1884 |
Vorschule des Friedrich-Wilhelm-Realgymnasiums. |
1888 |
Der Vater geht mit der 20 Jahre jüngeren Angestellten Henriette
Zander nach Amerika, lässt Frau und fünf Kinder im sozialen Elend zurück; D. muss vom
Gymnasium genommen werden. Übersiedlung nach Berlin. Unterstützung durch einen begüterten
Bruder der Mutter. |
1891 |
Fortsetzung der gymnasialen Ausbildung am Köllnischen Gymnasium;
Vielleser (Kleist, Hölderlin, Nietzsche, Schopenhauer, Spinoza, Dostojewski); erste
Schreibversuche. |
1900 |
Mittelmäßiges Abitur. |
1900-04 |
Medizinstudium in Berlin; Bekanntschaft mit Herwarth
Walden, Else
Lasker-Schüler. |
1905 |
Fortsetzung
des Studiums in Freiburg (Neurologie, Psychiatrie); Promotion (Dissertation: Gedächtsnisstörungen
bei der Korsakoffschen Psychose). |
1905-06 |
Assistenzarzt
in der Kreisirrenanstalt Prüll bei Regensburg. |
1906 |
Berlin. |
1910 |
Mitbegründer
(neben Herwarth Walden) der revolutionären Zeitschrift Der Sturm. |
1911-33 |
Niederlassung
als praktischer Arzt und Geburtshelfer, später als Internist und Nervenarzt im Berliner
Südwesten. Beginn der Doppelexistenz als Arzt und Dichter. |
1912 |
Heirat; persönliche Krise (Frau ist Typus der kunstfeindlichen
Mutter). Kassenärztliche Praxis im Berliner Arbeiterviertel. Austritt aus der jüdischen
Gemeinde. |
1914-18 |
Meldung als Freiwilliger; Militärarzt in Saargemünd und Hagenau. |
1918 |
Rückkehr nach Berlin; Sympathisant der Rätedemokratie; Beitritt
zur USPD. |
1919-22 |
Erneute Eröffnung einer Arztpraxis; politischer Journalismus unter
dem Pseudonym Linke Poot. |
1921-27 |
Beitritt zur SPD; Theaterkritiken für das Prager Tagblatt. |
1922 |
Beginn der lebenslangen Freundschaft mit der Fotografin Yolla Niclas. |
1923 |
Mitarbeit am Berliner Tageblatt. |
1924 |
Erster Vorsitzender im Schutzverband deutscher Schriftsteller;
Polenreise. |
1925 |
Gründungsmitglied der Gruppe 25 (kommunistische u.
linksliberale Autoren, darunter Brecht). |
1928 |
Wahl in die Preußische Akademie der Künste, Sektion für
Dichtkunst. |
1933 |
28.2. (Tag nach dem Reichstagsbrand): Emigration über Zürich nach
Paris; Aberkennung der deutschen Staatsbürgerschaft. |
1933-37 |
Einsatz für die jüdische Territorialistenbewegung. |
1936 |
Französischer Staatsbürger. |
1939 |
Im
Dienst des frz. Informationsministeriums unter Jean Giraudoux. |
1940 |
Flucht
vor den deutschen Truppen über Südfrankreich, Barcelona und Lissabon in die USA (Los
Angeles, Kalifornien); auf Arbeitslosenunterstützung und Almosen angewiesen, Scriptwriter
bei Metro-Goldwyn-Mayer. Selbstmord des Sohnes Wolfgang. |
1941 |
Übertritt
zum Katholizismus (samt Frau und Sohn Stephan); soziale Isolation. |
1945 |
Nachricht
vom Selbstmord Wolfgangs; Rückkehr als Kulturoffizier der französischen
Militärregierung in Baden-Baden. |
1946-51 |
Herausgeber
der Zeitschrift Das Goldene Tor. |
|
1949 |
Übersiedlung
nach Mainz. |
1953-56 |
Übersiedlung nach Frankreich als enttäuschter, verbitterter und
kranker "Vergessener" (zumeist in Paris). |
1956-57 |
Immer
wieder Aufenthalte in verschiedenen deutschen Krankenhäusern und Sanatorien: schwer
krank, gelähmt, fast erblindet. |
1957 |
Nach einem Sanatoriumsaufenthalt in Wiesneck Tod im Landeskrankenhaus Emmendingen. 14.9.: Freitod Erna Döblins in Paris. |
1915 |
Die drei Sprünge des Wang-lun |
1918
(1914 e) |
Wadzeks Kampf mit der Dampfturbine (satir. R.) |
1919
(1903 e) |
Der schwarze Vorhang |
1920 |
Wallenstein (2 Bde.) |
1924 |
Berge, Meere und Giganten (utopischer R.; Neuf. 1932:
Giganten) |
1924
(1923 e) |
Die beiden Freundinnen und ihr Giftmord |
1929 |
Berlin Alexanderplatz. Die Geschichte vom Franz Biberkopf |
1934 |
Die Babylonische Wanderung oder Hochmut kommt vor dem Fall |
1935 |
Pardon wird nicht gegeben |
ab 1937 |
Amazonas-Trilogie
|
1939-40 |
November 1918 (Tetralogie)
|
1956
(1945/46 e) |
Hamlet oder Die lange Nacht nimmt ein Ende |