Frankreich-Austausch
2005: Wurstsalat und
Austern
Erwartungsfrohe
Gesichter, verführerische Gerüche, die Tische biegen sich unter der Last deutscher
Leckereien wie hausgemachten Spätzle, Maultaschen, Kartoffelsalat,
Schwarzwälderkirschtorte.... Unsere französischen Nachbarn staunen, wie gut und
vielfältig die deutsche Küche ist...
A table zu Tisch bitte. Unter diesem Motto stand der diesjährige Austausch
zwischen dem Copernicus-Gymnasium und dem Collège les Salières auf der Ile de
Ré. 26 Schülerinnen und Schüler auf französischer und deutscher Seite verbrachten
jeweils acht Tage im Land des Nachbarn um deren Lebens und vor allem deren
Essgewohnheiten kennen zu lernen.
So drehte sich auch das Programm rund ums Essen: Die französischen Gastschüler
wurden in die Kunst des Bierbrauens eingewiesen, besuchten die Heimat der
Schwarzwälderkirschtorte und bereiteten als krönenden Abschluss noch ein gemeinsames
Abendessen mit typisch deutschen Gerichten zu, die sie in den Gastfamilien mit
kochbegeisterten Müttern oder in der Schulküche mit (ebenfalls) kochbegeisterten Lehrern
und Lehrerinnen zubereiteten. Neben den kulinarischen Bräuchen lernten unsere
französischen Gäste auch Philippsburg und dessen nähere Umgebung wie Schwetzingen,
Heidelberg oder Speyer kennen und hatten so Gelegenheit, die gemeinsame Geschichte unserer
beider Länder neu zu entdecken.
Der Gegenbesuch in Begleitung von Frau Mein und Herrn Wallenwein fand nur zwei
Wochen später statt. Ein Abstecher nach Paris sorgte auf der Hinfahrt für die nötige
Einstimmung. Auf der Ile de Ré selbst stand ebenfalls das Thema Essen im
Vordergrund, auch wenn des öfteren mehr der Kopf als der Magen gefordert wurde. So
erhielten die Schüler eine Einführung über gesunde Ernährung von einer
Diätassistentin, klebten Collagen über eigens zusammengestellte Menus, erhielten
Einblick in die Arbeit an einer Hotelfachschule in La Rochelle mit anschließender Dégustation,
besuchten ein Naturmuseum zur Salzgewinnung und einen Austernpark und erstellten nebenher
noch ein deutsch-französisches Kochbuch.
Viele Eindrücke werden uns noch lange begleiten auf der Waage, beim Kochen,
im Französischunterricht und natürlich in unseren alltäglichen Gedanken. Das
Copernicus-Gymnasium freut sich schon auf den nächsten Austausch.
K. Helfenbein
Frankreich-Austausch
2003: Die Insel ruft
Schüler
des Copernicus - Gymnasiums besuchen ihre Austauschpartner auf der Ile de Ré
Unser erstes Etappenziel liegt
hinter uns: Paris in fünf Stunden - alles ehrlich erlaufen da die Franzosen die
Eigenheit besitzen, in regelmäßigen Abständen (und garantiert immer dann, wenn wir
kommen) zu streiken! Die Schüler/innen der Klassenstufe 8 des Copernicus-Gymnasiums -
einschließlich der begleitenden Lehrer, Herr Morweiser und Frau Helfenbein, - sitzen mit
noch schmerzenden Füssen, aber erwartungsvoll gespannten Mienen im Bus und freuen sich
darauf, ihre französischen Austauschpartner wiederzusehen...

Im Hafen von St-Martin
Dabei ist der
tränenreiche Abschied der französischen Schüler/innen am Bahnhof in Philippsburg noch
keine vier Wochen her. Zehn Tage genossen unsere französischen Freunde die hiesige
Gastfreundschaft, statteten dem geschichtsträchtigen Speyer einen Besuch ab, wandelten
auf den Spuren Goethes im romantischen Heidelberg und vergnügten sich im Aquadrom in
Hockenheim sowie im Holiday-Park in Hassloch - dem absoluten Favoriten unseres Programms
-, bis sie schließlich angefüllt mit deutschem Sprachgut und den obligatorischen Brezeln
von dannen zogen...
Der Zielort rückt immer näher, die Spannung im Bus steigt. Erste Panikattacken
wie "Isch heb mei ganzes Franzesisch vergesse" weichen beim ersten
Wiedersehen jedoch schnell zuversichtlicheren Phrasen wie "Salut, ca va? On fait
la bise?" Wir kommen an und nach und nach fällt der Alltag von uns ab. Die Insel
hat ihren eigenen Rhythmus - man lässt sich die sanfte Meeresbrise um die Nase wehen,
parliert und speist französisch, genießt die Gastfreundschaft der Inselbewohner sowie
ihre kulturellen Eigenheiten - es wird mal wieder gestreikt!

Blick auf die Zitadelle von St-Martin
Auch wenn die
Sonne nicht lacht, trübt dies die Stimmung in keinster Weise: Um das Katamaranfahren und
Surfen zu erproben, trotzen die Schüler/innen allen Gezeiten, klammern sich in
Froschmanier an ihre Segel oder harren geduldig im Boot sitzend ihrer nächsten Wende, um
später mit ein paar Sonnenstrahlen belohnt zu werden. Mit der Bootsfahrt auf die Ile
d'Aix, ein der Ile de Ré vorgelagertes Eiland fern jeglicher Zivilisation,
bieten die französischen Gastgeber ein weiteres Bonbon für ihre Gäste: Auf dem Eiland
ist für die Schüler/innen eine Rallye organisiert, die aber noch genug Zeit für
Picknick und Spaziergänge lässt. Besonders Wetterresistente werden sogar im
"Badedress" gesichtet. Außerdem werden wir in die seit Jahrhunderten bestehende
Tradition des Salzziehens eingeweiht und besuchen eine Austernzucht - die Heldentat des
Tages besteht darin, dass zwei besonders Wagemutige vor den Augen aller eine Auster
verspeisen (im rohen Zustand versteht sich) und so ihr Faible für diese Inselspezialität
entdecken. Bleibt noch La Rochelle und der Besuch des wirklich beeindruckende
Aquariums zu erwähnen, wo erstaunt festgestellt wurde, dass Haifische geringfügig
gefährlicher aussehen als Piranhas...

Unter den Arkaden von La Rochelle
Die zehn Tage sind
schnell vorbei - zu schnell für uns - aber wir behalten unsere französischen Nachbarn
und die gemeinsam verbrachte Zeit auf der Insel in guter Erinnerung. Alors, à la
prochaine!
K. Helfenbein

Blick auf den Hafen von
St-Martin. Im Hintergrund die Vendée
(21.07.2003)

*
* *
Ile de Ré
- Philippsburg
Le jumelage entre
l'Ile de Ré et la ville de Philippsburg, signé le 9 juin 1974, concrétise le pacte
d'Amitié franco-allemand que le général de Gaulle et le chancelier Adenauer avaient
scellé ä Paris le 23 janvier 1963. C'est grâce à la volonté des Rétais, prisonniers
de guerre pendant cinq ans ou ayant souffert dans les camps, mais aussi des
Allemands, qui
voulaient en finir avec cette guerre, qu'a pu naître ce jumelage entre les deux communes.
Depuis, chaque année, les habitants se retrouvent. Pour symboliser cette nouvelle
amitié, des arbres ont été plantés d'abord à Saint-Martin-de Ré, où une avenue
Philippsburg fut créée, puis à La Flotte.
En 1984, l'association fêtait son dixième anniversaire. A cette
occasion, la
petite promenade près de l'église Sainte-Maria en Allemagne fut rebaptisée "Ile de
Ré Platz" et inaugurée avec une délégation de 75 Français, avec à leur tête le
président de l'association à l'époque, Jean Moreau, et l'ancien, André
Brizard. Chaque
anniversaire a été l'occasion de fêter ce pacte de l'amitié et de renouveler les
souhaits des habitants : défendre la paix et l'amitié entre les peuples.
L'association a aujourd'hui 26 ans et compte plus de 200 adhérents Jean-Pierre
Pichot en est aujourd'hui le président.
Le collège des Salières a accueilli récemment , une quarantaine de lycéens
allemands venus découvrir l'île. Logés dans les familles, les jeunes ont profité de
cette semaine de vacances pour visiter la région mais aussi découvrir un système
éducatif différent du leur. Connaître ses différences et les accepter, tourner la page
sur le passé, construire l'avenir, semblent être les maîtres mots de ce pacte
franco-allemand.
Le 25 mai, l'Ile de Ré a accueilli une nouvelle fois une délégation allemande
pour un séjour d'une semaine. Une soirée de gala était prévue le lendemain à la salle
des fêtes de Saint-Martin à 20h30.
Jean-Pierre Pichot
Die Partnerschaft
zwischen der Ile de Ré und der Stadt Philippsburg, die am 9. Juni 1974 unterzeichnet
wurde, lässt den deutsch-französischen Freundschaftsvertrag, den General de Gaulle und
Konrad Adenauer am 23. Januar 1963 in Paris besiegelten, lebendig werden. Dank dem
Bestreben einiger Inselbewohner, die 5 Jahre Kriegsgefangene waren oder in Lagern gelitten
hatten , aber auch dank einiger Deutscher, die einen Schlussstrich unter diese leidvolle
Vergangenheit setzen wollten, entstand diese Partnerschaft zwischen den beiden Gemeinden.
Seit Beginn dieser Partnerschaft treffen sich ihre Mitglieder regelmäßig. Um diese neue
Freundschaft zu symbolisieren, wurden zuerst in St.-Martin, wo eine Avenue de Philippsburg
geschaffen wurde, dann in La Flotte Bäume gepflanzt.
1984 feierte die Partnerschaft ihr 10-jähriges Jubiläum. Zu diesem Anlass wurde
der Platz vor der Kirche St. Maria in Philippsburg Ile de Ré-Platz getauft und unter
Mitwirkung einer Delegation von 75 Franzosen eingeweiht. An der Spitze dieser Delegation
befanden sich Herr Moreau, der damalige Partnerschaftspräsident und der ehemalige
Präsident, Herr Brizard. Jedes Jubiläum gab Anlass, diesen Freundschaftsvertrag zu
feiern und den Wunsch der Einwohner der Gemeinden zu erneuern: den Frieden und die
Freundschaft zwischen den Völkern zu verteidigen.
Heute besteht die Partnerschaft, deren jetziger Präsident Herr Jean-Pierre Pichot
ist, 27 Jahre und zählt mehr als 200 Mitglieder.
Das Collège «Les Salières» empfing vor kurzem 39 Schülerinnen und Schüler aus
dem Copernicus-Gymnasium, die gekommen sind, um die Insel zu entdecken. In Familien
untergebracht, nutzten die Jugendlichen diese Woche, um die Region zu besichtigen , aber
auch, um ein Schulsystem kennenzu- lernen, das sich von ihrem unterscheidet.
Unterschiede zu erfahren und sie zu akzeptieren, ein neues Blatt im Buch der
Geschichte aufzuschlagen, die Zukunft zu gestalten, das scheinen die bedeutendsten Worte
dieses deutsch-französischen Freundschaftsvertrages zu sein.
Am 25. Mai hat die Ile de Ré erneut eine Delegation aus Philippsburg für eine
Woche empfangen. Ein Galaabend war für den nächsten Tag im Festsaal in St. Marie um
20.30 h vorgesehen.
Übersetzung: R.
Morweiser
Ile
de Ré - St. Martin-de-Ré: Austausch 2001

Karte der Insel
Besuch
von St. Martin auf der Ile de Ré
Donnerstag, den
10.5.2001
Nachdem wir am Donnerstag, den 10.5.01 mit unseren französischen Corres" die
Schule gemeinsam besucht und am Unterricht teilgenommen hatten, marschierten wir Deutsche
anschließend in Richtung St.Martin, das auch als Hauptstadt der Insel gilt. Sofort fielen
die mächtigen Befestigungsanlagen auf, die von Vauban 1681-1685 in der Regierungszeit
Ludwigs XIV. gegen die Engländer gebaut wurden. Diese galten damals als die größten
Feinde Frankreichs und natürlich auch der Ile de Ré.
Zunächst bummelten wir durch die engen und mittelalterlichen Gassen in Richtung
Hafen, von wo aus wir die Höhe der vollständig erhaltenen Stadtmauer und die Größe der
Zitadelle wahrnehmen konnten. Der Blick auf das nahe gelegene Festland war beeindruckend.
Eine französische Führerin brachte uns den Sinn und Zweck der Wallanlagen und der
Zitadelle näher. Diese beherbergt heute das einzige Gefängnis auf der Insel. Vom Hafen
aus wurden früher die Schwerverbrecher nach Übersee verschifft.
Die überaus langlebigen und dicken Mauern um St. Martin waren erforderlich, um
sich vor den Angriffen der Engländer zu schützen, welche die Ile de Ré als besonders
geeignet für feindselige Invasionen auf das Festland und La Rochelle betrachteten. Auch
wurde auf die Ähnlichkeit der Festungsmauer von St. Martin mit der schon längst durch
Napoleon zerstörten Stadtmauer von Philippsburg hingewiesen. Auch diese war von Vauban
errichtet worden.
Anschließend flanierten wir in kleinen Gruppen durch die wunderschön angelegte
Hafenanlage. Wer wollte, konnte sich an den kulinarischen Köstlichkeiten und am
wunderschönen Ausblick erfreuen.
Johannes Groß
Fahrt nach
La Rochelle (Stadtgang)
Montag, 14.Mai 2001
Nachdem wir zu Fuß eine Führung durch La Rochelle gemacht hatten, durften wir uns ab
12.15 Uhr frei in der Stadt bewegen und shoppen gehen.
Wir teilten uns in kleine Gruppen auf und suchten erst mal einen Platz zum Essen.
Danach gingen wir los um uns die vielen kleinen Geschäfte anzusehen. La Rochelle ist eine
sehr alte Stadt, mit vielen alten und historischen Häusern. Die meisten Häuser sind aus
Kalkstein gebaut. Die Stadt ist durch ihre vielen Muster und Verzierungen außen an den
Fenster- und Türrahmen geprägt. Es gibt viele Plätze, an denen historische Figuren oder
Denkmäler stehen. Fast an jeder Ecke gibt es kleine Cafes oder Bars, in denen man gut
relaxen kann. Zu den vielen teuren Boutiquen gibt es natürlich auch eine Schattenseite:
Es gibt sehr viele Obdachlose, die fast überall auf den Straßen sitzen und betteln. Die
Fahrt nach La Rochelle hat uns trotzdem sehr gut gefallen...
Kim-Eileen
Bastel,
Romina Pachale, Lisa Kullmann
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Vorbereitungen zum Segeln |

Salzgewinnung |
Salzgewinnung
Donnerstag, 17. Mai
Die Sumpfgebiete, in denen das Salz gewonnen wird, sind durch einen 30 km langen Damm vom
Meer getrennt. Die Wassereinlassstelle ist so angelegt, dass das Meerwasser ungefähr alle
2 Wochen in die Salzbecken fließen kann. Damit wird erreicht, dass die Becken nie
überfüllt sind.
Die 1300 Becken liegen unter dem Meeresspiegel und fallen Becken für Becken
zusätzlich ab. Das Wasser durchläuft die 4 km lange Strecke labyrinthartig, was eine
extrem langsame Fließgeschwindigkeit zur Folge hat. Die ist erforderlich für die
Verdunstung des Wassers durch die Sonne. Der Salzgehalt des Meerwasser (28 Gramm pro
Liter) steigt Becken für Becken, je mehr Salz, desto weniger Leben in den Becken (Tiere,
Pflanzen).
Die Becken werden nur zur Säuberung trocken gelegt, da durch Trockenheit vor allem
Risse im Untergrund (Ton, weich, aber wasserundurchlässig, nährstoffreich) entstehen,
welche Wasserverlust und somit auch Salzverlust zur Folge haben.
Die Salzernte erfolgt in drei Sommermonaten. Jährlich werden 2 bis 3000 Tonnen des
"Grey Sea Salt" produziert. Im Gegensatz zu den hellweißen "Fleur de
Sel"-Salzkristallen, die an der Oberfläche in Kombination von Sonne und Wind
wachsen, ist das "Grey Sea Salt", wie der Name schon sagt, grau und entsteht
unterhalb der Oberfläche.
Das Salz ist sehr nährstoffreich, es enthält Kalzium, Magnesium, Eisen, Zink, Jod
und Kalium. Für 1 kg Salz benötigt man ungefähr 30 Liter Meereswasser.
Begünstigt wird die Salzproduktion durch das sehr saubere Meerwasser, das
jährlich mit dem "blue ribbon"-Umweltpreis ausgezeichnet wird, hinzu kommt das
sonnige Klima.
Anna Knebel

Vorbereitungen zum Segeln
Segeln in
La Couarde
Jeudi, 17 Mai
Nachdem wir uns alle im Collège versammelt hatten, fuhren wir gegen halb neun Uhr mit dem
Bus los nach La Couarde. Dort verbrachten wir den Vormittag in der Segelschule. Zuerst
konnte sich jeder entscheiden, ob er lieber segeln oder surfen wollte und wurde dann in
die entsprechende Gruppe eingeteilt. Danach ging's an den Aufbau der Surfbretter und
Katamarane, was eigentlich nicht besonders schwierig war. Nach einigen letzten Hinweisen
unserer Segellehrer war es endlich soweit und wir durften auf eigene Faust losfahren,
wobei viele der Surfer im wahrsten Sinne des Wortes in die Welt des Surfens
"eintauchten". Wir durften zwar nicht auf das freie Meer hinaus fahren, da das
viel zu gefährlich wäre, aber auch der See, auf dem wir segelten, war windig genug an
diesem Tag. Es ging schneller voran, da eher stürmisches Wetter war und es ab und zu
sogar regnete. Aber das störte uns nicht. Manch einer von uns entdeckte Segel- bzw.
Surfleidenschaft und wir hatten alle sehr viel Spaß. Dieser Vormittag an der
Segelschulegehörte zu einem der schönsten Ausflüge während unseres Ile de
Ré-Aufenthalts. Wenn wir in nächster Zeit segeln gehen, werden wir ganz sicher an
unseren Austausch zurückdenken.
Stefanie W. , Eva P.

Unsere Partnerschule "Les Salières" in St. Martin
Bericht:
Schulstunde
Ich hatte das
Vergnügen (wenn man es so nennen will), in einer Mathestunde zu sitzen, doch da es eine
jüngere Klasse war, kannte ich den Unterrichtsstoff schon. Der Unterricht unterschied
sich stark von dem in Deutschland. Während es bei uns üblich ist, dass der Lehrer den
besten der Klasse vorrechnen lässt, hielt er hier in Frankreich fast die ganze Stunde
einen Vortrag und stellte höchstens kurze, präzise Fragen. Die Schüler schrieben die
ganze Zeit eifrig mit. Das ganze glich eher einem Vortrag als einer ganz
"normalen" Schulstunde wie bei uns. Ich denke, Sinn des Unterrichts in
Frankreich ist es, mitzuschreiben und daheim zu lernen, was bei einem ganz normalen
Schultag, der dann bis ca. 17.00 Uhr geht, schon ziemlich hart ist! Ich finde auf jeden
Fall, dass sich der Unterricht stark von dem in Deutschland unterscheidet, da es bei uns
noch eher Sinn macht, sich mündlich einzubringen und mitzuarbeiten, was hier ja wohl ganz
wegfällt.
Alles in Allem war das eine schöne Erfahrung, auch wenn der Lehrer etwas
unfreundlich war, denn er hätte uns ruhig auch mal etwas sagen lassen können. Na ja, es
war jedenfalls die Erfahrung wert!
Lisa Obergföll

Besuch der
"Coopérative des Vignerons de L´Ile de Ré" in Le Bois-Plage-en-Ré
Seit 1966 gibt es
die Kooperative, die aus 4 verschiedenen Landwirtschaften besteht:
1. Die
Winzergenossenschaft
Sie hat 670 Hektar Wein, was im Jahr 50.000 Hektoliter Wein ergibt. Die Weinlese erfolgt
zu 80% durch Maschinen und zu 20% per Hand.
2. Der Anbau von Frühgemüse und Kartoffeln.
Sie haben 350 Hektar Land für Frühkartoffeln. Die "Coopérative des Vignerons de
l'Ile de Ré" hat das 1. Gütesiegel für Frühkartoffeln bekommen. Der größte Teil
der Frühkartoffeln wird in andere Länder exportiert, 25% davon nach Großbritannien. Es
werden 4 verschiedene Sorten von Kartoffeln angebaut. Sie werden im Januar ausgesät und
Ende Mai geerntet.
3. Salzbauern
Ca. 80 Bauern arbeiten auf den Salzfeldern. Sie produzieren 2.500t Grausalz pro Jahr.
Dabei gibt es 30-35 t Salzblumen.
4. Cognac
Die "Coopérative des Vignerons de l'IIe de Ré" hat 83.000 Hektar für Cognac.
Er wird von Oktober bis März destilliert. Auch beim Cognac wird der größte Teil
exportiert, vor allem mit über 50% in die USA.

Herstellung von
Cognac:
Wein wird in die Beheizungsquelle (Ofen) eingefüllt. Er wird stark erhitzt. Diesen
Vorgang nennt man Destillieren. Dabei wird der Cognac gasförmig gemacht. Bei bestimmter
Temperatur kondensiert der Cognac wieder (Alkohol kondensiert früher als Wasser). Danach
wird der Cognac über einen Schlangenhals in einen birnenförmigen Behälter eingefüllt.
Dort wird der Branntwein auf Prozent gemessen. Cognac wird zweimal erhitzt. Beim ersten
Mal hat er 30%, beim zweiten Mal 70%. Der Cognac kommt zum Reifen in Eichenfässer. Diese
sind nicht ganz dicht und der Branntwein verliert 30%. So hat das fertige Produkt 40%. Ein
typisches Cognac-Produkt ist der Pineau. Das ist eine Mischung aus 3/4 Traubensaft und 1/4
Cognac.
Ein Serviertipp: Zum
Käse reicht man Portwein und zum Fisch reicht man Weißwein.

Austernpark in La Flotte
Allgemeines
Bei Ebbe kann man
in La Flotte die wunderbaren Austernfelder sehen, die in 2 Zonen eingeteilt sind: Die aus
Felsen entstandenen Austernfelder, die für jeden freigegeben sind, auch besonders für
die "Pêche à pieds" sieht man auf der linken Seite. Auf der rechten Seite sind
die auf Stangengerüsten gezüchteten Austern. Diese Gebiete sind vermietet und deshalb
dürfen sie nur von den Mietern bearbeitet werden! Auf der Ile de Ré gibt es etwa 400
Züchter die gemeinsam 5% der Austern Frankreichs produzieren!
Fakten über die
Austern
Nach der Geburt
haben die Austern noch keine Schale, sondern nur einen weichen Schutz und treiben im Meer
umher. Nach einiger Zeit werden sie von den Wellen an einen Felsen oder an einen Stein
gedrückt und bleiben daran hängen. Ein paar Tage später krusten sie regelrecht an den
Steinen fest und können ohne Hilfe nicht wieder abfallen! Im Inneren der Auster kann man
das Herz schlagen sehen und die Leber ist nur ein winziger brauner Punkt. Die Schale wird
durch bestimmte Zellen produziert, die sich direkt unter der späteren Schale befinden
Wenn sich also die Austern am Stangengerüst festkrusten, wachsen sie und ihre
Schale noch 15 Jahre weiter und werden danach mit Traktoren von den Eisenstangen gelöst.
Jetzt werden sie noch einmal in Säcken ins Meer gelegt und wachsen weitere 1,5 Jahre um
die richtige Größe zu erhalten. Die abschließende Ernte erfolgt im Winter, da die
Schalen härter sind. Die Sortierung machen Maschinen, die je nach Größe die richtigen
Austern der richtigen Klasse zuordnen. Manche Austern werden allerdings im Meer vergessen
und wachsen noch einige Jahre weiter. Wegen ihrer immensen Größe werden sie
Pferdefuß" genannt und diese werden natürlich nicht roh gegessen, wie all die
anderen Austern, die man bei lebendigem Leibe verspeist. Der Mensch und die Wellen sind
allerdings nicht die einzigen Gefahren für die Austern, denn es gibt Parasiten, die ihren
Stachel am Kiefer durch die harte Schale bohren und sie somit leicht von innen aussaugen
können. Diese unerwünschten Gäste sehen äußerlich aus wie Schnecken oder Muscheln,
aber sie sind um einiges schlimmer!

Hafen von St.-Martin-de-Ré
Das Leben
in der Familie
Auf der Ile de Ré
angekommen, wurde ich freudig von meiner Französin empfangen. Sie stellte mir den Rest
der Familie vor, die auch mitgekommen war, um mich abzuholen und kennen zu lernen. Nach
der Begrüßung stiegen wir ins Auto und fuhren zu ihr nach Hause. Die Eltern fragten mich
über die Fahrt aus. Das meiste verstand ich nur mit Hilfe meiner Französin, die mir
immer alles übersetzte oder es noch mal langsam wiederholte. Zu Hause angekommen zeigten
sie mir erst mal das ganze Haus. Während die Mutter das Essen zubereitete, gingen meine
Corres und ich am Strand spazieren. Ich unterhielt mich mit ihr; inzwischen konnte ich das
fast ohne Probleme. Das Abendessen ging meistens ziemlich lange. Ein bis zwei Stunden und
begann auch sehr spät. Zuerst gab es immer Baguette, meistens mit irgendeiner Pastete,
danach eine weitere Vorspeise, wie z.B. Muscheln. Dann kam die Hauptspeise, danach das
Dessert. Ich wusste nicht immer, was von dem Ganzen die Hauptspeise war. Soweit ich mich
erinnere, machten wir den ganzen Aufenthalt über jeden Abend nach dem Essen einen
Spaziergang.
Morgens wurde ich immer von meiner Corres geweckt. Im Bad fühlte ich mich nicht
ganz so wohl, da es keine Vorhänge an den Fenstern gab und die Familie nebenan im Freien
gemütlich frühstückte.
Da ich ganz abseits von all den anderen Deutschen wohnte, gewöhnte ich mich daran,
meine Freunde nur in der Schule zu sehen. Dadurch lernte ich ihre Freunde kennen. Mit
ihnen verstand ich mich sehr gut, da sie immer versuchten mir alles recht zu machen, damit
ich mich wohlfühlte.
Wie auch bei mir daheim, sind meine Corres und ich einmal zu spät heimgekommen.
Auch in diesem Moment behandelten die Eltern mich wie ihre eigene Tochter, denn genau wie
sie, meine Corres, bekam ich auch Ärger und für den nächsten Tag Ausgehverbot.
Die letzten Tage fühlte ich mich schon wie daheim und der Abschied fiel mir
dadurch ziemlich schwer. Ich wurde auch schon für das nächste Mal eingeladen. So ging
dieser Aufenthalt in Frankreich zu Ende.
Vanessa Walther,
Anna Obiegala, Daria Klis
Futuroscope
16.
Mai 2001
7.00 Uhr: Treffen
vor dem Collège
7.15 Uhr: Abfahrt zum Futuroscope
10.00 Uhr - 17.00 Uhr: Besuch des Futuroscope-Freizeitparks
19.00 Uhr: Ankunft am Collège
Das
Futuroscope.
Einfach nur ein normaler Freizeitpark, den man sich mit Achterbahnen und Karussellen
vorstellen muss? NEIN! Der Futuroscope-Freizeitpark verfügt über keine derartigen
Attraktionen, sondern über Kinos der besonderen Art und atemberaubende Simulatoren. Man
sollte das Futuroscope also eher mit einem I-MAX Park vergleichen.
Zwei dieser speziellen Kinos und Simulatoren sind:
- Die Reise nach Atlantis: ein 3-D-Simulator der alles vorherige in den Schatten stellt.
- T-Rex: Der 3-D-Kinoklassiker läuft auch im Futuroscope.
Wer jetzt noch mehr übers Futuroscope wissen möchte, auf http://www.futuroscope.fr gibt es mehr
Infos.
Michael B. ,
Benjamin W. , Stefan M.
Au revoir, les Rétais(es)

Die französischen Gäste vor dem Heidelberger Schloss
Erwartungsvoll
entstiegen vor kurzem 42 Schülerinnen und Schüler des Collège Les Salières aus Saint
Martin/Ile de Ré dem Bus, der sie in 14-stündiger Fahrt von ihrer Atlantikinsel in die
Oberrheinische Tiefebene, zum Copernicus-Gymnasium Philippsburg gebracht hatte. Damit
wurde, nach einem Jahr Unterbrechung, die lange Tradition des Schüleraustauschs wieder
aufgenommen.
Auf französischer Seite wurde dieser Austausch von der neuen Deutschlehrerin am
Collège, Madame C. Lafargue, die als begleitende Lehrkräfte Mme Renard und M. Brillaud
sowie M. Crottereau gewinnen konnte, vorbereitet.
Die französischen Gäste wurden sowohl vom Schulleiter des
Copernicus-Gymnasiums,
Herrn OStD Sonnentag, als auch vom Bürgermeister der Stadt Philippsburg, Herrn Schmidt,
herzlich willkommen geheißen.
Auf der deutschen Seite hatten als Französischlehrkräfte Frau Morweiser und die
Herren Fuchs, Maier und Wallenwein ein umfangreiches Programm zusammengestellt, das den
französischen Gästen die hiesige Schule wie auch landschaftliche, kulturelle und
wirtschaftliche Aspekte der Oberrheinlande zeigen sollte.
An einem Tag ging es z.B. über den Philosophenweg in die Heidelberger Altstadt und
zum Schloß hinauf, an einem anderen Tag lernten die Gäste die Stadt Speyer zwischen Dom
und Altpörtl kennen. Ebenso wenig durfte ein
Tagesausflug in den Schwarzwald zu den Triberger Wasserfällen und der Dorotheenhütte
fehlen. Einen Bezug zu Frankreich und französischer Gartenarchitektur stellte der Besuch
im Schwetzinger Schloßgarten her. Daneben waren die französischen Schüler an einem
Vormittag Gäste des KKP.
Um das Copernicus-Gymnasium etwas besser
kennenzulernen, nahmen die Gäste teilweise am Unterricht ihrer deutschen Partner teil;
andererseits arbeiteten sie im Computerraum der Schule, an einem anderen Vormittag
absolvierten sie ein Sportprogramm in der Sporthalle des Philippsburger Schulzentrums.
Auch die deutschen Partner und die Gasteltern unternahmen noch manche Aktivitäten
mit den Schülern und Schülerinnen von der Ile de Ré. Sicherlich war einer der
Höhepunkte der gemeinsamen Unternehmungen der Besuch im Hockenheimer Aquadrom.
An den 10 Tagen zwischen An- und Abreise verstanden sich die Deutschen und
Franzosen immer besser, von Heimweh keine Spur! 10 Tage, in denen unsere französischen
Nachbarn - über ihre Schulbücher und Medien hinaus - einen tieferen Einblick in eine
deutsche Schule und in deutsche Familien gewinnen, Unterschiede und Gemeinsamkeiten
zwischen den beiden Nationen feststellen konnten - deutsch-französische Freundschaft in
der Praxis.
Zum guten Schluß fanden sich deutsche und
französische Austauschschüler und -schülerinnen zu einer abendlichen Schulparty ein,
die den aufkommenden Abschiedsschmerz etwas lindern sollte, bevor es am nächsten Morgen
zurück auf die Ile de Ré ging.
Allen, die an diesem Austausch in irgendeiner Form mitgewirkt und zu
dessen Erfolg beigetragen haben, sei an
dieser Stelle herzlich gedankt.
Im Mai findet der Gegenbesuch auf der Ile de Ré statt, schon heute
sind alle erwartungsvoll.
R. Maier
* * *
25
Jahre Schulpartnerschaft mit dem
Collège Les Salières in Saint-Martin-de-Ré (1999)

Die
Klasse 8b ist von ihrer Reise auf die Île de Ré (8. Juni bis 18. Juni) zurückgekehrt
und die meisten SchülerInnen wären gerne noch länger dort geblieben.
Sie sind wie jedes Jahr sehr herzlich in den Familien ihrer AustauschpartnerInnen
aufgenommen worden und haben sich mit der französischen Lebensart, zum Beispiel den doch
so unterschiedlichen Eßgewohnheiten vertraut machen können. Sie haben die französische
Sprache vor Ort als Mittel zur gegenseitigen Verständigung erlebt; manche waren
sofort mutig und aktiv, andere hörten erst ein paar Tage aufmerksam zu, bevor sie sich zu
sprechen trauten. Ein Motivationsschub für den Französischunterricht ist in vielen
Fällen zu erwarten.
Die Dauer eines französischen Schultages von 8.15 Uhr bis 16.45 Uhr können die 24
AchtklässlerInnen jetzt auch so richtig nachempfinden, nachdem sie morgens vier und
nachmittags noch drei Unterrichtsstunden zu je 55 Minuten, unterbrochen durch das
gemeinsame Mittagessen in der Kantine und die Mittagspause, durchgestanden haben. Sie
können allerdings kaum glauben, dass die französischen SchülerInnen in aller Regel -
wenn keine deutschen Freunde da sind und die Ferien nicht vor der Tür stehen - am Abend
auch noch Hausaufgaben machen müssen. Sie wissen ihre Freizeit am Nachmittag jetzt
vielleicht besser zu schätzen.
Natürlich kennen die SchülerInnen jetzt aufgrund eines interessanten, vielfältigen
Programms auch viele kulturelle, historische, geographische, biologische und
wirtschaftliche Besonderheiten der Insel und ihrer näheren Umgebung. Sie haben bei
Führungen Saint Martin und La Rochelle näher kennengelernt, sind mit einem Schnellboot
zum Fort Boyard ins Meer hinaus gefahren, waren im Aquarium in La Rochelle, wissen wie in
einer Bucht bei Esnandes Miesmuscheln gezüchtet werden, sind in einer traditionellen
Barke ein Stück durch die poitevinischen Sümpfe gefahren, konnten Austern probieren,
sind durch die Salzgärten spaziert, um zu sehen, wie schon seit dem Mittelalter in den
Sommermonaten durch Verdunstung aus dem Meerwasser Salz gewonnen wird.
Aber auch der Freizeitspaß ist nicht zu kurz gekommen. Neben
Strandvergnügen mit den Freunden am späten Nachmittag oder am Wochenende gab es auch
eine Einführung ins Segeln auf kleinen Katamaranen bzw. Surfbrettern. Des weiteren stand
ein Tagesausflug zum Technologiepark "Futuroscope" in Poitiers auf dem Programm.
Und in den "Nationalsport" der Franzosen, das Boulespiel, sind die SchülerInnen
von echten Mannschaftsspielern der Insel eingeführt worden.
Mit einem Abschiedstrunk in der "Poudrière", dem historischen Pulvermagazin,
das schon lange nicht mehr kriegerischen Zwecken dient, sondern zu einem Versammlungsraum
für partnerschaftliche Begegnungen umfunktioniert ist, ging auch der diesjährige
Schüleraustausch zu Ende.
Einige der jungen Franzosen haben sich bereits für die Sommerferien bei ihren deutschen
Gastfamilien angekündigt und setzen so den begonnenen Verständigungs- und
Verstehensprozess fort.
Beate Kresser
Mittwoch, der 11.
3., um ca. 22.45 Uhr. An der Bushaltestelle vor dem Schulzentrum standen die Schüler der
7b und 8b, die zusammmen mit ihren Eltern und den verantwortlichen Lehrern auf ihre
Corres" warteten. Nachdem der Bus angekommen war, suchten wir mit Mühe unsere
Franzosen und machten uns mit ihnen auf den Heimweg. Sie waren müde, was aber nach ca.15h
Fahrt mehr als verständlich war.
Am nächsten Morgen wechselten sie ihr Geld, und manche nahmen später noch an einem
Geographie-Wettbewerb teil. Unterdessen hatten wir Unterricht nach Plan. Abends folgte
dann die offizielle Begrüßung in der prall gefüllten Philippsburger Festhalle. Nachdem
die Zusammenarbeit beider Schulen durch mehrere Reden genügend gewürdigt worden war,
folgte ein buntes Programm, das aus verschiedenen Klavierstücken, Sketchen und einigen
Tanzeinlagen bestand.
Am Freitag, einem 13., fand der erste gemeinsame Ausflug statt, der uns nach Heidelberg
führte. Mit der Bahn ging es von Waghäusel zum Heidelberger Hauptbahnhof. Die Bergbahn
führte uns zum Schloß, wo wir an einer Führung teilnahmen und ein gemeinsames Foto von
uns gemacht wurde. Anschließend machten wir in kleineren Gruppen einen Stadtbummel.
Am Wochenende, welches die Franzosen in den Familien verbrachten, hatten sie erstmals
Gelegenheit auszuschlafen.
Natürlich besichtigten die Austauschschüler auch das Philippsburger Kernkraftwerk, und
zwar montags, während wir mal wieder Unterricht hatten. Später stießen sie dann noch
zum Nachmittagsunterricht dazu. Manche backten, andere schrieben einen Brief auf den
Computern.
Dienstags mußten wir die Schulbank drücken, während unsere französischen
Freunde eine Stadtrallye machten und für Ostern bastelten. Nachmittags ging´s ins
Aquadrom nach Hockenheim, wo alle ihren Spaß daran hatten.
Mittwoch war der einzige Tag, an dem ein Sonderplan für gemeinsamen Unterricht
existierte. Unter anderem gab es eine Interviewstunde, in der die Franzosen Fragen an Frau
Morweiser auf Deutsch stellten, während wir Madame Karsenty auf Französisch
interviewten. Außerdem hatten wir noch eine gemeinsame Geschichts- und Sportstunde.
Am Donnerstag, den 19. , stand unser zweiter Tagesausflug an, diesmal in den Schwarzwald.
Trotz des zu kleinen Busses (1 oder 2 Plätze zu wenig) wurde die Hinfahrt für die
meisten ganz lustig. Unser erstes Ziel war ein alter Schwarzwaldbauernhof, auf dem wir
herumgeführt wurden und alles gezeigt bekamen. Selbstverständlich liefen wir noch die
Triberger Wasserfälle herab. Unten angekommen durften wir einen Stadtbummel machen,
wonach wir zum Bus mußten, der uns zur Dorotheen-Hütte, einer bekannten Glasbläserei in
Wolfach, brachte. Manche bliesen sich eine eigene Vase, andere schauten zu oder oder
liefen im Verkaufsraum herum. Danach fuhren wir wieder alle, vielleicht etwas müde, nach
Hause.
Am Freitag, dem letzten vor der Heimreise unserer Freunde, wurde ihnen noch ein
Kurzaufenthalt in Speyer gegönnt. Dort besichtigten sie den Dom, und wie könnte es
anders sein, sie machten einen Stadtbummel. Abends fand unser Abschiedsfest in in der
Goodyear-Hütte statt, das dank einiger Helfer gut organisiert worden war. Die Stimmung
war bis zum Schluß, als bei manchen der Abschiedsschmerz durchbrach, gut. Richtig
Abschiednehmen hieß es erst am nächsten Morgen an der Bushaltestelle, als unsere
"Corres" wieder nach Hause fahren mussten. Bei vielen flossen Tränen. Aber Kopf
hoch: Im Mai fahren wir auf die ILE DE RE! Fortsetzung folgt im Jahresbericht 98/99.
Patrick
Weick, 8b
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