Theodor Fontane
Taufname: Henri Théodore
Lebensdaten Werk
*30. Dezember 1819 Neuruppin +20. September 1898 Berlin begraben: Berlin, Friedhof der Französischen Reformierten Gemeinde |
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Sohn des Apothekers
Louis Henry Fontane (1796-1867) und seiner Frau Emilie, geb. Labry (1797-1869). Beide
Elternteile stammen väterlicherseits aus ursprünglich französisch-hugenottischen
Réfugiés-Familien (die urspr. Namensform "Fontaine" wurde bald eingedeutscht);
F. spricht Französisch nur mangelhaft; deutsche Vorfahren überwiegen.
Bedeutendster
realistischer Erzähler des 19. Jhs. Seine Romane und Erzählungen entstehen erst im
letzten Lebensabschnitt: historische Romane aus der preußischen Geschichte und (zum
erstenmal in der deutschen Literaturgeschichte) psychologisch stimmige
Gesellschaftsromane, die sich mit der Problematik von Liebe und Ehe und sozialen Fragen
auseinandersetzen (Standesunterschiede, veraltete Ehrbegriffe; Spießertum, erstarrte
Konventionen). "Entromantisierung des alten Romans"; psychologisch
nuancierter Dialog ersetzt zu großen Teilen die äußere Handlung; die Personen
entwickeln sich im Gespräch selbst. Schulklassiker sind die atmosphärisch dichte
Balladen, die ebenfalls das innere Geschehen akzentuieren; äußerst lesenswert auch heute
noch die Wanderungen durch die Mark Brandenburg. Auszeichnungen:
Werke:
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