Karoline von Günder(r)ode
Leben Werk
*11. Februar 1780 Karlsruhe +26. Juli 1806 Winkel am Rhein (Freitod) begraben (?): Winkel, Friedhof (Grabstein in der Friedhofsmauer) |
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Tochter des markgräflich-badischen Regierungsrats und Kammerherrn Hector von Günderrode und seiner Frau Louise; ältestes von 6 Kindern, von denen 3 im Kindesalter an Typhus und Schwindsucht sterben.
In den 70er Jahren des 20. Jhs. als Identifikationsfigur der Frauenbewegung wieder entdeckt: »Ich habe keinen Sinn für weibliche Tugenden, für Weiberglückseligkeit. Nur das Wilde, Große, Glänzende gefällt mir. Es ist ein unseliges, aber unverbesserliches Mißverhältnis in meiner Seele; und es wird und muß so bleiben, denn ich bin ein Weib und habe Begierden wie ein Mann, ohne Männerkraft. Darum bin ich so wechselnd, und so uneins mit mir.« (Brief an Gunda Brentano, 1801)
"Sappho der Romantik" (v. Pigenot); innig-schwermütige Gedichte. Ihr Nachruhm gründet sich weniger auf ihre Dichtungen als auf die Tragik ihres Lebenswegs, der früh im Selbstmord endet. Lit. Denkmal durch Bettine v. Arnim (Briefwechsel "Die Günderode", 1840).
wichtige Lebensdaten:
Werke:
lyr.-epische-dramat. Dichtungen (Sammlungen)
1804 |
Gedichte und Phantasien (unter dem Pseudonym "Tian") |
1805 |
Poetische Fragmente (u.a. Dramen Hildgund und Mahomed, der Prophet von Mekka; Ballade Pietro) |
1906 |
Melete von Ion (Frgm.; vorwiegend lyr. Dichtungen) |
Drama
1805 |
Udohla |
Ausgaben
1857 |
Gesammelte Dichtungen, hg. v. Friedrich Götz, Mannheim |
1920-22 |
Gesammelte Werke, hg. v. Leopold Hirschberg, Berlin (3 Bde.) |
1922 |
Dichtungen, hg. v. Ludwig von Pigenot, München |
1923 |
Gesammelte Dichtungen, hg. v. Elisabeth Salomon, München |
1985 |
Gedichte, hg. v. Franz Josef Görtz, Frankfurt/M. |
LiebeO reiche Armuth!
Gebend, seliges Empfangen! Lebendiger Tod,
im Einen sel'ges Leben
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Die eine KlageWer die tiefste
aller Wunden |