schnell vorbei - zu schnell für uns - aber wir behalten unsere französischen Nachbarn und die gemeinsam verbrachte Zeit auf der Insel in guter Erinnerung. Alors, à la prochaine!

K. Helfenbein

Blick auf den Hafen von St-Martin

Blick auf den Hafen von St-Martin. Im Hintergrund die Vendée

(21.07.2003)

Ile de Ré

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Ile de Ré - Philippsburg

Le jumelage entre l'Ile de Ré et la ville de Philippsburg, signé le 9 juin 1974, concrétise le pacte d'Amitié franco-allemand que le général de Gaulle et le chancelier Adenauer avaient scellé ä Paris le 23 janvier 1963. C'est grâce à la volonté des Rétais, prisonniers de guerre pendant cinq ans ou ayant souffert dans les camps, mais aussi des Allemands, qui voulaient en finir avec cette guerre, qu'a pu naître ce jumelage entre les deux communes. Depuis, chaque année, les habitants se retrouvent. Pour symboliser cette nouvelle amitié, des arbres ont été plantés d'abord à Saint-Martin-de Ré, où une avenue Philippsburg fut créée, puis à La Flotte.
  En 1984, l'association fêtait son dixième anniversaire. A cette occasion, la petite promenade près de l'église Sainte-Maria en Allemagne fut rebaptisée "Ile de Ré Platz" et inaugurée avec une délégation de 75 Français, avec à leur tête le président de l'association à l'époque, Jean Moreau, et l'ancien, André Brizard. Chaque anniversaire a été l'occasion de fêter ce pacte de l'amitié et de renouveler les souhaits des habitants : défendre la paix et l'amitié entre les peuples.
  L'association a aujourd'hui 26 ans et compte plus de 200 adhérents Jean-Pierre Pichot en est aujourd'hui le président.
  Le collège des Salières a accueilli récemment , une quarantaine de lycéens allemands venus découvrir l'île. Logés dans les familles, les jeunes ont profité de cette semaine de vacances pour visiter la région mais aussi découvrir un système éducatif différent du leur. Connaître ses différences et les accepter, tourner la page sur le passé, construire l'avenir, semblent être les maîtres mots de ce pacte franco-allemand.
  Le 25 mai, l'Ile de Ré a accueilli une nouvelle fois une délégation allemande pour un séjour d'une semaine. Une soirée de gala était prévue le lendemain à la salle des fêtes de Saint-Martin à 20h30.
  Jean-Pierre Pichot

Die Partnerschaft zwischen der Ile de Ré und der Stadt Philippsburg, die am 9. Juni 1974 unterzeichnet wurde, lässt den deutsch-französischen Freundschaftsvertrag, den General de Gaulle und Konrad Adenauer am 23. Januar 1963 in Paris besiegelten, lebendig werden. Dank dem Bestreben einiger Inselbewohner, die 5 Jahre Kriegsgefangene waren oder in Lagern gelitten hatten , aber auch dank einiger Deutscher, die einen Schlussstrich unter diese leidvolle Vergangenheit setzen wollten, entstand diese Partnerschaft zwischen den beiden Gemeinden. Seit Beginn dieser Partnerschaft treffen sich ihre Mitglieder regelmäßig. Um diese neue Freundschaft zu symbolisieren, wurden zuerst in St.-Martin, wo eine Avenue de Philippsburg geschaffen wurde, dann in La Flotte Bäume gepflanzt.
  1984 feierte die Partnerschaft ihr 10-jähriges Jubiläum. Zu diesem Anlass wurde der Platz vor der Kirche St. Maria in Philippsburg Ile de Ré-Platz getauft und unter Mitwirkung einer Delegation von 75 Franzosen eingeweiht. An der Spitze dieser Delegation befanden sich Herr Moreau, der damalige Partnerschaftspräsident und der ehemalige Präsident, Herr Brizard. Jedes Jubiläum gab Anlass, diesen Freundschaftsvertrag zu feiern und den Wunsch der Einwohner der Gemeinden zu erneuern: den Frieden und die Freundschaft zwischen den Völkern zu verteidigen.
  Heute besteht die Partnerschaft, deren jetziger Präsident Herr Jean-Pierre Pichot ist, 27 Jahre und zählt mehr als 200 Mitglieder.
  Das Collège «Les Salières» empfing vor kurzem 39 Schülerinnen und Schüler aus dem Copernicus-Gymnasium, die gekommen sind, um die Insel zu entdecken. In Familien untergebracht, nutzten die Jugendlichen diese Woche, um die Region zu besichtigen , aber auch, um ein Schulsystem kennenzu- lernen, das sich von ihrem unterscheidet.
  Unterschiede zu erfahren und sie zu akzeptieren, ein neues Blatt im Buch der Geschichte aufzuschlagen, die Zukunft zu gestalten, das scheinen die bedeutendsten Worte dieses deutsch-französischen Freundschaftsvertrages zu sein.
  Am 25. Mai hat die Ile de Ré erneut eine Delegation aus Philippsburg für eine Woche empfangen. Ein Galaabend war für den nächsten Tag im Festsaal in St. Marie um 20.30 h vorgesehen.

Übersetzung: R. Morweiser

 

Ile de Ré - St. Martin-de-Ré: Austausch 2001

Karte der Insel

Karte der Insel

Besuch von St. Martin auf der Ile de Ré

Donnerstag, den 10.5.2001
Nachdem wir am Donnerstag, den 10.5.01 mit unseren französischen „Corres" die Schule gemeinsam besucht und am Unterricht teilgenommen hatten, marschierten wir Deutsche anschließend in Richtung St.Martin, das auch als Hauptstadt der Insel gilt. Sofort fielen die mächtigen Befestigungsanlagen auf, die von Vauban 1681-1685 in der Regierungszeit Ludwigs XIV. gegen die Engländer gebaut wurden. Diese galten damals als die größten Feinde Frankreichs und natürlich auch der Ile de Ré.
  Zunächst bummelten wir durch die engen und mittelalterlichen Gassen in Richtung Hafen, von wo aus wir die Höhe der vollständig erhaltenen Stadtmauer und die Größe der Zitadelle wahrnehmen konnten. Der Blick auf das nahe gelegene Festland war beeindruckend. Eine französische Führerin brachte uns den Sinn und Zweck der Wallanlagen und der Zitadelle näher. Diese beherbergt heute das einzige Gefängnis auf der Insel. Vom Hafen aus wurden früher die Schwerverbrecher nach Übersee verschifft.
  Die überaus langlebigen und dicken Mauern um St. Martin waren erforderlich, um sich vor den Angriffen der Engländer zu schützen, welche die Ile de Ré als besonders geeignet für feindselige Invasionen auf das Festland und La Rochelle betrachteten. Auch wurde auf die Ähnlichkeit der Festungsmauer von St. Martin mit der schon längst durch Napoleon zerstörten Stadtmauer von Philippsburg hingewiesen. Auch diese war von Vauban errichtet worden.
  Anschließend flanierten wir in kleinen Gruppen durch die wunderschön angelegte Hafenanlage. Wer wollte, konnte sich an den kulinarischen Köstlichkeiten und am wunderschönen Ausblick erfreuen.

Johannes Groß

Fahrt nach La Rochelle (Stadtgang)

Montag, 14.Mai 2001
Nachdem wir zu Fuß eine Führung durch La Rochelle gemacht hatten, durften wir uns ab 12.15 Uhr frei in der Stadt bewegen und shoppen gehen.
  Wir teilten uns in kleine Gruppen auf und suchten erst mal einen Platz zum Essen. Danach gingen wir los um uns die vielen kleinen Geschäfte anzusehen. La Rochelle ist eine sehr alte Stadt, mit vielen alten und historischen Häusern. Die meisten Häuser sind aus Kalkstein gebaut. Die Stadt ist durch ihre vielen Muster und Verzierungen außen an den Fenster- und Türrahmen geprägt. Es gibt viele Plätze, an denen historische Figuren oder Denkmäler stehen. Fast an jeder Ecke gibt es kleine Cafes oder Bars, in denen man gut relaxen kann. Zu den vielen teuren Boutiquen gibt es natürlich auch eine Schattenseite: Es gibt sehr viele Obdachlose, die fast überall auf den Straßen sitzen und betteln. Die Fahrt nach La Rochelle hat uns trotzdem sehr gut gefallen...

Kim-Eileen Bastel, Romina Pachale, Lisa Kullmann

Vorbereitungen zum Segeln

Vorbereitungen zum Segeln

Salzgewinnung

Salzgewinnung

Salzgewinnung

Donnerstag, 17. Mai
Die Sumpfgebiete, in denen das Salz gewonnen wird, sind durch einen 30 km langen Damm vom Meer getrennt. Die Wassereinlassstelle ist so angelegt, dass das Meerwasser ungefähr alle 2 Wochen in die Salzbecken fließen kann. Damit wird erreicht, dass die Becken nie überfüllt sind.
  Die 1300 Becken liegen unter dem Meeresspiegel und fallen Becken für Becken zusätzlich ab. Das Wasser durchläuft die 4 km lange Strecke labyrinthartig, was eine extrem langsame Fließgeschwindigkeit zur Folge hat. Die ist erforderlich für die Verdunstung des Wassers durch die Sonne. Der Salzgehalt des Meerwasser (28 Gramm pro Liter) steigt Becken für Becken, je mehr Salz, desto weniger Leben in den Becken (Tiere, Pflanzen).
  Die Becken werden nur zur Säuberung trocken gelegt, da durch Trockenheit vor allem Risse im Untergrund (Ton, weich, aber wasserundurchlässig, nährstoffreich) entstehen, welche Wasserverlust und somit auch Salzverlust zur Folge haben.
  Die Salzernte erfolgt in drei Sommermonaten. Jährlich werden 2 bis 3000 Tonnen des "Grey Sea Salt" produziert. Im Gegensatz zu den hellweißen "Fleur de Sel"-Salzkristallen, die an der Oberfläche in Kombination von Sonne und Wind wachsen, ist das "Grey Sea Salt", wie der Name schon sagt, grau und entsteht unterhalb der Oberfläche.
  Das Salz ist sehr nährstoffreich, es enthält Kalzium, Magnesium, Eisen, Zink, Jod und Kalium. Für 1 kg Salz benötigt man ungefähr 30 Liter Meereswasser.
  Begünstigt wird die Salzproduktion durch das sehr saubere Meerwasser, das jährlich mit dem "blue ribbon"-Umweltpreis ausgezeichnet wird, hinzu kommt das sonnige Klima.

Anna Knebel

Vorbereitungen zum Segeln

Vorbereitungen zum Segeln

Segeln in La Couarde

Jeudi, 17 Mai
Nachdem wir uns alle im Collège versammelt hatten, fuhren wir gegen halb neun Uhr mit dem Bus los nach La Couarde. Dort verbrachten wir den Vormittag in der Segelschule. Zuerst konnte sich jeder entscheiden, ob er lieber segeln oder surfen wollte und wurde dann in die entsprechende Gruppe eingeteilt. Danach ging's an den Aufbau der Surfbretter und Katamarane, was eigentlich nicht besonders schwierig war. Nach einigen letzten Hinweisen unserer Segellehrer war es endlich soweit und wir durften auf eigene Faust losfahren, wobei viele der Surfer im wahrsten Sinne des Wortes in die Welt des Surfens "eintauchten". Wir durften zwar nicht auf das freie Meer hinaus fahren, da das viel zu gefährlich wäre, aber auch der See, auf dem wir segelten, war windig genug an diesem Tag. Es ging schneller voran, da eher stürmisches Wetter war und es ab und zu sogar regnete. Aber das störte uns nicht. Manch einer von uns entdeckte Segel- bzw. Surfleidenschaft und wir hatten alle sehr viel Spaß. Dieser Vormittag an der Segelschulegehörte zu einem der schönsten Ausflüge während unseres Ile de Ré-Aufenthalts. Wenn wir in nächster Zeit segeln gehen, werden wir ganz sicher an unseren Austausch zurückdenken.

Stefanie W. , Eva P.

Partnerschule

Unsere Partnerschule "Les Salières" in St. Martin

Bericht: Schulstunde

Ich hatte das Vergnügen (wenn man es so nennen will), in einer Mathestunde zu sitzen, doch da es eine jüngere Klasse war, kannte ich den Unterrichtsstoff schon. Der Unterricht unterschied sich stark von dem in Deutschland. Während es bei uns üblich ist, dass der Lehrer den besten der Klasse vorrechnen lässt, hielt er hier in Frankreich fast die ganze Stunde einen Vortrag und stellte höchstens kurze, präzise Fragen. Die Schüler schrieben die ganze Zeit eifrig mit. Das ganze glich eher einem Vortrag als einer ganz "normalen" Schulstunde wie bei uns. Ich denke, Sinn des Unterrichts in Frankreich ist es, mitzuschreiben und daheim zu lernen, was bei einem ganz normalen Schultag, der dann bis ca. 17.00 Uhr geht, schon ziemlich hart ist! Ich finde auf jeden Fall, dass sich der Unterricht stark von dem in Deutschland unterscheidet, da es bei uns noch eher Sinn macht, sich mündlich einzubringen und mitzuarbeiten, was hier ja wohl ganz wegfällt.
  Alles in Allem war das eine schöne Erfahrung, auch wenn der Lehrer etwas unfreundlich war, denn er hätte uns ruhig auch mal etwas sagen lassen können. Na ja, es war jedenfalls die Erfahrung wert!

Lisa Obergföll

Les Salières

Besuch der "Coopérative des Vignerons de L´Ile de Ré" in Le Bois-Plage-en-Ré

Seit 1966 gibt es die Kooperative, die aus 4 verschiedenen Landwirtschaften besteht:

  1. Die Winzergenossenschaft
Sie hat 670 Hektar Wein, was im Jahr 50.000 Hektoliter Wein ergibt. Die Weinlese erfolgt zu 80% durch Maschinen und zu 20% per Hand.
  2. Der Anbau von Frühgemüse und Kartoffeln.
Sie haben 350 Hektar Land für Frühkartoffeln. Die "Coopérative des Vignerons de l'Ile de Ré" hat das 1. Gütesiegel für Frühkartoffeln bekommen. Der größte Teil der Frühkartoffeln wird in andere Länder exportiert, 25% davon nach Großbritannien. Es werden 4 verschiedene Sorten von Kartoffeln angebaut. Sie werden im Januar ausgesät und Ende Mai geerntet.
  3. Salzbauern
Ca. 80 Bauern arbeiten auf den Salzfeldern. Sie produzieren 2.500t Grausalz pro Jahr. Dabei gibt es 30-35 t Salzblumen.
  4. Cognac
Die "Coopérative des Vignerons de l'IIe de Ré" hat 83.000 Hektar für Cognac. Er wird von Oktober bis März destilliert. Auch beim Cognac wird der größte Teil exportiert, vor allem mit über 50% in die USA.

Besuch bei den Vignerons de l´Ile

Herstellung von Cognac:
Wein wird in die Beheizungsquelle (Ofen) eingefüllt. Er wird stark erhitzt. Diesen Vorgang nennt man Destillieren. Dabei wird der Cognac gasförmig gemacht. Bei bestimmter Temperatur kondensiert der Cognac wieder (Alkohol kondensiert früher als Wasser). Danach wird der Cognac über einen Schlangenhals in einen birnenförmigen Behälter eingefüllt. Dort wird der Branntwein auf Prozent gemessen. Cognac wird zweimal erhitzt. Beim ersten Mal hat er 30%, beim zweiten Mal 70%. Der Cognac kommt zum Reifen in Eichenfässer. Diese sind nicht ganz dicht und der Branntwein verliert 30%. So hat das fertige Produkt 40%. Ein typisches Cognac-Produkt ist der Pineau. Das ist eine Mischung aus 3/4 Traubensaft und 1/4 Cognac.

Ein Serviertipp: Zum Käse reicht man Portwein und zum Fisch reicht man Weißwein.

Austern

Austernpark in La Flotte

Allgemeines

Bei Ebbe kann man in La Flotte die wunderbaren Austernfelder sehen, die in 2 Zonen eingeteilt sind: Die aus Felsen entstandenen Austernfelder, die für jeden freigegeben sind, auch besonders für die "Pêche à pieds" sieht man auf der linken Seite. Auf der rechten Seite sind die auf Stangengerüsten gezüchteten Austern. Diese Gebiete sind vermietet und deshalb dürfen sie nur von den Mietern bearbeitet werden! Auf der Ile de Ré gibt es etwa 400 Züchter die gemeinsam 5% der Austern Frankreichs produzieren!

Fakten über die Austern

Nach der Geburt haben die Austern noch keine Schale, sondern nur einen weichen Schutz und treiben im Meer umher. Nach einiger Zeit werden sie von den Wellen an einen Felsen oder an einen Stein gedrückt und bleiben daran hängen. Ein paar Tage später krusten sie regelrecht an den Steinen fest und können ohne Hilfe nicht wieder abfallen! Im Inneren der Auster kann man das Herz schlagen sehen und die Leber ist nur ein winziger brauner Punkt. Die Schale wird durch bestimmte Zellen produziert, die sich direkt unter der späteren Schale befinden
  Wenn sich also die Austern am Stangengerüst festkrusten, wachsen sie und ihre Schale noch 15 Jahre weiter und werden danach mit Traktoren von den Eisenstangen gelöst. Jetzt werden sie noch einmal in Säcken ins Meer gelegt und wachsen weitere 1,5 Jahre um die richtige Größe zu erhalten. Die abschließende Ernte erfolgt im Winter, da die Schalen härter sind. Die Sortierung machen Maschinen, die je nach Größe die richtigen Austern der richtigen Klasse zuordnen. Manche Austern werden allerdings im Meer vergessen und wachsen noch einige Jahre weiter. Wegen ihrer immensen Größe werden sie „Pferdefuß" genannt und diese werden natürlich nicht roh gegessen, wie all die anderen Austern, die man bei lebendigem Leibe verspeist. Der Mensch und die Wellen sind allerdings nicht die einzigen Gefahren für die Austern, denn es gibt Parasiten, die ihren Stachel am Kiefer durch die harte Schale bohren und sie somit leicht von innen aussaugen können. Diese unerwünschten Gäste sehen äußerlich aus wie Schnecken oder Muscheln, aber sie sind um einiges schlimmer!

Hafen von St.-Martin-de-Ré

Hafen von St.-Martin-de-Ré

Das Leben in der Familie

Auf der Ile de Ré angekommen, wurde ich freudig von meiner Französin empfangen. Sie stellte mir den Rest der Familie vor, die auch mitgekommen war, um mich abzuholen und kennen zu lernen. Nach der Begrüßung stiegen wir ins Auto und fuhren zu ihr nach Hause. Die Eltern fragten mich über die Fahrt aus. Das meiste verstand ich nur mit Hilfe meiner Französin, die mir immer alles übersetzte oder es noch mal langsam wiederholte. Zu Hause angekommen zeigten sie mir erst mal das ganze Haus. Während die Mutter das Essen zubereitete, gingen meine Corres und ich am Strand spazieren. Ich unterhielt mich mit ihr; inzwischen konnte ich das fast ohne Probleme. Das Abendessen ging meistens ziemlich lange. Ein bis zwei Stunden und begann auch sehr spät. Zuerst gab es immer Baguette, meistens mit irgendeiner Pastete, danach eine weitere Vorspeise, wie z.B. Muscheln. Dann kam die Hauptspeise, danach das Dessert. Ich wusste nicht immer, was von dem Ganzen die Hauptspeise war. Soweit ich mich erinnere, machten wir den ganzen Aufenthalt über jeden Abend nach dem Essen einen Spaziergang.
  Morgens wurde ich immer von meiner Corres geweckt. Im Bad fühlte ich mich nicht ganz so wohl, da es keine Vorhänge an den Fenstern gab und die Familie nebenan im Freien gemütlich frühstückte.
  Da ich ganz abseits von all den anderen Deutschen wohnte, gewöhnte ich mich daran, meine Freunde nur in der Schule zu sehen. Dadurch lernte ich ihre Freunde kennen. Mit ihnen verstand ich mich sehr gut, da sie immer versuchten mir alles recht zu machen, damit ich mich wohlfühlte.
  Wie auch bei mir daheim, sind meine Corres und ich einmal zu spät heimgekommen. Auch in diesem Moment behandelten die Eltern mich wie ihre eigene Tochter, denn genau wie sie, meine Corres, bekam ich auch Ärger und für den nächsten Tag Ausgehverbot.
  Die letzten Tage fühlte ich mich schon wie daheim und der Abschied fiel mir dadurch ziemlich schwer. Ich wurde auch schon für das nächste Mal eingeladen. So ging dieser Aufenthalt in Frankreich zu Ende.

Vanessa Walther, Anna Obiegala, Daria Klis

Futuroscope

16. Mai 2001

7.00 Uhr: Treffen vor dem Collège
7.15 Uhr: Abfahrt zum Futuroscope
10.00 Uhr - 17.00 Uhr: Besuch des Futuroscope-Freizeitparks
19.00 Uhr: Ankunft am Collège

Das Futuroscope. Einfach nur ein normaler Freizeitpark, den man sich mit Achterbahnen und Karussellen vorstellen muss? NEIN! Der Futuroscope-Freizeitpark verfügt über keine derartigen Attraktionen, sondern über Kinos der besonderen Art und atemberaubende Simulatoren. Man sollte das Futuroscope also eher mit einem I-MAX Park vergleichen.
  Zwei dieser speziellen Kinos und Simulatoren sind:
- Die Reise nach Atlantis: ein 3-D-Simulator der alles vorherige in den Schatten stellt.
- T-Rex: Der 3-D-Kinoklassiker läuft auch im Futuroscope.
Wer jetzt noch mehr übers Futuroscope wissen möchte, auf http://www.futuroscope.fr gibt es mehr Infos.

Michael B. , Benjamin W. , Stefan M.

 

Au revoir, les Rétais(es)  

Die französischen Gäste vor dem Heidelberger Schloss

Die französischen Gäste vor dem Heidelberger Schloss

Erwartungsvoll entstiegen vor kurzem 42 Schülerinnen und Schüler des Collège Les Salières aus Saint Martin/Ile de Ré dem Bus, der sie in 14-stündiger Fahrt von ihrer Atlantikinsel in die Oberrheinische Tiefebene, zum Copernicus-Gymnasium Philippsburg gebracht hatte. Damit wurde, nach einem Jahr Unterbrechung, die lange Tradition des Schüleraustauschs wieder aufgenommen.
  Auf französischer Seite wurde dieser Austausch von der neuen Deutschlehrerin am Collège, Madame C. Lafargue, die als begleitende Lehrkräfte Mme Renard und M. Brillaud sowie M. Crottereau gewinnen konnte, vorbereitet.
  Die französischen Gäste wurden sowohl vom Schulleiter des Copernicus-Gymnasiums, Herrn OStD Sonnentag, als auch vom Bürgermeister der Stadt Philippsburg, Herrn Schmidt, herzlich willkommen geheißen.
  Auf der deutschen Seite hatten als Französischlehrkräfte Frau Morweiser und die Herren Fuchs, Maier und Wallenwein ein umfangreiches Programm zusammengestellt, das den französischen Gästen die hiesige Schule wie auch landschaftliche, kulturelle und wirtschaftliche Aspekte der Oberrheinlande zeigen sollte.
  An einem Tag ging es z.B. über den Philosophenweg in die Heidelberger Altstadt und zum Schloß hinauf, an einem anderen Tag lernten die Gäste die Stadt Speyer zwischen Dom und Altpörtl kennen. Ebenso wenig durfte  ein Tagesausflug in den Schwarzwald zu den Triberger Wasserfällen und der Dorotheenhütte fehlen. Einen Bezug zu Frankreich und französischer Gartenarchitektur stellte der Besuch im Schwetzinger Schloßgarten her. Daneben waren die französischen Schüler an einem Vormittag Gäste des KKP.
  Um das Copernicus-Gymnasium etwas besser kennenzulernen, nahmen die Gäste teilweise am Unterricht ihrer deutschen Partner teil; andererseits arbeiteten sie im Computerraum der Schule, an einem anderen Vormittag absolvierten sie ein Sportprogramm in der Sporthalle des Philippsburger Schulzentrums.
  Auch die deutschen Partner und die Gasteltern unternahmen noch manche Aktivitäten mit den Schülern und Schülerinnen von der Ile de Ré. Sicherlich war einer der Höhepunkte der gemeinsamen Unternehmungen der Besuch im Hockenheimer Aquadrom.
  An den 10 Tagen zwischen An- und Abreise verstanden sich die Deutschen und Franzosen immer besser, von Heimweh keine Spur! 10 Tage, in denen unsere französischen Nachbarn - über ihre Schulbücher und Medien hinaus - einen tieferen Einblick in eine deutsche Schule und in deutsche Familien gewinnen, Unterschiede und Gemeinsamkeiten zwischen den beiden Nationen feststellen konnten - deutsch-französische Freundschaft in der Praxis.
  Zum guten Schluß fanden sich deutsche und französische Austauschschüler und -schülerinnen zu einer abendlichen Schulparty ein, die den aufkommenden Abschiedsschmerz etwas lindern sollte, bevor es am nächsten Morgen zurück auf die Ile de Ré ging. 

Allen, die an diesem Austausch in irgendeiner Form mitgewirkt und zu dessen Erfolg beigetragen haben, sei  an dieser Stelle herzlich gedankt.

Im Mai findet der Gegenbesuch auf der Ile de Ré statt, schon heute sind alle erwartungsvoll.

R. Maier

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25 Jahre Schulpartnerschaft mit dem Collège Les Salières in Saint-Martin-de-Ré (1999)

Die Klasse 8b ist von ihrer Reise auf die Île de Ré (8. Juni bis 18. Juni) zurückgekehrt und die meisten SchülerInnen wären gerne noch länger dort geblieben.
Sie sind wie jedes Jahr sehr herzlich in den Familien ihrer AustauschpartnerInnen aufgenommen worden und haben sich mit der französischen Lebensart, zum Beispiel den doch so unterschiedlichen Eßgewohnheiten vertraut machen können. Sie haben die französische Sprache  vor Ort als Mittel zur gegenseitigen Verständigung erlebt; manche waren sofort mutig und aktiv, andere hörten erst ein paar Tage aufmerksam zu, bevor sie sich zu sprechen trauten. Ein Motivationsschub für den Französischunterricht  ist in vielen Fällen zu erwarten.
Die Dauer eines französischen Schultages von 8.15 Uhr bis 16.45 Uhr können die 24 AchtklässlerInnen jetzt auch so richtig nachempfinden, nachdem sie morgens vier und nachmittags noch drei Unterrichtsstunden zu je 55 Minuten, unterbrochen durch das gemeinsame Mittagessen in der Kantine und die Mittagspause, durchgestanden haben. Sie können allerdings kaum glauben, dass die französischen SchülerInnen in aller Regel - wenn keine deutschen Freunde da sind und die Ferien nicht vor der Tür stehen - am Abend auch noch Hausaufgaben machen müssen. Sie wissen ihre Freizeit am Nachmittag jetzt vielleicht  besser zu schätzen.
Natürlich kennen die SchülerInnen jetzt aufgrund eines interessanten, vielfältigen Programms auch viele kulturelle, historische, geographische, biologische und wirtschaftliche Besonderheiten der Insel und ihrer näheren Umgebung. Sie haben bei Führungen Saint Martin und La Rochelle näher kennengelernt, sind mit einem Schnellboot zum Fort Boyard ins Meer hinaus gefahren, waren im Aquarium in La Rochelle, wissen wie in einer Bucht bei Esnandes Miesmuscheln gezüchtet werden, sind in einer traditionellen Barke ein Stück durch die poitevinischen Sümpfe gefahren, konnten Austern probieren, sind durch die Salzgärten spaziert, um zu sehen, wie schon seit dem Mittelalter in den Sommermonaten durch Verdunstung aus dem Meerwasser Salz gewonnen wird.

      Boulespiel

Aber auch der Freizeitspaß ist nicht zu kurz gekommen. Neben Strandvergnügen mit den Freunden am späten Nachmittag oder am Wochenende gab es auch eine Einführung ins Segeln auf kleinen Katamaranen bzw. Surfbrettern. Des weiteren stand ein Tagesausflug zum Technologiepark "Futuroscope" in Poitiers auf dem Programm. Und in den "Nationalsport" der Franzosen, das Boulespiel, sind die SchülerInnen von echten Mannschaftsspielern der Insel eingeführt worden.
Mit einem Abschiedstrunk in der "Poudrière", dem historischen Pulvermagazin, das schon lange nicht mehr kriegerischen Zwecken dient, sondern zu einem Versammlungsraum für partnerschaftliche Begegnungen umfunktioniert ist, ging auch der diesjährige Schüleraustausch zu Ende.
Einige der jungen Franzosen haben sich bereits für die Sommerferien bei ihren deutschen Gastfamilien angekündigt und setzen so den begonnenen Verständigungs- und Verstehensprozess fort.

Beate Kresser

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    Schüleraustausch 1998 mit dem  Collège „Les Salières" Saint-Martin-de-Ré

Mittwoch, der 11. 3., um ca. 22.45 Uhr. An der Bushaltestelle vor dem Schulzentrum standen die Schüler der 7b und 8b, die zusammmen mit ihren Eltern und den verantwortlichen Lehrern auf ihre „Corres" warteten. Nachdem der Bus angekommen war, suchten wir mit Mühe unsere Franzosen und machten uns mit ihnen auf den Heimweg. Sie waren müde, was aber nach ca.15h Fahrt mehr als verständlich war.
Am nächsten Morgen wechselten sie ihr Geld, und manche nahmen später noch an einem Geographie-Wettbewerb teil. Unterdessen hatten wir Unterricht nach Plan. Abends folgte dann die offizielle Begrüßung in der prall gefüllten Philippsburger Festhalle. Nachdem die Zusammenarbeit beider Schulen durch mehrere Reden genügend gewürdigt worden war, folgte ein buntes Programm, das aus verschiedenen Klavierstücken, Sketchen und einigen Tanzeinlagen bestand.
Am Freitag, einem 13., fand der erste gemeinsame Ausflug statt, der uns nach Heidelberg führte. Mit der Bahn ging es von Waghäusel zum Heidelberger Hauptbahnhof. Die Bergbahn führte uns zum Schloß, wo wir an einer Führung teilnahmen und ein gemeinsames Foto von uns gemacht wurde. Anschließend machten wir in kleineren Gruppen einen Stadtbummel.
Am Wochenende, welches die Franzosen in den Familien verbrachten, hatten sie erstmals Gelegenheit auszuschlafen.
Natürlich besichtigten die Austauschschüler auch das Philippsburger Kernkraftwerk, und zwar montags, während wir mal wieder Unterricht hatten. Später stießen sie dann noch zum Nachmittagsunterricht dazu. Manche backten, andere schrieben einen Brief auf den Computern.
  Dienstags mußten wir die Schulbank drücken, während unsere französischen Freunde eine Stadtrallye machten und für Ostern bastelten. Nachmittags ging´s ins Aquadrom nach Hockenheim, wo alle ihren Spaß daran hatten.
Mittwoch war der einzige Tag, an dem ein Sonderplan für gemeinsamen Unterricht existierte. Unter anderem gab es eine Interviewstunde, in der die Franzosen Fragen an Frau Morweiser auf Deutsch stellten, während wir Madame Karsenty auf Französisch interviewten. Außerdem hatten wir noch eine gemeinsame Geschichts- und Sportstunde.
Am Donnerstag, den 19. , stand unser zweiter Tagesausflug an, diesmal in den Schwarzwald. Trotz des zu kleinen Busses (1 oder 2 Plätze zu wenig) wurde die Hinfahrt für die meisten ganz lustig. Unser erstes Ziel war ein alter Schwarzwaldbauernhof, auf dem wir herumgeführt wurden und alles gezeigt bekamen. Selbstverständlich liefen wir noch die Triberger Wasserfälle herab. Unten angekommen durften wir einen Stadtbummel machen, wonach wir zum Bus mußten, der uns zur Dorotheen-Hütte, einer bekannten Glasbläserei in Wolfach, brachte. Manche bliesen sich eine eigene Vase, andere schauten zu oder oder liefen im Verkaufsraum herum. Danach fuhren wir wieder alle, vielleicht etwas müde, nach Hause.
Am Freitag, dem letzten vor der Heimreise unserer Freunde, wurde ihnen noch ein Kurzaufenthalt in Speyer gegönnt. Dort besichtigten sie den Dom, und wie könnte es anders sein, sie machten einen Stadtbummel. Abends fand unser Abschiedsfest in in der Goodyear-Hütte statt, das dank einiger Helfer gut organisiert worden war. Die Stimmung war bis zum Schluß, als bei manchen der Abschiedsschmerz durchbrach, gut. Richtig Abschiednehmen hieß es erst am nächsten Morgen an der Bushaltestelle, als unsere "Corres" wieder nach Hause fahren mussten. Bei vielen flossen Tränen. Aber Kopf hoch: Im Mai fahren wir auf die ILE DE RE! Fortsetzung folgt im Jahresbericht 98/99.

Patrick Weick, 8b 

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