Heinrich
Wilhelm von Gerstenberg
Lebensdaten Werk
*3. Januar 1737 Tondern +1. November 1823 Altona begraben: Altona, Heilig-Geist-Friedhof |
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Sohn eines Offiziers in dänischen Diensten; deutsche Erziehung. Erster Schulbesuch in Husum, wo der Vater stationiert ist. Zeit seines Lebens drückende Schuldenlast.
1765 |
Heirat mit Sophie Trochmann (1744-1785); 7 Kinder |
Dramatiker, Lyriker, Literaturkritiker und Philosoph. Wegbereiter des Sturm und Drang (Drama, Barden-Dichtung); Einfluss seiner Lyrik auf den jungen Goethe; Literatur-Theoretiker; Shakespeare-Entdecker; formuliert erstmals wesentliche Momente des Genie-Begriffs (20. Literaturbrief).
Ehrung:
1815 |
Ehrendoktor der Universität Kiel |
Werke:
(a = Uraufführung)
Dramen
1768 |
Ugolino (Tragödie) |
1785 |
Minona oder Die Angelsachsen (Melodram) |
Kantate
1767 |
Ariadne auf Naxos (vertont v. J. A. Scheibe; Neuaufl. 1774 vertont v. Joh. Christoph Friedr. Bach) |
1759 |
Tändeleyen |
1762 |
Kriegslieder eines Königlich Dänischen Grenadiers bey Eröffnung des Feldzuges 1762 |
1766 |
Gedicht eines Skalden (5 Gesänge) |
Schriften
1763 |
Handbuch für einen Reuter (u. d. Pseudonym Ohle Madsen) |
1766-67 |
Briefe über die Merkwürdigkeiten der Litteratur (= "Schleswigsche Literaturbriefe") |
1765 |
Die Braut. Eine Tragödie von Beaumont und Fletcher; nebst kritischen und biographischen Abhandlungen über die vier größten Dichter des älteren brittischen Theaters |
1795 |
Die Theorie der Kategorien, entwickelt und erläutert (über Kant) |
Übersetzung
1763 |
d´Espagnac: Versuch über den großen Krieg |
Ausgabe
1815-16 |
Gerstenbergs Vermischte Schriften, von ihm selbst gesammelt, Altona (3 Bde.; darin: Versuch über Shakespeares Werke und Genie) |