Letzter Eintrag: 23. Mai 2012
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Das Abi-Konzert 2012
Wie jedes Jahr war das Abiturienten-
und Schulkonzert in der Festhalle Philippsburg ein großartiger Erfolg - für die
Mitwirkenden auf und hinter der Bühne, wie auch für die Zuschauer, denn jene durften
ganz entspannt die Früchte jahrelangen Übens und gezielter Vorbereitung
genießen. Der Andrang war so groß, sodass sogar auf Stehplätze ausgewichen
werden musste. Um das Ereignis angemessen zu
würdigen, kommen an dieser Stelle einige der Beteiligten zu Wort. Wie jene das
Konzert empfanden, aber auch die Zeit der Organisation, des Übens und des
Lampenfiebers. Jonas Stork fasst die Sichtweise des Moderatorenteams zusammen,
Laura Herberger gibt Einblick in das Schaffen der GODI-Band und Miriam Wesslein
spannt den Bogen vom Anfang bis zum letzten Takt des Konzerts. Für die
hervorragenden Bilder bedanken wir uns bei Herrn Reeb! Aus der Sicht der Moderatoren (Jonas
Stork)
Die Moderation im Vorfeld zu planen
war für uns recht schwierig, da wir beide keine Erfahrungen im Moderieren oder
auf der Bühne hatten. Wir wussten weder, wie wir anfangen sollten, noch was zu
einer guten Moderation eigentlich dazu gehört… Nach langem Schreiben und immer wieder
ändern, weil man seinen Text selbst furchtbar fand, war aber zum Glück das
Schwierigste für uns geschafft und wir konnten den eigentlichen Auftritt
vorbereiten: Text lernen und proben. Während wir uns fragten, warum man
eigentlich gerade uns für die Moderation ausgesucht hat (worauf wir übrigens
keine Antwort wussten), waren wir anfänglich zwischen Zweifel und mehr oder
weniger wahrheitsgemäßen Ansagen über die auftretenden Schüler hin- und
hergerissen. Nach dem Proben und vor allem nach
der Generalprobe stieg die Anspannung dann aber an. Nach der ersten
Anmoderation und vor allem nach einer kleinen „Bühnenpanne“, als sich plötzlich
der Vorhang vor uns schloss, konnten wir unsere Nervosität jedoch auch recht
schnell ablegen und es machte uns letzten Endes sogar Spaß, das Programm zu
moderieren. So konnte man sogar hinter der Bühne beim ein oder anderen Auftritt
entspannt zuhören. Im Nachhinein sind wir beide froh,
die Aufgabe angenommen zu haben, da wir viel Spaß hatten und stolz sind, uns
getraut zu haben. Das Abikonzert, unser Konzert des
Jahres! Aus der Sicht
der Gottesdienstband (Laura Herberger)
Wie jedes Jahr liefen auch diesmal die
Planungen und Organisationen des Abikonzert-AKs auf Hochtouren. Ein Ziel war
es, für das Abiturientenkonzert möglichst viele verschiedene Akteure der KS 2
zu beteiligen. Wie viel Stress und Arbeit jedoch wirklich dahinter steckt,
einen genialen Auftritt zu erlangen, ist weder den meisten Zuschauern noch
anfangs den Beteiligten selbst bewusst. In der Theorie stellt man es sich ganz
einfach vor: ein bekanntes Lied singen, schöne Kleider anhaben und danach
klatschen alle. Doch die Praxis sah für die Gottesdienst-Band (GoDi-Band)um
einiges anders aus. Schon bei ersten Anregungen im Dezember
2011 waren alle begeistert von der Idee, dass sich die Gottesdienstband, die
fleißig Schulgottesdienste mitgestaltet, nun auch hier präsentieren
wollte. So machte sich die Gottesdienstband
daran, passende Lieder für den Auftritt zu finden. Frau Biller willigte ein,
uns Schülerinnen zu unterstützen und hat dies auch von Anfang an getan. Auch
Herr Wimmer konnte das verlockende Angebot, ob er die Band nicht begleiten
wolle, natürlich nicht ablehnen. Jedoch gab es häufiger Uneinigkeiten und
Schwierigkeiten bei der Umsetzung der Stücke. Allerdings gab die GoDi-Band den
Gedanken trotzdem nicht auf, wozu auch in großem Maße die beiden zuständigen
Lehrer beigetragen haben. An dieser Stelle einen großen Dank für ihre Ausdauer
mit uns, ihr Engagement und vor allem ihren guten Willen! Während wir dann alle die schriftlichen
Abiturprüfungen zu meistern hatten, stand die ganze Planung still. Erst Ende
März wurde die Arbeit wieder aufgegriffen, wobei schnell klar wurde, dass die
Zeit eilte und der Zeitdruck nun schon eingesetzt hatte: Nun war auch für die
Auswahl der Lieder Grenzen gesetzt, denn das Stück sollte bekannt, gut
einzuüben und die Noten verfügbar sein. Am 23. April stand somit endgültig das
Lied fest: „Oh happy day“ aus dem Film „Sister Act“. Grund hierfür war vor
allem, dass wir so zeigen konnten, dass wir nicht langweilige Gläubige sind,
sondern mit Leidenschaft und fröhlich unseren Glauben leben und verkünden. Da dieses Stück schwerer ist, als es auf
Anhieb erscheint, musste von da an fleißig geprobt werden. Man traf sich in
jeder möglichen Freistunde und meist mittwochs nach dem Unterricht mit Frau
Biller, um den Auftritt zu perfektionieren. So gelang es uns, dass wir mit neun
Schülerinnen vierstimmig singen konnten (Wir können stolz auf uns sein! J). Doch bald standen wir vor
der nächsten Herausforderung: Wie konnten wir den Auftritt authentisch
gestalten? Nun kam die GoDi-Band auf die zündende Idee: Als Highlight wollten
wir Ministrantengewänder anziehen um authentischer zu wirken. Ein weiterer Dank
geht somit an die Ministranten aus Oberhausen, von denen wir diese
freundlicherweise ausleihen konnten. Insgesamt sind wir sehr zufrieden mit
unserem Auftritt und hatten einfach nur Spaß auf der Bühne und in der
Vorbereitung. Wir hoffen sehr, dass wir auch andere anstecken konnten und dass
der Geist so auf andere überspringt! Aus der Sicht der Organisation
(Miriam Wesslein)
Am Freitag, den 11. Mai, fand das
traditionelle Schul- und Abiturientenkonzert in der Festhalle in Philippsburg
statt. Doch in diesem Jahr war das Konzert - unter anderem bedingt durch den
Abiturienten-Doppeljahrgang - von zahlreichen Höhepunkten geprägt und besonders
fesselnd. Vor diesem, unserem, Abiturientenkonzert
war wohl keinem von uns Schülern klar, welch eine umfassende Organisation ein
einziger Abend verlangen kann: So gab es seit den Sommerferien immer wieder
neue Aufgaben zu bewältigen und besonders in den letzten Wochen stieg die
Anspannung enorm. Und nebenbei hatten wir ja noch immer den Schulalltag zu
bewältigen! Daher ist schon an dieser Stelle den Schülern des Arbeitskreises
sowie der Schulleitung und dem Lehrerkollegium für deren tolle Unterstützung zu
danken. Nur durch unser aller produktive und kooperative Zusammenarbeit war ein
solcher Abend möglich! Schnell waren anfängliche Befürchtungen
des Aks über (mangelnde) Beteiligung und Hilfsbereitschaft seitens der
Kursstufe beseitigt. So spiegelte der Abend gelungen die Vielfalt wider, welche
uns der Doppeljahrgang beschert. Es ist beeindruckend, dass alle Auftritte am
Abiturientenkonzert ausschließlich von Schülern der Kursstufe selbst gestaltet
wurden. Es ist außerdem besonders bemerkenswert, wie diszipliniert die Akteure
im Vorfeld übten. Doch im Rückblick versichert nicht nur Kevin Gerl, der Leiter
des Aks: „Die Anstrengungen in den letzten Wochen und alle Zeit und Mühen,
die wir für die Realisierung des Abikonzert hatten, haben sich mehr als
gelohnt. Es war ein einzigartiger Abend!“. Diese Ansicht ist wohl weit
verbreitet... Zum Einstieg in das Konzert bot ein
6-köpfiges Percussion-Ensemble mit dem Stück „Lolo“ von Alexander Fies dem
Publikum eine Forschungsexpedition auf dem afrikanischen Kontinent. Mit Witz
bedienten sich die Akteure den typischen Klischees und so zog schon der Auftakt
das Publikum in den Bann. Aber auch die Gottesdienstband unter der
Leitung von Frau Biller und mit der Begleitung von Herrn Wimmer am Klavier
schaffte es im Anschluss mit dem Gospelhit „O happy day“ das Publikum zu
begeistern und mit Sister Act zu konkurrieren. Besonders toll war, dass Gesang,
Performance und Kleidung stimmig waren und die Sängerinnen selbst ganz in ihrer
Rolle aufgingen. Im Anschluss beeindruckte Sebastian
Baumann zunächst durch einen Einzelauftritt und dann gemeinsam mit Christopher
Hirtz, indem er das unkonventionelle Instrument Marimbaphon spielte. Nach dem
ersten, eher getragenen Stück, wurde durch das zweite Stück „Overworld Suite“
von Koji Kondo klar, was ein Marimbaphon alles kann. Neben der wundervollen
musikalischen Darbietung bildete dieser Beitrag sicherlich auch wegen der
besonderen Kostümierung, dem Bühnenbild und besonders der Präsenz der beiden
Akteure einen der Höhepunkt des Abends, weshalb es keineswegs verwundert, dass
das Publikum nach einer Zugabe jubelte. Mit den folgenden Auftritten zeigten
einige Schüler ihre ruhigere Seiten, die sonst oft verborgen bleiben und
bewiesen ihr musikalisches Talent. Den Einstieg machte Matthias Sickinger,
indem er an der Gitarre „Koyunbaba“ von Triston darbot. Dann folgte Phillip
Seubert, der bereits seit elf Jahren mit Leidenschaft Klavier spielt. Nachdem
er in den vergangen Jahren immer an „fremden“ Abiturientenkonzerten auftrat,
war für ihn dieser Auftritt auf dem Konzert zum eigenen Abitur von großer
Bedeutung. Umso fesselnder war sein Beitrag des Stückes „Un Suspiror“ von Franz
Liszt, sodass es für ihn verdient rote Rosen regnete. Auch beim folgenden
Beitrag von Kevin Gerl war die Leidenschaft für die Musik deutlich spürbar. So
gab er am Altsaxophon den 2. Satz der Sonate von Paul Creston zum Besten.
Allerdings hat Kevin neben seiner Begeisterung für die Musik als Leiter des
Arbeitskreises auch große Begeisterung für die Organisation und Realisierung
des Abiturientenkonzertes gezeigt. Kevin, dein unglaubliches Engagement schätzen
wir sehr! Vielen Dank! Linda Harant war die nächste Künstlerin.
Sie verzauberte das Publikum mit dem aktuellen Hit „Someone like you“ von
Adele. Die Darbietung war grandios, sodass der ein oder andere Zuhörer Tränen
in den Augen und Gänsehaut hatte. Das Ende des ersten Teils bildeten die
Französischkurse, die vor der Pause nochmals gute Laune verbreiteten. In den
letzten Wochen haben die Kurse fleißig gemeinsam geprobt. Schließlich waren
sowohl die Begeisterung für die wundervolle Sprache als auch der Spaß daran
spürbar, welchen die Französischlehrerinnen Frau Büchner und Frau Morweiser in
den letzten beiden Jahren ihren Schülern vermittelten. (Merci!) Nach der Pause stimmte der Oberstufenchor auf die zweite Hälfte des Abends ein. So präsentierte sich der Chor unter der Leitung von Herrn Schindler mit einer bunten Mischung: „Tragedy“ von den BeeGees, „You raise Me Up“ von Westlife und „Ein Kompliment“ von den Sportfreunden Stiller. Nicht nur für (fast) alle Sängerinnen und Sänger des Oberstufenchors war dies ihr letztes Abiturientenkonzert – nein, auch Herr Schindler verlässt nach diesem Schuljahr das Copernicus-Gymnasium. Daher danken wir ihm an dieser Stelle (sicher auch im Namen unserer Vor-Abiturienten!) von ganzem Herzen für sein Engagement und die Freude, mit der er den Chor so viele Jahre geleitet hat. Es war toll, ein Teil Ihres Chors zu sein!
Schließlich folgte ein
Gemeinschaftsprojekt, in dem Phillip Seubert am Klavier, der „Jungschor“, sowie
die Solistinnen Laura Herberger und Miriam Wesslein fesselnd das Stück „Totale
Finsternis“ aus dem Erfolgsmusical „Tanz der Vampire“ darboten. Die Solistinnen
überzeugten nicht nur stimmlich, sondern verdeutlichten zudem, dass die totale
Finsternis, die so manchen Abiturienten beim Schulabschluss umgibt, nicht
völlig dunkel ist, wenn man eine Gemeinschaft findet und Freunde hat, auf die
man sich auf der Suche nach seinem eigenen Weg stützen kann. Die gefühlvolle Stimmung hielt
weiter an, als im Anschluss Linda Harant und Nelli Schwabauer gemeinsam mit Andreas
Keddeinis an der Gitarre den Titel „Jar of Hearts“ von Christina Perri
vortrugen. Auch bei der Gesangseinlage „New
Shoes“ von Alexandra Major in Begleitung von Manuel Reiß an der Gitarre und
Christopher Hirtz am Schlagzeug, war man nicht wenig überrascht von der
Powerstimme einer so zierlichen Person, die lässig auf dem Barhocker saß. Gegen Ende wurde die Stimmung nach
eher nachdenklichen Auftritten deutlich lässiger und fröhlicher. Denn als nun
eine eigene Band aus Schülern der KS 2 zunächst (völlig unberührt von dem
strömenden Regen außerhalb der Festhalle) mit „Walking on sunshine“ von Katrina
and the Waves und danach „California King Bed“ von Rihanna präsentierte,
erhellte sich die Miene vieler und die gute Laune sprang direkt auf das
Publikum über. Das
Schlusslicht des Abends bildete
traditionell die Big Band. So begeisterte diese zunächst unter der
Leitung von
Kevin Gerl, nun in seiner Rolle als Musikmentor des
Copernicus-Gymnasiums, dann
unter der Leitung von Herrn Baumann. Bei einer bunten Mischung von
Stücken wie
„Brick House“, „Inside out“, „25 or 6 to
4“, „Make me smile“ und „California
Dreamin´“ war das komplette Publikum mitgerissen. Die
Proben und jede der
freiwillig investierte Stunde von Herrn Baumann und den Schülern
der Big Band haben
sich für diesen Auftritt also mehr als gelohnt! Insgesamt schauen wir auf einen
wundervollen und unvergesslichen Abend zurück. Es gilt daher nochmals besonders
den Musiklehrern Herrn Schindler, Herrn Wimmer und Herrn Baumann für ihre
Unterstützung und ihre Hilfsbereitschaft zu danken. Sie waren einerseits
maßgeblich an der Organisation beteiligt, und haben andererseits alle selbst
Programmpunkte mitgestaltet. Das war ein großes Geschenk für uns! Weiterhin
danken wir Marleen Lozano und Jonas Stork für deren Bereitschaft als
Moderatoren durch den Abend zu führen. Eure Moderation war einzigartig
charmant! Außerdem gilt allen Akteuren und besonders dem Arbeitskreis unter der
Leitung von Kevin Gerl ein großer Dank. Ohne euch alle wäre ein
Abiturientenkonzert in dieser Form nicht möglich gewesen! Neben den tollen musikalischen
Leistungen ist zum Schluss vor allem eins nicht außer Acht zu lassen: Mit
unserem Abiturientenkonzert haben wir unter Beweis gestellt, dass wir eine
Stufe sind, die durch einen starken Zusammenhalt (auch jahrgangsübergreifend!)
und auch große Verbundenheit mit der gesamten Schulgemeinde und den Lehrern der
Kursstufe geprägt ist. So ist es sicher, dass unser Abiturientenkonzert als
gute Erinnerungen an die Schulzeit auf dem Copernicus-Gymnasium in unseren
Herzen bleibt. Und: Wir sehen uns bei den kommenden Schul- und
Abiturientenkonzerten - dann als ehemalige Schüler des Copernicus-Gymnasiums!
Fotos: Manfred Reeb
(23.05.2012) |