Eduard Mörike
Lebensdaten Werk
*8. September 1804 Ludwigsburg +4. Juni 1875 Stuttgart begraben: Stuttgart, Pragfriedhof |
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Siebtes
von dreizehn Kindern des kurfürstlich-württembergischen Leibmedicus Karl Friedrich Mörike und dessen Ehefrau Charlotte
Dorothea, geb. Beyer. Glückliche Kindheit. Lebenslange enge Bindung an die Mutter und
die jüngere Schwester Klara.
Äußerlich ereignisarmes, aufs Private gerichtetes Leben fern von
politischer Betätigung in einer revolutionären Zeit. Sensibler, komplizierter Mensch
hinter der Maske des Idyllikers.
1851 |
Eheschließung mit Margarethe von Speeth (*1819; kath.; Tochter seines Bad Mergentheimer Vermieters); Töchter: Fanny (*1855), Marie (*1857) |
Ehrungen:
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1851 |
Ehrendoktor der Universität Tübingen |
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1811 |
Lateinschule in Ludwigsburg. |
1817 |
Tod des Vaters; Umzug der Familie nach Stuttgart; Gymnasium illustre. |
1818-22 |
Theologisches Seminar in Urach; Freundschaft mit Wilhelm Hartlaub und Wilhelm Waiblinger. |
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1822 |
Liebe zur Cousine Klärchen Neuffer. |
1822-26 |
Studium der Theologie in Tübingen; Freundschaft mit Ludwig Amandus Bauer. |
1823 |
Liebe zur Kellnerin Maria Meyer (*1802) ("Peregrina"). "Freundschaftsbund" mit Bauer und Waiblinger. |
1824 |
Gesundheitlicher Zusammenbruch, Rückkehr nach Stuttgart. Aug.: Tod (Selbstmord?) des Bruders August. |
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1825 |
Bekanntschaft mit Friedrich Theodor Vischer und David Friedrich Strauß. |
1826 |
Dez.: "Vikariatsknechtschaft" in Oberboihingen. |
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1827 |
Pfarrvikar in Möhringen auf den Fildern und in Köngen. März: Tod der Lieblingsschwester Luise. Dez.: mehrmonatiger Urlaub. |
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1828 |
Mitarbeit an der Spindlerschen Damenzeitschrift in Stuttgart. |
1829 |
Feb.: Pfarrverweser in Pflummern. Aug.: Verlobung mit der Pfarrerstochter Luise Rau (1806-1876). Dez.: in Owen unter Teck. |
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1831 |
Pfarrverweser in Eltingen bei Leonberg. |
1832 |
Jan.: Pfarrverweser in Ochsenwang auf der Alb. |
1833 |
Auflösung der Verlobung mit Luise. |
1834-43 |
Ab Juli: Pfarrer in Cleversulzbach; Haushalt mit Mutter und Schwester Klara; fühlt sich seinem Amt bald nicht mehr gewachsen |
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1837 |
Beginn der Freundschaft mit Hermann Kurz. Bei Justinus Kerner in Weinsberg Bekanntschaft mit Ludwig Uhland und Karl Mayer. Aug.: zusammen mit Klara Kuraufenthalt in Bad Mergentheim. |
1841 |
Tod der Mutter. |
1843 |
Versetzung in den Ruhestand "wegen dauernder Krankheitsumstände". |
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1844 |
Mit Klara in Schwäbisch Hall. |
1844 |
Nov.: Übersiedlung nach Bad Mergentheim. |
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1845 |
Im Haus des Oberstleutnants Speeth; Beginn der Beziehung zu Margarethe. |
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1846 |
Reise durch Württemberg und in die Schweiz. |
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1848 |
Zerwürfnis mit Hermann Kurz. Aug.: Kur in Bad Teinach. |
1851 |
Hochzeit; Umzug mit Frau und Schwester nach Stuttgart; Lehrer am Königlichen Katharinenstift (deutsche Literatur); allmähliche Berühmtheit; Titel "Professor"; Ehrendoktor der Universität Tübingen. |
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1854 |
Beginn des Briefwechsels mit Paul Heyse. |
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1862 |
Berufung durch den bayerischen König in das Kollegium des Maximiliansordens für Kunst und Wissenschaft. |
1863 |
Ferienaufenthalt in Bebenhausen. |
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1864 |
Freundschaft mit Moritz von Schwind. |
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1865 |
Jan.: Besuch Turgenjews bei Mörike. |
1866 |
Nov.: Pensionierung. |
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1867 |
Übersiedlung nach Lorch im Remstal. Ruheloses Leben. |
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1869 |
Rückkehr nach Stuttgart. |
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1870 |
Übersiedlung nach Nürtingen. |
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1871 |
Aussöhnung mit Hermann Kurz. Aug.: Umzug nach Stuttgart. Ehekrise. |
1873 |
Trennung von Margarethe. Sept.: Umzug mit Klara und Marie nach Fellbach. Nov.: wieder in Stuttgart. |
1875 |
Frühjahr: bettlägerig; Mai: Versöhnung mit seiner Frau am Krankenbett. |
Roman
1832 |
Maler Nolten (Künstler-, Schicksalsroman) |
Erzählungen, Novellen, Märchen
1834 |
Lucie Gelmeroth (urspr. Miß Jenny Harrower) |
1839 |
Iris. Eine Sammlung erzählender und dramatischer Dichtungen (Der letzte König von Orplid; Schattenspiel; Der Bauer und sein Sohn; Märchen) |
1853 |
Das Stuttgarter Hutzelmännlein (Märchen; mit der Historie von der schönen Lau) |
1853 |
Die Hand der Jezerte (Märchen) |
1855 |
Mozart auf der Reise nach Prag (Novelle) |
Versepen
1846 |
Idylle vom Bodensee |
1852 |
Der alte Turmhahn |
1827 e |
Besuch in Urach |
1838 |
Gedichte |
1865-67 |
Bilder aus Bebenhausen (Gedichtzyklus) |
1863 |
Erinna an Sappho (Rollengedicht) |
1840 |
Classische Blumenlese (Tibull, Theokrit, Anakreon, Anakreontiker) |
1850 |
griechische Bukoliker |
1878 |
Gesammelte Schriften, Stuttgart (4 Bde.) |
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1909 |
Sämtliche Werke,
hg. v. Rudolf Krauss, Stuttgart (6 Bde.) |
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1954 |
Sämtliche Werke, hg. v. Herbert G. Göpfert, München |
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1959-61 |
Sämtliche Werke, Briefe, hg. v. Gerhart Baumann in Verbindung mit Siegfried Grosse, Stuttgart (3 Bde.) |
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1967ff. |
Werke u. Briefe. Hist.-krit. Gesamtausgabe, hg. v. Hans-Henrik Krummacher u. a., Stuttgart (auf 26 Bde. geplant) |
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1970 |
Sämtliche Werke, hg. v. Helga Unger u. Jost Perfahl, München (2 Bde.) |
Und wieder
Die treuste Liebe steht am Pfahl gebunden, Ach, Peregrinen
hab ich so gefunden! Wie? Solche Schönheit
konnt ich einst verlassen?
Doch wehe! welche Miene, welch ein Blick! (aus: Maler Nolten) |