1902-14 |
Humanistisches K. K. Staatsgymnasium in der Kundmanngasse. |
1914 |
Matura; Jurastudium in Wien. |
1915 |
Als Einjährig-Freiwilliger in der Breitenseer Kaserne beim K. u. K.
Dragoner-Regiment Nr. 3. |
1916 |
Teilnahme am Russland-Feldzug in Galizien und der Bukowina;
Juli: als Leutnant eines
Ulanenregiments in der Schlacht von Olesza/Ostgalizien gefangengenommen. |
1916-20 |
Kriegsgefangenschaft
in Sibirien (Lager Krasnaja Rjetschka bei Chabarowsk); Entschluss, Schriftsteller zu
werden. |
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1918 |
Von
den Bolschewiki entlassen; in den Wirren des Bürgerkrieges kommen die
Entlassenen mit dem Zug nur bis Samara; Entschluss zur Rückreise in ein
Lager in der Nähe von Nowosibirsk, das vor der herannahenden Roten Armee
später nach
Krasnojarsk verlegt wird. |
1920 |
Endgültige Entlassung; 14.8.: Heimkehr nach Wien. |
1920-25 |
Wiederaufnahme des Studiums (Geschichte und Psychologie) in
Wien. |
1921 |
Beginn der Liebesbeziehung zu Auguste Hasterlik (ausgebildete
Pianistin aus Wiener Arztfamilie; katholisch getaufte Jüdin).
Heiratsversprechen. |
1923 |
Aufnahmeprüfung für das Institut für österreichische
Geschichtsforschung |
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1925 |
Promotion
zum Dr. phil. (Dissertation: Zur bürgerlichen Geschichtsschreibung in
Wien während des 15. Jahrhunderts). |
1926-31 |
Tätigkeit als Journalist (historische Feuilletons); Einfluss Otto
Weiningers. |
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1927 |
Selbstmord
der Schwester Helga. |
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1928 |
Eigene
Wohnung im Bezirk Döbling. |
1929 |
Lektüre der Bekenntnisse eines modernen Malers von Albert Paris
Gütersloh ("Bekehrungsakt"). |
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1930-32 |
Scheinehe
mit Auguste (getrennte Wohnungen). |
1932 |
Schwere
persönliche Krise. |
1933 |
Eintritt
in die österreichische nationalsozialistische Partei. |
1936-38 |
Übersiedelung
nach Deutschland (Dachau). Eintritt in die NSDAP; Antrag zur Aufnahme in die
Reichsschrifttumskammer. |
1937 |
Allmähliche
Distanzierung
vom Nationalsozialismus. Erste Begegnung mit Emma Maria Thoma. |
1938 |
Aug.:
Rückkehr
nach Wien; Wohnung zusammen mit Albert Paris Gütersloh (Wien VIII.,
Buchfeldgasse 6). Nach dem Anschluss Österreichs lässt sich Doderer nicht mehr als
Parteimitglied führen. |
1940 |
Übertritt zum Katholizismus. Jahresende: als
Reserveoffizier der Kavallerie zur Luftwaffe abgeordnet (Verwaltungsarbeit
im Hinterland); Breslau, Verlegung nach
Frankreich. |
1942 |
Verlegung
an die russische Front bei Kursk. Versetzung in den Krankenstand wegen heftiger Neuralgien:
Frankfurt/O., Wiesbaden, Schongau. |
1943-45 |
Wiener
Neustadt, Bad Vöslau und weitere Standorte. |
1945 |
Apr.:
Oslo; bei Kriegsende Internierung
in Norwegen. Jahresende: Entlassung
aus der Kriegsgefangenschaft. |
1946 |
Jan.:
Rückkehr nach Wien. Publikationsverbot wegen NSDAP-Mitgliedschaft. |
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1947 |
Streichung
von der Liste der Belasteten. |
1948-50 |
Kurs
am Institut für Österreichische Geschichtsforschung (Ausbildungsstätte
für Bibliothekare) in der Hoffnung auf berufliche Qualifikation. |
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1951 |
Literarischer
Durchbruch mit der Strudlhofstiege. |
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1952 |
2.
Heirat; wieder keine gemeinsame Wohnung (Emma Maria bleibt in Landshut);
über die Sommermonate und den Jahreswechsel gewöhnlich in Bayern. |
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1955 |
Juni:
Bekanntschaft mit der Autorin Dorothea Zeemann (1909-1993), die seine
Geliebte wird. |
1956 |
1.5.:
Bezug
der Wohnung in der Währingerstraße 50 (Wien IX.). |
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1960 |
Kehlkopfoperation
infolge übermäßigen Alkohol- und Nikotingenusses. |
1930 |
Das Geheimnis des Reiches. Roman aus dem russischen Bürgerkrieg |
1938 |
Ein
Mord, den jeder begeht |
1940
(1934 e) |
Der
Umweg |
1951
(1939/40 e) |
Die
erleuchteten Fenster oder Die Menschwerdung des Amtsrates Julius Zihal |
1951
(1941-48 e) |
Die
Strudlhofstiege oder Melzer und die Tiefe der Jahre |
1956
(1931-40; 51-56 e) |
Die
Dämonen. Nach der Chronik des Sektionsrates Geyrenhoff |
1962 |
Die Merowinger oder Die totale Familie (Romangroteske) |
1963 |
Die Wasserfälle von Slunj (1. Teil einer geplanten Tetralogie
"Roman No. 7") |
1967 |
Der
Grenzwald (2. Teil der Tetralogie; Frgm.) |